mütterlog

Es ist sehr verschieden, in die Zukunft – und in die Vergangenheit zu lügen.
Jean Paul (1799)


gesundheit!

wenig nachwuchs für landarztstellen
orfon

gesundheit ist pflicht!
beliebter sinnspruch (berichtet von herrn karl)

… praxen zusammenlegen?
… eigenheimliche zersiedelungsgebiete brandroden?
… franchisenehmer akquirieren?
… kombibesetzungen bei analoger problemlage: pfarrer & arzt (ausbildung in einer branche genügt; wahlweise mit oder ohne zölibatsindikation – kreuzweise)?
… demgemäß: xundbeten! (alles & jeden & ohne alle gnade!)

herbsüffig?

mostkost kronstorf
großschild, acker (kronstorfnah)

mostkost geriet außer kontrolle
orfon

nein, nicht die lipogrammatische mostkost kronstorf, anderswo, bei vöcklabruck ist sie, das sei zur korrektur vermerkt, nicht außer, sondern, im gegenteil, vielmehr in eine kontrolle geraten: sie war völlig alkoholisiert, hat sich herausgestellt. regelrecht angekarrt habe man die leute (viel mehr – faktor 2,5 – als erwartet), diese hätte man (bzw. sie sich selber) völlig abgefüllt, der abgefülltesten welche (darunter, völlig unerwartbar: juvenile nachwuchskoster!) habe man darauf zu ihrer persönlichen vorösterlichen errettung hinweggekarrt. und habe dann die veranstaltung vorzeitig und polizeilich beendigen müssen, sowas.
nächstens möge man die veranstaltung anders gestalten, sonst müsse man damit rechnen, dass sie untersagt werde.
mist.
welches der beste most war, wird leider nicht berichtet. (muss am vorzeitigen ende liegen.)
weiter so.

gutgeleint

bauxi!
beliebter hunderufname (braunschlag et al.)

die hundehalter in der au, wie sie briefträgertaschengleich ihre leinen diagonal von ihren hochgezogenen schultern hängend gespannt haben, damit sie sich nur ja nicht auskommen, sich etwa auf einen freilaufenden waldspaziergänger oder jogger stürzen – im gegensatz zu ihren stets frei herumlaufenden stets wohlsterzogenen und bestdressierten hunden, der tut nix, genau.
bitte auch die hunde an die leine.
danke.

ad: braunschlag

wird das ein herbst für die österreichischen fernseher. waren das ein bzw. eineinhalb schlaflose (spätschlafene, dann wälzend beträumende) frühfrühlingsnächte vor der daheimlichen projektionsleinwand. (weitere, noch einmal alles anschauen müssende, müssen folgen.)

… schon interessant, dass einem genau jene geschichten am nächsten gehen, die man ohnehin gewissermaßen von innen kennt, man sich irgendwie diese geschichten am liebsten (am gebanntesten) anschaut, die einem kaum was neues sagen: keine einzelzutat scheint übertrieben, allerhöchstens die zusammenstellung wirkt ins theater verdichtet. aber vermutlich entsteht genau daraus diese unheimliche 1:1-abbildung der realität.

nein, ihr orf enterprise-abwiegelungsberichterstatter, das ist eben keine satire. braunschlag ist genauso außerirdisch wie die (eingebildeten bzw. vorgetäuschten) erscheinungen der außerirdischen in diesem alles andere als fiktiven ort am rande unserer tellerrandwelt.

brrr.

es ist wie beim immer wieder nachschnuppernmüssen von katerpisse: dieses – ohne jeden neuigkeitswert – sich immer wieder lustvoll ekelnde vergewissern, dass das scheißvieh (wirklich! – wirklich? – wirklich!) hierher gepisst hat. brrr … aaahh … brrr … aaahh … ∞

wir sind braunschlag. weil die katzen, die hauen wir nicht hinaus. sind ja so liebe und possierliche viecherl. und gibt es immer wieder so gutgrausliche sachen zum schnuppern durch sie. und durch uns. da braucht sich (wie bei jedem guten theater) keiner ausnehmen.

(das wird ein herbst.)

quantenoptisch?

alkoholisierter vorarlberger prallt gegen drei bäume
orfon

nanana, liebe orfonische praktikanten, jetzt tut ihr mir aber allzusehr daherflunkern! ich meine: zwei bäume zum hineinprallen, das wäre (vor allem aus alkoholoptischen duplikationsgründen) noch einigermaßen plausibel. aber gleich dreifache sicht: das glaub ich euch – selbst in unkenntnis des gesoffenen quantums – nicht!

(eine frage noch, nachgestellt: wann wirds denn so weit sein?)

(intelligent?) design

GOTT
am sa. 31. märz 2012
im design center linz
musikalisches highlight: dà©borah rosenkranz
eintritt frei • einlass ab 18 uhr
plakatankündigung, auslagenaffichiert (sauberland)
[linkverzicht]

oft ist es ja so: gott kommt – und keiner merkts, als wärs ein trauriger scherz.

verpasst.
verdammt?

(nicht gänzlich absprechen kann man herrn gott einen gewissen hang zum skurrilen.)

hellerwacht

um fünf, gleich um die ecke, kamen sie daher und luden die fuhre klimpernd auf die straße, die in den kommenden gut eineinhalb stunden verschaufelt werden sollten. es musste sich um einen sonderposten überzähliger klanghölzer (lediglich die oberen zwei oktaven) handeln, wie sie auch beim im (offenbar auch süd-) alpinen raum recht populären sog. hölzernen g’lachter verwendung finden. die schaufelgerippe indes lachten kaum, aber sie kommentierten ihre arbeit beständig, zwischendurch recht eruptiv, wie die hölzln eben daherkommen mochten.
an schlaf war die ganze zeit intensiv zu denken, senken auf sie tat er sich erst, nach einer recht geschickten intervention, gegen halb sieben.
dann wurde es heller.

willensvollstreckung, irgendwie demokratisch

mehrheit überzeugt: justiz schont politiker
orfon

nun, wenn es also gelungen ist, die mehrheit so überzeugend zu – äh – überzeugen, was bliebe der justiz also anderes übrig, als, tadellos demokratisch, unsere gewählten volksvertreter (und innen) glacà©behandschuht nur – äh – zu behandeln.
wo also wäre das problem?
(äh – gefällt mir)

postpepistisch

haarausfall ade? – forscher entdecken „glatzenenzym”
orfon (bebildert)

überall wachsen d’håår, åber nirgends a kåmm
nestroy zuzuschreiben

bitte wo läge das problem?, und – kompensation! – wo eine glatze (in der ihr eigenen art, nämlich e negatione), nunja, wuchs, waren auch die hut- oder mützenmacher nicht weit. ohja, der hut, welch wichtiges bekleidungskulturgut.
bedanken wir uns demütig bei den selbstlos gemachten filzgebenden nordaustralischen kaninchen und lassen wir doch die glatzen glatzen sein.
der wildwüchsig struppige rest indes frisiere sich weiterhin. oder lasse das an sich besorgen, in lienz etwa beim friseurbetrieb kmhaar.

Aquatel?

Im gesamten Hotelbereich fließt Granderwasser – denn das Wohlbefinden unserer Gäste ist uns ein Bedürfnis!
Werbeinformation, Tageszeitung, Seite 1

Biosaibling? Tentakel von glücklichen Quallen? Wie ist das werte Walbefinden heute?

Oder schon für Menschen? – Die schlafen im Hotel am Stephansplatz in naturkautschukernen Tauchanzügen (und -kleidern) in höchstqualitativen Wasserbetten, bepumpt von erstklassigen Wasseradern. Ganz ohne Krampf.

provokärnt

griffen rast
lokale behauptung (autobahnseitig)

aber glauben sie, dass da irgendwo ein organ stünde, die rasenden anzuhalten oder zumindest herunterzubremsen? – drinnen, am nebentisch saßen sie, gemütlich zu mittag, rastend.
um nichts eiliger, wenn auch nicht unentschlossen, griffen sie nach ihren dienstmützen und brachen, rastende, auf.

stellung

bischofskonferenz: „kirche bereit, sich der wahrheit zu stellen”
orfon

die wahrheit wird euch frei machen
bibelwort (joh 8,32)

nach der övp („tun, was notwendig ist.”) macht sichs auch ihre mutter kirche ein kleines bisschen zu leicht. weil spätestens seit (bzw. ins darob dankbare gedächtnis geholt von) quasiweiland kurt krenn wissen wir doch alle, dass eben diese wahrheit im unveräußerlichen (in ihrem schoße begackerten) besitz der kirche selbst steht (und liegt, auch), egal weroderwas von ihr berührt (oder befummelt) wurde oder wird per semper sempiternam.
ju-bi-la-te.

nachsatz: wahrheit, was wahrheit sei, jesus hats nicht gesagt, er hats gefragt (herrn pilatus), und obs eine rhetorische frage war, wer weiß?

composita nova

balkonschütze erschoss cobrahund
kernaussage

ob christian morgenstern auch an solcherartige neue bildungen, der natur vorgeschlagen gedacht hat (denken hat können)?
aber ein kobrahund, ist das nicht ein mungo? und was für ein balkon? wie hochdekolletiert dürfen wir uns den vorstellen im land der dirndln und buam?
kobrahund, fass!
alles erbebt.

teledesaster

ich kann mich gar nicht entscheiden, alles so schön bunt hier.
nina hagen

zapp zapp, der zapper
nach otto waalkes

im hotel. schwach geworden. nämlich: den fernseher (die glotze) ein-, also angeschaltet.
so muss es einem menschen gehen, der anlässlich eines begräbnisses nach vierzig jahren erstmals wieder in eine kirche samt gottesdienst kommt: warum reden die nicht mehr latein und warum geben sich die die hände und warum nehmen die die kommunion in die hand?
aber noch viel ärger.
nämlich selbst leute, die man kennt und von denen man eine gute meinung hat (weiterhin haben hätte wollen) – alles flacher als der flachste flachbildschirm.
aber noch viel ärger.
und nichts ist schrecklicher, als wenn wer witzig will sein.
es ist aber noch viel ärger.
so jetzt können sie nicht hernach sagen, man hätte sie nicht gewarnt.
gute nacht.*

* die fremden, das sind immer die anderen. man kann es aber auch selbst sein. nicht immer aber immer öfter.

bikini?

formel 1: mercedes arbeitet an problemzone
orfon

doppelkinn? achselnässe? orangenhaut? (pfirsich-? litschi-? okra-? haifisch-?)
ists die taille, schuppt sie sich gar?
verrats uns, mercedes! wir würden, ewig vorbildlich eifrige schüler, so gern mitarbeiten!

ausschreibung, zielgruppenkonform

wien bekommt „schulschwänz-beauftragten”
orfon, 19.3.2012

nicht ohne grund ging die meldung am hochfest des gepriesen fleißigen hl. josef (des arbeiters; gehörnt vom hl. geist) hinaus. die ausschreibung für den job soll dem vernehmen nach speziell von schülerinnen und schülern der unteren oberstufenklassen genaustens studiert werden. offenbar rechnen sich etliche, auch aufgrund amtlich belegter qualifikationen (klassenbuch!) gute chancen aus. auch die orte der ausübung des gewerbes gelten allgemein als durchaus attraktiv.
die stadtschulrätin kann aus einem breiten bewerberinnenkreis wählen.

namensgeschützt

leute: wolfgang ambros wird 60
orfon

in echt: wer hätte das für möglich gehalten? wo er sich doch vermutlich eher nicht ausschließlich von nektar und ambrosia ernährt, jugendliche göttlichkeit gewährende speisen und getränke.

aber sind wir nicht so: lasset uns also gratulieren, indem wir ihn dem (ewigen) frühlingsbeginn weihen! (die tropische sonne im bildhintergrund, sie sei per definitionem stets eine aufgehende!)

Oisooiswosrechtis

Da Gießhübl, da Puntigam und i
Gerhard Bronner, Der Papa wird’s schon richten (1958)

Elsner tanzte in Eden-Bar – Justiz überprüft Hafttauglichkeit
orfon (2012)

Der arme alte Mann, so spät, 2 Uhr 26 (ohne Dauerangabe des Tanzes*, vermutlich also ein Quickstep)! Also das ist bitteschön aber jetzt wirklich allzu frivol!, dürfen wir sich in paradiesisch sündenfrei geifernder Empörung baden.

…wobei, wer, dessen Hafttauglichkeit nicht erst extra nachgeprüft werden müsste, tanzt(e) nicht alles in der Eden? Oder saß. Neulich noch. In der Eden. Und reden (bis viertl-, hoiwa drei).

Singen tun die ja eher selten (dafür gibt’s Franco Andolfo).

* Nach dem Abfassen des Textes wurde – neben Korrektur der kolportierten Uhrzeit – diese Unbekannte dankenswerterweise vom Eintänzer aufgeklärt: eineinhalb Minuten (mithin – sagt’ ichs nicht? – ein Quickie).

überlebt!

salzburg: betrüger täuschte eigenen tod vor
orfon

wem?
sich selbst?
dem tod gar?

ostern naht.

Gewittermusik? (für Bodo Hell*)

Sommermusikakademie Oberschützen
Michael Hell, Cembalo
Robert Finster, Blockflöte
Sommermusikakademieankündigung, Oberschützen

(…)
wassersteif
granitweich
denkmaldumm
mariennackt
benzinfromm
distelglatt
scheuflüssig
teleskopblind
bordellkeusch
posaunenstumm
(…)
aus: ernst jandl, karwoche, ein turm (ostern 1957)

Spiel finster, Hell, blockflötenfinster!
… und du Finster, spiel hell, cem-ba-lo-hell!

* zu Deinem 69. Geburtstag am 15. März 2012

rewind/stop/cue

nach dem furchtbaren busunglück setzte man sich schnellstens zusammen, um sämtliche möglichen ursachen peinlichst ohne alle nutzlose emotion zu analysieren und in der folge alles aufs genaueste zu rekonstruieren. bei derart pragmatischen arbeiten war man in der schweiz weltspitze, und fast konnte man den eindruck gewinnen, wenn sie die letzten unwägbarkeiten wägbar gemacht haben würden (sie würden!), dass sie selbst keinerlei zweifel hegten, den katastrophenfilm verkehrt abzuspulen zu vermögen, ihn dann standbildgleich anzuhalten und in der folge den bus an jeder ankrachwand frame/für/frame vorbei zu trimmen, sodass nie etwas geschehen sein würde.
am cern, indes, war man noch nicht ganz so weit, und wäre es doch letztlich ein allzu monströser versuch. ein versuchen, von dem abzusehen derweil noch letzte pietätsreste geboten.

Helenenfromm

Wulff: Abschied mit Zitat von Wilhelm Busch
orfon

…aber bitte welches? Weil es kommt sowieso immer anders als man denkt. Eine kurze Blütenlese – beschränken wir uns auf Die fromme Helene:

Ach, die sittenlose Presse
Tut sie nicht in früher Stund

All die sündlichen Exzesse
Schon den Bürgersleuten kund?!

(1. Kapitel)

Ich warne dich als Mensch und Christ:
Oh, hüte dich vor allem Bösen!

Es macht Pläsier, wenn man es ist,
Es macht Verdruss, wenn man’s gewesen!

(2. Kapitel)

Da geht es klirr! und klipp! und klapp!
Und auch der Onkel kriegt was ab.

(3. Kapitel)

Und ach! Wie ist es hierzuland
Doch jetzt so schrecklich anigant!

(5. Kapitel)

Es ist zu spät! – drum stantepeh
Pack deine Sachen! – So! – Ade!

(6. Kapitel)

Freilich oft, wenn man auch möchte,
Findet sich nicht gleich der Rechte

(7. Kapitel)

Wie lieb und luftig perlt die Blase
Der Witwe Klicko in dem Glase.

(9. Kapitel)

Dieses ist ein schwierig‘ Kapitel;
Da helfen allein die geistlichen Mittel!

(11. Kapitel)

Und – kracks! Es dringt der scharfe Schlag
Bis tief in das Gedankenfach.

(14. Kapitel)

Trödelkram der Eitelkeit,
Fort, und sei der Glut geweiht!

O wie lieblich sind die Schuhe
Demutsvoller Seelenruhe!

(15. Kapitel)

Es ist ein Brauch von alters her:
Wer Sorgen hat, hat auch Likör!

(16. Kapitel)

Schon wartet an des Hauses Schlote
Der Unterwelt geschwänzter Bote.

(17. Kapitel)

Das Gute – dieser Satz steht fest
Ist stets das Böse, was man lässt.

(18. Kapitel)

Zuletzt also das moralisch so wertvolle Schlusswort des Onkels – undaber wer wollte denn da onkeliger sein als der Onkel…

wolkenabkratzsüchtig?

verwirrte us-stewardess kündigt per durchsage absturz an
(…)
letztlich übergaben fluggäste der polizei die offenbar verwirrte stewardess. das flugzeug hob mit eineinhalb stunden verspätung in richtung chicago ab, nachdem die gesamte mannschaft ausgewechselt wurde.

orfon

ob auch (konsequenterweise) das publikum (also die passagiere) ausgetauscht wurden und wo das aeroplan bzw. ob es überhaupt ordnungsgemäß unversehrt irgendwo angekommen ist (also am richtigen ort und mit ausgefahrenem fahrwerk unten auf einer flugplatzpiste in längsrichtung aufsetzend und ohne irgendwo auch nicht ein kleinwenig anzuecken ausrollend), diese information wird uns unterschlagen.
ich möchte noch viel mehr wissen:

eingewacht

einigermaßen verdutzt schlug er zehn sekunden vor dem losgehen des weckers die augen auf. er war – wie immer, diesmal aber speziell – verwirrt, hatte er doch – offenbar, aber so sicher war das gerade nicht – geträumt, dass er nach dem letzten, morgenlatten harnlassgang nicht mehr einschlafen hatte können. wie also konnte er die im traum verzweifelt offengehaltenen augen noch einmal aufmachen, wie von diesem unschlaf aufwachen?
wir geben zurück in den traum:

Wipfelschnitt, fürs Erste

Albanien startet mit Privatisierung der Wälder
orfon

Topfpflanzen, bitte, geht’s spazier’n
Josef Hader

Merke: Privatisierungsvorgänge haben immer von oben nach unten zu erfolgen. Also bitte erst zuletzt (wenn allen Einzelnen alles Einzelne gehört – sowas nennt man doch Privatisierung, oder?) den Wurzelstock, ja?

größer denken (2)

grüne kämpfen für ein atomfreies europa
regionalinformationsmediumsüberschrift (tips)

man arbeite, so stellte er sich als gewohnheitsmäßig selbstdenkender leser (nicht gerade zielgruppenelement just dieses mediums) vor, an einem europa der moleküle. (politisch, zumindest.)
dummsprech.

größer denken (1)

tun, was notwendig ist.
aha-information, övp

nämlich auf unsereins hat man in der schule und in sonstigen ehrwürdigen aus- und einbildungsinstitutionen derart eingewirkt, wir mögen doch ein ethos entwickeln, das sich nicht mit dem notwendigsten zufrieden gebe. es gelte, größer zu denken.

alles gelogen.

unbeirrt, millionenfach

fliegen immer sicherer
orfon

… wohingegen stechmücken verschiedenster art zunehmenden bedrohungen ausgesetzt seien. man könne daher nichts anderes tun, als auf einen feuchtwarmen frühsommer zu hoffen. darüber allerdings schon im märz seriöse prognosen abzugeben, sei leider verfrüht. aber die hoffnung stürbe zuletzt (nach dem letzten absturz der letzten gelse, zumindest).

schildaschlau

pri.* massivhaus
firmengeländeeinfahrtsaufschrift, garsten, gewerbepark

jetzt neu: innen hohl! (fensteröffnungen gegen minimale aufpreispauschale)
postkonkursische neo-produktlinie, erfolgverheißend (vorschlag)

man kann aber auch, ist einmal alles lückenlos herausgeschält, das licht ins innere tragen. mit gut dichtenden eimern. wenn man schlau ist.

*kompl. name d. red. bek.

magdalamarkt?

flohmarkt für selbstverkäufer
pfarrplakat, fastenzeit

jetzt, streng katholisch, selbstverkäufer, wie dürfen wir uns das konkret vorstellen müssen? und würdet ihr, bäte man euch darum, auch um verbesserte hygienebedingungen in der vorösterlichen bußzeit beten?

verdi, vermutlich giacomo

(…) der liedermacher, der unter anderem mit seiner bearbeitung der verdi-oper „tosca” „tosca: amore disperato” öfters in österreich aufgetreten war, (…)
letzte meldung, orfon

unerhört, was für verdiopern noch der entdeckenden würdigung, auch im original, bedürfen. wir dürfen gespannt sein.
bleibt noch die frage, wann denn wirklich die letzte meldung von orfon (und ihrem diese sub-redaktion tragenden praktikantenstab) erscheinen wird. vermutlich aber wird man sich hernach nach diesem guten alten niveau zurücksehnen, wo man auch bei uns noch einen lucio dalla von karl dall unterscheiden konnte.

traumhaftung

halt! stopp! nein! – dieser traum sei nun allerdings wirklich allzu unplausibel, letztlich völlig unglaubwürdig, er wolle ihn zurückgeben – na gut, dann wenigstens umtauschen – nun gut, ein gutschein tuts auch, wie lange ist der gültig?

aber ernst

völlig unerwartet war der freund gestorben, im wüstensand, am aschermittwoch. das begräbnis war am schalttag bei idealtypischem schalttagwetter (schalttagwetter, wie sollte man sich das vorstellen?). vorher, feuchtkühl war es, ging er zum aufwärmen ins gasthaus, sämtlichen (nicht nur religiösen) buß- und läuterungszeiten hohnspottend hieß es ganzjährig fasching.

an diesem ort hatte man, so ergab eine kurze recherche am dorffriedhof, den fasching zuletzt 1995 eingegraben. ernst hat er geheißen. ob sie (die pierbacher) ihn vorher verbrannt haben, war in der kürze der zeit (die uns letztlich allen nur zugemessen ist) nicht eruierbar.
(einen hund begraben konnte er nicht finden. es wäre zu schön gewesen. dafür aber war der anlass nun ein allzu trauriger.)

dietätisch korrekt

das beste sitzt unter der haut
loriot

beim schälen und aufschneiden des kiwis (der frucht – es handelte sich um die zubereitung des frühstücks) versuchte er, wie stets, nahrungsmittel- und ernährungsadäquat vorzugehen. im ohr tauchten mit einemmal sämtliche ernährungsberatenden unterweisungen der kindheit auf, nein apfelabschälen, wo kämen wir da hin, wo glaubst du sind die vitamine? bei kiwis waren diese jeden gesunden appetit austreibenden erwachsenen besseresserwissereien ausgeblieben, schlicht nur deshalb, weil man noch keine kannte (auch den vogel nicht). er stellte sich die bedauernswerten kinder neuseelands vor. es blieb eine frage: was machte man sinnvollerweise mit dem weißlichen, am astanzapfstück nahezu holzigen strunk in der mitte der frucht?
beim nächsten mal würde er aber wirklich kosten, ob es dort am süßesten schmeckt. könnte ja sein, wenn es auch wirklich nicht gerade unter der haut war.

p.s.: gäbe es in oberösterreich eine kiwisaison und beim billa ein zehnlitereimervollmachangebot, so könnte man es mit dem slogan a küwi kibi (man beachte die konsonantenverschiebung) treffsicher bewerben.

so können sie gewinnen

ganz besonders freut uns, dass der gewinner des ersten preises, herr norbert kaufmann, in imbiss – buffets – fast food macht*. oder er macht, vom gewinn seines traumpreises ermutigt, ab sofort in diesem hochlöblichen, alle geschmäcker verstärkenden gewerbe. so oder so wird er den ersten preis des winter-preisrätsels (die lösung war ›atomstromfrei‹), seine noch völlig unversiffte heißluftfritteuse, bestens gebrauchen können. da hat fortuna wieder einmal die richtige wahl getroffen.
wie sehr das auch bei der gewinnerin des zweiten preises zutrifft (frau helga höllinger erhält einen trainingscomputer; die lösung lautete ebenfalls ›atomstromfrei‹), kann nur vermutet und – gehofft werden.

energie-ag, 2012

das neue rätsel (das frühlings-preisrätsel) der ausgabe 1/2012 der energie-ag-zeitschrift energie-ag-aktuell ist diesmal ganz besonders knifflig, und sind auch ganz besonders attraktive, ja: verführerische preise ausgelobt: 1) 1 tassimo multi-getränke-automat. 2) 2 (in worten: zwei!) eierkocher.
(die weiteren preise dürften je eine jahresration wickie, slime & paiper sein.)

*) seriös recherchiert!

fasten auf vegetarisch

abermals richtete er sein augenmerk auf den billigbüchertisch: links oben die fastenfibel (rechts unten die mängelbibel). da fiel ihm ein, dass er unlängst (es war winterweiß) auf dem weg zum hausberg bei einem der in dieser region besonders beliebten mostbauern vorbeigekommen war, da stand dieses schild, sollte jausenwütiges wandervolk anlocken, mit der etwas merkwürdigen aufschrift:

merkwürdig reziprokes fastengebot, dachte er sich. aber zweifellos mehrheitsfähig. arme wochentagsvegetarier.

Abgelaufen, jedoch einwandfrei

Steyr, Stadtplatz, Buchhandlung Ennsthaler. Der finstere Gang ins Hinterhaus, wo einem auch widerfahren kann, verhaftet zu werden. Da stehen die Tische mit den Sonderangeboten: Billig gemachtes, mit einem Filzstiftstrich über den Buchrücken, zum Abstoßen von Ladenhütern nicht nur in den beliebten Weißen Buchwochen. ins Auge fällt, eingebettet von verbilligten Fasten- und Bewerbungsfibeln, eine Bibel, die für den liturgischen Gebrauch der römisch-katholischen Kirche verbindliche Einheitsübersetzung, Altes und Neues Testament. statt € 10,20 nur noch € 4,95. Und am Buchrücken draufgestempelt das Verdikt Mängelexemplar.

Jetzt, wie sollen wir das verstehen müssen? Und warum ist links vom großen Bewerbungsbuch die Fläche am Tisch im Ausmaß von genau einem Buch frei geblieben? Hat da früher etwa ein anders konfessionelles Hl. Buch gelegen, Mängelexemplar gleichermaßen? Wer riet den freundlichen Mitarbeiterinnen dazu, dieses Buch besser wieder vom Tische zu nehmen? Gab es gar bereits Terrordrohungen?

So sieht man, wohin die Macht unsrer Hl. Kirche geschwunden ist. Vielleicht sollten sie dringend anfangen, wieder mehr und jedenfalls effizienter zu drohen. Wer sich fürchtet vorm fürchtet euch nicht, ist besser schafisch zu scheren. Oder zu schlachten.

lighthell

klotzen nicht kleckern hatte die devise gelautet bei renovierung und zubau der pfarrkirche der hanglagigen landgemeinde, die doch dem stift, dem es zugeordnet war, zwei äbte in schwerer zeit geschenkt hatte, edelste materialen allüberall, dazu dieser zubau, der darauf schließen lassen wollte, dass das gotteshaus auch heutzutage von kirchgängern nur so gestürmt würde, voll aus lauter frommer pietät. wieder einmal aber haperte es bei der versorgung mit mitteln für den laufenden betrieb, sodass in den tadellosen leuchtkörpern, wie auch in jenen der berggasthäuser der umgebung diese ihre stimmungsmachvergeblichkeit auch in unaktiviertem zustand gleichermaßen frostig ausströmenden, unsinnlichen kaltlichttauchsieder ihr gnadenlos festverschraubtes dasein fristeten.

bereitet

weltmeisterschaft der tierpräparatoren in salzburg

orfon

der wal vollzieht den liebsakt
zumeist im wasser. und stets nackt.
robert gernhardt

von überall kommen sie her, die präparierenden toren. als wettbewerbsfluidum gezogen – and the winner is – : bernstein! freuen wir uns auf die weltmeisterlichen mammuts und vizeweltmeisterlichen wollnashörner und bronzemedailledekorierten anophelesmücken vor den toren der festspielstadt.
(der nächste internationale wettbewerb findet in zwei jahren in und vor neuseeland statt.)

möglicherweise sehr aromatisch

chili und lavendel wirken sättigend
wissen aktuell, radio österreich 1

ein konkretes rezept habe das dieses herausgefunden habende labor allerdings noch nicht parat, berichten uns die leute aus der wissenschaftsreduktion. jetzt sind die üblichen verdächtigen spitzenköche dringend gefragt. na, herr mörwald, wie wärs mit einem lavendlmäcchili®?
… für mich nicht, danke, ich kann wirklich nicht mehr.

zirkelschluss, nachgesatzt

63 prozent der österreicher planen zur fastenzeit „gar nichts”. das ergab eine aktuelle umfrage. immerhin mindestens jeder dritte (37 prozent) hat aber gute vorsätze.
orfon

die vorsätze stehen im nachsatz. sowas nennt man österreichisch.

der vorsatz: [63 prozent … umfrage.]
der nachsatz: [immerhin … vorsätze.]

ein bisserl mehr dazu in oesterreich.orf.at (linkverzicht; es ist genug)

mitspielen inklusive

und dann, als sie schon das licht abgeschaltet hatten – müde waren sie beide, sehr müde – sprudelte es plötzlich aus ihm heraus, der film, den man eben mit großem vergnügen und lebhaft kommentierend angesehen hatte, assoziativ dazupassende tageserlebnisse, mutmaßungen über die anstehenden aktivitäten der nächsten tage, körperliche eigenwahrnehmungen nach dem eben jeweils alternierend eingehaltenen fasttag: alles zusammen warf er noch schnell in die nun wohl überquellende, ja, kommunizierende traumtrommel. das spiel konnte beginnen, mit einem wort: bitte halt endlich den mund, gehtschon, film ab!

bibliotheken

opernball. die augenbrauen des bundespräsidenten sprachen bände.

glück, hochfliegend

in micheldorf (oberösterreich) hat ein gleitschirmflieger gestern bei einem unfall ziemliches glück gehabt. der mann flog direkt in einen wald und blieb dort in einer höhe von zwölf metern hängen.
orfon

die frage: darf man das nun einen zwölfer (zu hundert prozent erfolgreich ausgefüllter totoschein) oder (vermutlich zutreffender, der finalität wegen) einen zwölfender nennen?. und ein zwölfender, das ist allerdings ein großes glück, für einen jäger zum beispiel oder für eine hirschkuh, wenns paarungsmäßig wirklich für beide passt, was wir bitteschön schon hoffen wollen.

idee suffixe

steyr-gleink, peripheres eingemeindungsdorf. äußerst beliebt, das postwirt genannte landgasthaus zur post. und wirklich, der wirt befindet sich gegenüber der – nunmehr ehemaligen – post. um korrekt zu bleiben, wäre die umbenennung überfällig: gasthaus zur postpartnerin. diese genderly correkte form würde zudem erlauben, bei drucksorten lediglich, gerne originell schräg, den zeitgemäßen suffix -partnerin anzuhängen.
neben dem postpartnerwirt: der bildungspark, die neue adresse für erwachsenen- und jugendausbildung. unmittelbar davor, geschützt vom nur berechtigten einlass gewährenden schranken: der bildungsparkplatz.

akut herangereift

richter in steyr krankenhausreif geschlagen
orfon

da kommt also ein richter zum amtshandeln. ins spital, psychiatrierungsentscheidung. aber wenn er doch schon dort ist, muss man ihn doch nicht noch dafür zurechtprügeln!
die frage wäre zu ergänzen, ob man fürderhin auch klinikpersonal – von der stationshilfspflegerin bis zum primararzt – derart zur berufsreife bringen wird.
ein anfang wäre gesetzt.

in the dutch mountains

niederländischer prinz von lawine verschüttet
orfon

österreichische bergsteigerin vom deich gespült
revanche

wäre jede/r daheimgeblieben, wäre nichts passiert. aber so ist halt immer. wie sagt pascal sinngemäß: in dem moment, wo man sein zimmer verlässt, gerät man in schwierigkeiten. – lasset uns also das unglück daheim lassen, im trauten heim, und behelligen wir die welt nicht weiter damit. (dies auch der ansich sympathischen bergsteigerin im schwarzwald.)

plus ultra!

die grundschwäche des menschen besteht nicht etwa darin, daß er nicht siegen, sondern daß er den sieg nicht ausnutzen kann. die jugend besiegt alles, den urtrug, die versteckteste teufelei, aber es ist niemand da der den sieg auffangen könnte, lebendig machen könnte, denn dann ist auch schon die jugend vorüber. das alter wagt an den sieg nicht mehr zu rühren und die neue jugend, gequält von dem gleicheinsetzenden neuen angriff, will ihren eigenen sieg. so wird der teufel zwar immerfort besiegt, aber niemals vernichtet.
franz kafka (nachlass, 1918-1922)

14-jährige salzburgerin trank bis zur bewusstlosigkeit
orfon

andere, immer noch jüngere (bevorzugt mädchen), umsegeln heutzutage ganz allein die erdkugel, oder (buben) sie besteigen alle sieben berge (was hinter ihnen liegt, davon weiß das märchen). nun, in diesem etwas bodenständigeren genre, hat also selbst so ein unverbrauchtes ding nicht die grenze zu überschreiten vermocht, an der die menschheit und, mit besonderem, bewundernswerten eifer, eben die so hoffnungsfroh forschende heimische jugend so hart dringend dran ist, nämlich die, darüber hinaus noch weiter machen zu können.
wir älteren schaffen das nicht mehr, also bitte, ihr jungen dinger: bleibt dran!

abstoßend

leitl: griechenland soll inseln verkaufen
wohlmeinender rat

die die weltherrschaft anstrebenden jamesbondbösewichte sind eh dauernd auf der suche nach geeigneten zentralen des bösen. zur tarnung errichten sie dann auf den in matura islands umzubenennenden eilanden all inclusive feriencamps. in wirklichkeit aber wird dort am bösen gebrütet, mit geheimem unterwasserhafen, riesenlaserteleskopantennen und privater raketenabschussrampe. ein paar animateursjobs sind grad noch frei.
und wenns für österreich eng wird, stoßen wir den wörthersee ab. samt pyramidenkogel.
(achja: an die türkei sollen sie sie verkaufen, die inseln, die griechen. dann geht also der wörthersee samt raketenabschussrampe an slowenien. soweit kommts nämlich noch.)

sandlerakademie?

kälte: wiener schule für obdachlose geöffnet
orfon

nach der (musikalischen) ersten und zweiten (=neuen) wiener schule, der wiener schule des phantastischen realismus und auch anderen (psychoanalyse…) nun also eine eigene, wohl ebenso stilbildende für die obdachlosen. schön, dass sie grad bei den tiefen februartemperaturen ihre tore geöffnet hat. und hoffentlich (es kühlt so schnell aus) machen sie zwischendurch auch rasch wieder zu, sonst ziehts und das wäre ungut, nicht nur für die professoren. unter der brücke.

wirklich war

(mime:) drum mit dem schwert,
was so scharf du schufst,
hau‘ ich dem kind den kopf erst ab:
dann hab‘ ich mir ruh und auch den ring!
(siegfried:) im schlafe willst du mich morden?
(mime:) was möcht ich? sagt‘ ich denn das?
ich will dem kind nur den kopf abhaun!

richard wagner, siegfried

karlheinz grasser bestätigt vorwürfe auf der ganzen linie
nachwahrheitsdrogeneinnehmliche aussage, unschuldsvermutlich

… das wär‘ einmal etwas! er wäche auf und fände so eine situation vor wie (der nicht allzu bedauernswerte) mime zum ende des zweiten aufzugs, uijegerl bzw.: ojemime.

nicht nichts

er persönlich unterstütze ja diese abnehmemethode von herzen und deshalb sei er auch – um stets alle aktuellen informationen über ihre aktivitäten zu erhalten – der einschlägigen interessen-, ja: freundesgruppe im virtualraum beigetreten, gefällt mir.
ja, wirklich, einen tag essen und einen tag nichts essen, gar nichts, nur trinken, und da allerhöchstens kaffee und tee und wasser und was es sonst noch kalorienfrei flüssiges gab. jaja, er habe auch gehört, dass man damit nachhaltig und selbst während der diät wohltuend unleidend, jajaja sogar endorphinisch euphorisiert über die zeit und von den kilos komme. jajajaja, er glaube das schon auch, felsenfest, sei völlig überzeugt davon, und, jajajajajanatürlich, er hatte schon angefangen, es auch einmal selber, am eigenen laib, versuchen wollen, und tatsächlich, mit dem ersten tag habe er keinerlei nennenswerten probleme gehabt. schwierig und umgehend abzubrechen war es allerdings mit dem zweiten tag geworden.
und gab es ja noch so viele andere möglichkeiten, die möglicherweise sicherlich noch besser funktionieren könnten. man würde auch diese vorsätze bequem vom bildschirm aus genauestens mitverfolgen können, das wäre durchzuhalten, daran konnte überhaupt kein zweifel bestehen.

whodunit

schispringen: schlierenzauer macht weltcup zum krimi
orfon

wenn wir nun alle spuren (es sind ihrer je zwei) und die weiteren indizien zusammenzählen und (wichtig: richtig!) kombinieren, ist es ein kinderspiel zu erraten, wers war.
und hernach haben wir es eh alle längstschon gewusst.
(stimmt.)

wettergott

… das war das wetter von daniel schrott
radio österreich 1

also der! aber jedenfalls gut, wenn sich endlich einer dazu bekennt. (sagen wir: ein schritt in die richtige richtung.) ob er aber auch – bei dem heutigen anstandsverfall – die verantwortung zu übernehmen und allfällig (eig.: gefälligst!) zurückzutreten bereit ist: dafür gibt es bislang keine anzeichen.

dranglichst

österreicher übersetzt altirischen zauberspruch
orfon

(lass es fließen wie ein kamel)

… gern geschehen, danke vielmals, lasset es nun also ruhig fließen, ihr lieben iren. aber bitte, liebe iren, schickt uns doch per compensatione ein paar von euern zauberspruchübersetzern: man bräuchte sie dringendst in diesem verstopften (und darob zunehmend hartleibigen) land.

… und demnächst?

zuletzt wütete die beiden an derselben stelle durch das zeitlose material.
der standard (flu), 1.2.2012

zuletzt zeitlos zullende: daf.
es bleibet das enigma: wütete.
flu: klär auf!

durchtrieben

bisher schweigen die vier kupferdiebe im verhör laut polizei eisern.
orfon

bilden wir also folgende begriffspaare:
1) schweigen – laut
2) kupferdiebe – eisern

was das an konsekutiven aufsätzen zeitigen hätte können! leider aber haben die praktikanten von orfon in der weiteren berichterstattung arg ausgelassen. (vielleicht hat ja wo wer die für ihre friktionsfreie übermittlung benötigten buntmetallenen datenkanäle rechtsfrei reduziert.)

danke gut

steirische experten haben eine schlaganfall-app entwickelt. diese applikation kann auf smartphones geladen und bei bedarf abgerufen werden.
orfon

das wird der renner der saison: wer hat noch nicht, wer will noch mal? erhoben werden aber sollte schon auch der bedarf an schlaganfällen in der steiermark. mit gut zweitausend jährlich wären die eh gut versorgt, grübelt der medizinische laie.

zergessen

haben sie auch nichts vergessen?
bildschirminsert, railjet, öbb

tu quoque, mi fili?
sueton, cà¦sar

wieso? wer hat denn sonst noch nichts vergessen? und: hättest du etwas vergessen, woher solltest du denn das, wo doch vergessen, wissen? du merkst es immer erst nachher, dass du, wenn du etwas (oder jemand) vergessen hast, etwas (oder jemand) vergessen hast. und, schulgeschult, wer würde das denn auch je zugeben wollen? (etwa, um ein beispiel mitten aus dem leben zu nehmen, vergessen zu haben, entgegen den gegen die gewohnheit vorgefassten entschluss – er war beileibe nicht leicht gefallen – zuerst den rechten socken, dann das unterleiberl, hierauf die unterhose undsoweiter und, ganz zuletzt erst, den rechten, nein – da haben wirs! – den linken socken anzuziehen.)
wer es fassen kann, der fasse es und tue oder vergesse desgleichen. auch oder auch nicht. ja, sie auch!

ecce!

polizei findet john travoltas gestohlenen mercedes
orfon

bertl mütter findet verloren geglaubten fahrradhelm
nachricht, abholbereit

promisein, das sei eine obszöne krankheit, hat einer ihrer guten unlängst gesagt. wie es aber ihren besitztümern damit ergeht, darum schert sich wieder einmal keiner. brechen wir eine lanze für die (ich vermute) staatlich-kalifornischen ordnungsstifter.

rewindig

lidl ruft dosen-champignons zurück
orfon

kehr um, kehr um!
wilhelm müller

kommet her zu mir
die ihr mühselig und beladen seid
spricht der herr
das große buch vom kleinen oliver

allen champignons (und nicht nur diesen) wird zugerufen: zurück in die dose! das geht aber, sind wir sich ehrlich, nur schwer bis, swse, gar nicht. ebensowenig, leider, für bächlein (die es einem nicht einmal ermöglichen, wenn man an ihr ufer gelangt, zu warten, bis sie fertig geflossen sind, um sie, eh gleich hernach, zu über- bzw. durchqueren).

tut mir wirklich recht leid. aber wir bleiben dran. und wünschen allen viel glück.

oben durch

schnee: bahnverkehr über arlberg eingestellt
letzte meldung, orfon

und nicht einmal die ausweichroute, unten durch, konnten sie fahren, weil es ihnen überall hineingeschneit hat.
was wir vermissen, sind berichte vom schneeberg. (aber dort haben sie keinen tunnel.) (auch nicht drüber.)

kompetition

gib’s auf!
franz kafka

wir sind leider nicht mehr das bessere deutschland,
sondern deutschland ist das bessere österreich
und darum müssen wir unsere aufgaben machen
(stets aktuelle) einschätzung der lage

wenn wir nur wüssten, was für aufgaben aufgegeben wurden! immer wichtig aber in diesem land: brav sein, nur nicht auffallen. (außer dort, wo wir das bessere deutschland sind.)

nicht kitzlos

die abfahrt steht auf wackeligen beinen
einstellung auf das allerschlimmste, kitzbühel 2012

die hoffnung hängt
trauriger beiseitespruch des herrn adi über seinen diener wolfgang, wien 1982

nun galt es also, stand- und spielbein zu aktivieren, undzwar dynamisch zu aktivieren: kein wackelichtes stehen, kein humpeln, kein (einzig am hausberg erwünschtes) hängen.
man hoffte weiter und letztlich, herkulisch, war es doch noch gelungen, den schnee aus der streif zu räumen und man konnte, wenn auch verkürzt, abfahren.

wia wegggrengd (wirr w.)

hahnenkamm abgesagt
katastropheninformation, letztlich voreilig befürchtet

die dicke wird dünner
günter hujara, renndirektor

das war doch eine gute nachricht am morgen nach dem ersten fasttag, die ihn stolzgeschwellt gleichwie unverschwollen in seinen ersten, den einesstag gehen ließ.
aber klar, schnee würde auch noch kommen, der dicke schnee, dicker und fester würde der werden. er, vorerst, nimmer. das wasser, es würde auch ihm helfen beim dünnerwerden.
und, soviel war auch klar: ohne rennen keine stürze. nicht in eine pfütze. (schneepfützen?)

von draußen

marokko: meteorit kam vom mars
orfon

mein onkel (hansi) kam (mit der maschà­n) aus rüsselsheim. (auch weit her.)

weltgewichtig nichtig

einige der weltweit wichtigsten internetseiten erscheinen heute nicht
radio österreich 1, 18.1.2012

was für ein langer mittwoch! viertelstündlich – bis auch in kalifornien die mitternacht verstrichen war – vergewisserte er sich, dass alles ordnungsgemäß ablief. und, ja, entwarnung, er war noch einmal davongekommen.
oder war die eigene seite doch nicht ganz so weltbedeutend?
hmmmm.

zuwachs, hypervirtuell

halbe milliarde chinesen im internet
orfon

da kommen dann noch die im jahre 2010 exaktest gezählten 1.339.724.852 bewohner des festlands dazu, weiters taiwan mit seinen über 23 millionen. und da reden wir noch gar nicht von den die welt saumaisennetzgleich umspannenden restaurants mit ihren (zumeist mehr als ein kind-) familienbetrieben.
… esst mehr pizza! (kann man auch im internet bestellen)

schneebergung

stimme (von oben): ist gerettet!
mephistopeles (zu faust): her zu mir!
johann wolfgang goethe

schneeberg: wanderer ohne handschuhe und hauben gerettet
orfon

also mit bloßen händen! wer sagt da nicht hut bzw. haube ab vor den gleichwohl ansich nicht ausreichend ausgerüsteten schneebergrettern? (ob unter solchen umständen die wundersame errettung tatsächlich mit rechten dingen zugegangen sein mag? – s.o.)

Alarm

http://images.derstandard.at/t/12/2009/12/29/1259370113903.jpg
Dietmar Brehm

Ein 15-jähriger Schüler und sein 23-jähriger Bruder haben die burgenländischen Blaulichtorganisationen mit insgesamt 1.330 Scherzanrufen terrorisiert. Als Motiv gaben sie laut Polizei Langeweile an.
orfon

1) Vermutlich wäre ihnen eh bald fad geworden.

2) Hätte die Polizei den Notruf, sagen wir, 666, wer weiß, möglicherweise hätte man uns von 666 oder 6660 oder sonst einer im Zusammenhang mit diesen Ziffern stehenden Gesamtanrufzahl berichtet. Jedenfalls alles genauestens nachgezählt, darauf können wir sich verlassen.

frischfisch, dativisch

wie lange es wohl noch zeitgeistgemäß sein mag? – schwimming suschi (eig. saschimi), das ist es doch, was beutefische raubfischen sind. – … wer frisst den lachs?

essai permanent

es ist nämlich immer alles nur eine probe fürs eigentliche. aber das eigentliche passiert ja immer, also: gradjetzt.
das wolln wir doch probiern!

erl- (von erlösung)

satt, längst übersatt am leben, an das sie sich seit jahrzehnten knochigen griffs geklammert hatte, wurde sie zuletzt doch aus ihm erlöst. routiniert-freundlich gedämpftes beileid von den auf der warteliste nächsten.
endlich aus. das (& nichts weiter!) wäre erlösung.

pfffhhh!

ihr konto hat vor auszuatmen. um aktiv zu bleiben, klicken sie bitte die verbindung unten, und folgen sie den versorgten schritten.
(…)
danken sie ihnen, erste bank und sparkasse.

geschäftsanbahnungsversuchung (eingelangt via email)

eilig, nicht jedoch übertrieben hektisch klikkte er die verbindung unten, den versorgten schrittend peinlichst folgend. dann atmete er, unhörbar, ein. gerettet.
wichtig zu allen zeiten war unbedingte aktivität.

entscheidungsgefragt

ja
(garnichtso) aufsässige konsumentenantwort

(die frage lautete: haben sie eine schuhgröße?)
(eine weitere antwort bleibe ihnen erspart.)

autodafà©, skialpin (2)

hexen, bis aufs blut gequält
beliebter horrorfilm (1969)

unterwäsche wird zum reizthema … im mittelpunkt steht weiter die vermeintlich nicht regelkonforme unterwäsche von tina maze.
orfon

den herren wird, so der fis-rennsportdirektor, dringend von einer verwendung der gleichen unterwäsche abgeraten. die gefahr, plastifiziert zu werden, sei zu groß, man wolle nachträglich auszusprechende disqualifizierungen vermeiden. und mit den hormonen wird ja auch schon so viel schindluder getrieben, damit das auch einmal gesagt ist. den herren also nur regelkonforme unterwäsche!
wintersportler, bis aufs blut gequält.

autodafà©, skialpin (1)

schild brennt auf lieblingsberg
orfon

denn alles was entsteht
ist wert, dass es zugrunde geht

johann wolfgang goethe a/k/a mephistopheles

da wünschen wir ihm bzw. ihr aber alles gute und wollen zudem geloben, nie vergessen zu wollen, dass, was auch immer es sei (selbst schnee), dereinst zu asche zerfällt.

heimkehrtrauma

da hatte man sich eine tadellose eigenhauttrophäe angesonnt, versuchte gleichwohl bei der fähre die wartenden neuurlauber nicht zu provozieren und stieg demnach so bleich dreinschauend wie möglich aufs zwischenfesteiland, es blieb aber doch noch eine gute restportion winterwärmerholung, die man schließlich aus der charterflugdose mit hinaus in die jännerkälte würde nehmen können, da widerfuhr ihnen ein heimtückischer doppelschlag ungeahnter brutalität: zeitgleich mit dem ausgeteilten esszwang undefinierter art startete die im bordmagazin als heimflugfilm angekündigte zwangsvorstellung. tom hanks und julia roberts. alles vorbei.
bang, als wäre ihnen der gesamte urlaub im schnellen rücklauf hinausgespult worden, stiegen sie aus. der erste weg daheim, er würde, mit gebleckten zahnreihen, ins reisebüro führen.
perfide werbepsychologie.

umbruchumzug

leoparden brechen in den tempel ein und saufen die opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen und es wird ein teil der ceremonie.
franz kafka

playa de santiago. am vorabend des dreikönigsfests schiebt sich, von der blaulichternden guardia civil eskortiert, der festzug die avenida maritima in richtung hafen. ganz vorne tanzen wie grimmig zwei als fluchderkaribische freibeuter verkleidete feuerspucker. dahinter, abwechselnd jingle bells und oh, when the saints guggemusiggleich mehr de- denn intonierend, die örtliche banda musical. vor dem gemeindepeugot, von dessen ladefläche die drei könige (der mohr mit eindeutigem abschminkvorteil) samt ca. vier weibliche christteenager zuckerwerk ins mauloffene volk werfen, watscheln noch, als die paare des abends, mickey mouse und minnie, sowie donald mit seiner daisy. so also vergisst der gomero im ausgelassenen feiern seinen harten arbeitsalltag.
du musst kein ethnologe sein, um nicht erkennen können zu müssen, dass es wieder einmal ein stattgehabter paradigmenwechsel geschafft hat, sich im kult abzubilden.

Sittlich einwandfrei

Am Aussteigerstrand: das nicht unüppige Bikinioberteil als Tattoo, Bzw. das nicht unüppige Tattoo als Bikinioberteil: Hält ein Leben lang – die Farbe, eher denn die Form.

(Erinnern wir uns des unauslöschlich roteohrenmachenden Supertrampcovers.)

wechseltierchen

die barbapapas, wirbellose riesenamöben, aber mit rückgrat. reziprok, rückgratlos wirbelig, das gibt es öfter. zeitgemäßes role model, anwesende eingeschlossen.
bilden wir eine diplomatische rettungsgrasse.

schick!

lifestyle
‚urbi et orbi‘: papst fordert ende der gewalt in syrien

ö3 tankstellenbildschirminsert

jetzt wissen wirs: diese ganzen proteste ums mittelmeer sind nichts als eine einzige große loveparade, ein lifestyleevent oder sowas ähnliches (hoffentlich nehmen die – gottbewahr‘! – keine kondome!). und der neuigkeitswert, der papst habe zu weihnachten segnend urbis et orbis (gen.) gedacht bzw. gedenken lassen, der ist allerdings auch allerhand.
wir fragen uns bereits, was er wohl zu ostern schicken wird. und wohin?

(wie steht der vatikan – eo ipso dreifaltig a – eigentlich bei den so beliebten ratingagenturen da – und warum?)

perfekt fokussiert

einige schaulustige verfolgten die arbeiten der helfer vom boden aus
orfon

steyr, 21.12.2011: mursch brennt (unten links: gleinker gasse 22)

andere konnten sich vom benachbarten renaissancefriedhof bis unter den brandherd durchgraben, weitere schwammen in die mitte des flusses und hatten so die besten aussichten. am schluss waren alle sehr zufrieden, man hatte herzlich gelacht. für das nächste mal werde daran gedacht, eine hotline zur adhocvermietung von tragefähigen fesselballonen einzurichten. man denke auch daran, der feuerwehr beim nicht allzu raschen löschen gerade der lustigsten brände behilflich zu sein.

gefallen allen

wie einander freunde auf facebook finden
orfon

vermutlich eh alle alle ursuper. da aber schlussendlich alle freunde aller sind, kann, derart verfreundet, die welt weiter zuschanden gehen. aber eben freundlich. danke, herr zuckerberg!

Schwestern, nackt

Jede Nonne eine Wonne
Necker, Musicalwerbeplakat

Each Nun A Wun
Teaser, Rückübersetzung (unbefriedigend)

Der seltene Fall im Zeigegeschäft, da ein Werbewahrspruch in seiner unamerikanischen Variante überzeugender zu klingen vermag, als in seiner Stammsprache. Was allerdings lediglich eine die Regel bestätigende Ausnahme darstellen dürfte. Und was wäre das auch, eine Wonnennonne? Mehrere, geschwisterliche, gar? (Ist es auch gewissermaßen verboten, wäre es möglicherweise trotzdem bzw. gerade deshalb recht beliebt.)

Wünschen wir der sympathischen Produktion jedenfalls weiterhin recht viel Erfolg!

rrrums-chi!

wiesnerbau
dipl.feng shui berater sprengmeister

firmenschild, abbruchbaustelle

bumsti!
karl kraus, die letzten tage der menschheit

und das ganze in waldneukirchen. wahrscheinlich ist er auch noch dipl.holzfäller oder zumindest forstwirt.
aufbauend.

taratrara

ein mann, angeblich ein 40-jähriger banker, warf gegen 1.50 uhr zunächst eiswürfel in richtung strache, danach flog die wurstsemmel durch die luft. (…) einer von straches drei aufpassern* verpasste dem partygast ein blaues auge.
orfon

was das für eine wurstsemmelnervosität war, dem jahreswechsel zu! erst die breite bevölkerungsinformation über das bevorstehende inkrafttreten der wurstpapierverordung** (ihre mehrkosten werden, so geht das immer in diesem land, auf den kleinen mann vor der wursttheke abgewälzt), dann der wurstsemmelwurf auf den kreuzzeichengebenden patron der rache, das blaue auge ging gottlob auf den perfiden werfer über, so ein glück. wir aber fühlen sich uns, trotz schlagkräftiger semmelsecurity, zutiefst verunsichert: wer, wenn nicht er verhülfe jetzt erst recht und gerechtigkeit zum durchbruch? wir brauchen, vor allem für ungeladene, schutzhundestaffeln. wo also bist du, oberster wurstsemmelkommissar? rex, hilf und: fass! (kriegst auch ein wurstsemmerl.)

* passt bitte gut auf ihn auf! (er will ja nur spielen.)
** man achte stets auf ausgewogene berichterstattung!

Schlangenlang

Lange Schlangen bei Wahlen in Ägypten
orfon

Äskulapnattern? Oder gar – vom Orinoco an den Nil – Anacondas? Jenseits des dritten Katarakts, warum auch nicht?

Schlangenlang, ja langschlangenlang.

shared space

warum heißen die beate-uhse-shops (beate uhse, pubertärer projektionsbegriff für endgültige verruchtheit, wer hineinging, bekam gleich am eingang ein kainsmal, das den gesicherten zutritt zum inferno oder zumindest zum purgatorium bedeutete) nunmehr seven sins? kriegt man da endlich auch das taugliche gerät zur praktischen ausübung der anderen sechs*?
in einer perfekten irdischen welt (der besten aller möglichen), sei der eingang großer städte mit je einem siebensündenladen flankiert, und genau gegenüber (wo jetzt in der mariahilfer straße der mcdonalds ist) wäre dann der laden der sieben tugenden. kardinals-, ehklar**. was man da wohl alles bekäme, und ob sie vom nachbarn auch einmal sagen wir: milch oder eier ausborgen würden?

* neben wollust (luxuria) wären das
hochmut (superbia)
geiz (avaritia)
zorn (ira)
völlerei (gula)
neid (invidia) und
faulheit (acedia), diese trägheit des herzens.

** was es mit den sieben kardinal(s)tugenden auf sich hat (es sind angeblich ihrer vier), wollen sie bitte selber recherchieren.

evidenz, haargenau

die astrophysik lehrt uns, dass es ein kleinwenig mehr materie als antimaterie gibt, und das ist das gesamte universum inkl. uns selbst.
demgemäß muss es auch ein kleinwenig mehr schuppen geben als antischuppen*. davon leben dann die haarshampoohersteller: bekämpfung der schuppen durch ihre negation. und ein paar bleiben übrig, immer.
nicht mit mir.

*gilt auch für alkohol.

surfin*

beach boys planen reunion-tour
orfon

westwärts schweift der blick: ostwärts treibt das schiff
richard wagner, tristan und isolde

die anreise erfolgt bequem in modernsten jumbojets mit bordmusik. nach der landung am internationalen flughafen roland garros führt uns die route entlang der pittoresken ringstraße ostwärts (unsere viersternplus-luxusbusse haben ausschließlich sitzplätze mit meeresblick). so gelangen wir zu unserem ziel in der nähe von le tampon, wo sie einen interessanten vortrag unserer geschulten mitarbeiter der firma hawatex hausgeräte beteiligungs gesellschaft mbh berlin erleben werden (teilnahme freigestellt). wenn dann noch zeit ist, passieren wir den strand von saint-leu, wo es die besten surfwellen der welt gibt, und bevor wir nach einem interessanten und abwechslungsreichen tag zufrieden zurück zum flughafen fahren, genießen wir noch den sonnenuntergang am strand von saint-gilles les bains.
leider ist sich aufgrund der überlänge der unverbindlichen verkaufsshow der in aussicht gestellte green flash nicht mehr ausgegangen. als dankeschön erhält jeder volljährige teilnehmer eine original bourbon vanilleschote. wir verabschieden uns bis zur nächsten rà©union-tour.
(dieses indivuellst zusammengestellte programm dürfte für die junggebliebenen herren im hawaiihemd noch einigermaßen zu schaffen sein.)
* (frz.) extrafein

aufkunft, anbruch

herzlich willkommen
fortfahren
ankunftsbildschirm, hotelzimmer

nun weiter denn, nur weiter,
mein teurer wanderstab
wilhelm müller

es ist kein bleiben.
(und sind ja auch die heiligen drei könige wieder heimgefahren, auf einem anderen weg zumal.)

sauber bleiben!

press
avoid eye contact

hair, hand & body-shampoo
produktaufschrift

der das liest ist dumm
beliebter schultoilettenwandspruch

denken sie an keine farbe, auch nicht an rot!
denksportaufgabe, unlösbar

ja, wie? da stehst du in der dusche, dein blick schweift über das in der wand diebstahlsicher kopfunter verankerte duschgelbehältnis, liest ganz unwillkürlich die fett gesetzte zeile (ich vermeide die abermalige niederschrift des so gefährlichen kürzestsatzes), und schon ist es geschehen, der augenkontakt hat stattgefunden, autsch.
was man nicht alles sonst noch mit so einem praktikablem hinweis versehen sollte, aufgepumpte körper, zeitgemäße großkraftfahrzeuge, protzarchitektur, fernsehprogrammzumutungen, aaargh…
blicket also keusch zu boden. oder (siehe produktaufschrift) drücken wir noch einmal beide augen zu, also fest zusammen.

tragisch ansich

ich bin ein dramatischer sopran!, korrigierte sie, und er glaubte ihr sogleich.
ansich tragisch.

ganzjährlich

100 greatest carols
warenangebot, vorweihnachtlich

unanalog zum umpapierlbaren nikolausosterhasen schien es bei dieser einmaligen kompilation nicht oder nur unter erschwerten umständen möglich, sie nun, nach der hauptsaison, umzuetikettieren. aber das war ihm egal: schon aus professionellen gründen mussten ihn die seltener gespielten werke interessieren: ab 250+ würde er einsteigen. ganzjährlich.

ins essen gequatscht

businessglatt war er eingetreten (eigentlich bin ich c.e.o., ich schau mir nur von zeit zu zeit unsere jobs aus der lurchperspektive an), hatte, knopf im ohr, den laptop im gehen aufgeklappt und brüllte raumfüllend sein subalternes vertretersprech, magnetische matten, großer messeerfolg, sensationelle prüfberichte unabhängiger institute in holland, norwegen, usa. etwa so musste es sein, wenn, umgekehrt, zwanzig adipöse pubertierende mit dönerpizzaeckenleberkässemmelnund red bull ein blitzblankes chefbüro geentert hätten – sicher eher nicht seines im außendienst, und vom außendienst gab es ja zweifellos tadellose aufstiegschancen, was sonst?
… unerhört, was man denn glaube, und ob man nicht hätte warten können, bis er sein wichtiges gespräch beendet habe, man hätte ihn ja anschließend bitten können, leiser zu telefonieren.
die glaubensfrage musste aus persönlichen datenschutzgründen unbeantwortet bleiben, die zweite war bereits vor ihrem stellen mit nein! abgeschmettert worden. warum also fragte er noch?
analog zur nachahmung empfohlen: gehen sie, vorzugsweise mit einer dicken zigarre, in ein rauchfreies lokal. wenn sie jemand darauf anspricht, wehren sie jegliche kontaktaufnahme beherzt ab. wenn sie fertig geraucht haben, kann man sie ja immer noch bitten, doch bitte mit dem rauchen aufzuhören.
notdurftunterdrückung ist kein kavaliersdelikt.

ziemlich binär

jährlich gibt es, wenn man es sich so überlegt, exakt zwei kollektive augenblicke des dieweltanhaltenwollens:
1.1.00.00.00 und 11.11.11.11.11
beidemale (nicht einmal am 11.11.11 um 11 uhr 11 und 11 sekunden) ist es auch heuer wieder nicht gelungen, sie gerinnen zu lassen, und auch weiterhin gilt wohl der weise satz: wie geronnen, so zerronnen.
wobei, untaugliche metapher, sie auch nicht als eine tropfende zu bezeichnen ist, das auch nicht.
was aber dann?
warten wirs ab.

kehraus

besen, besen, sei’s gewesen
johann wolfgang goethe

rh hatte jemand mit ungelenk geführtem eddingstift in versalien auf die oberseite der bürste des besens des literaturkellers geschrieben. was für eine (vermutlich unbewusst) wuchtige botschaft! wer aller war wohl durch das r ausgeschlossen? oder gab es im wartungsfundus dieser richtigerweise subventionierten betriebsstätte eigene, für diese gruppe besser geeignete reinigungsgerätschaft mit der aufschrift l? – dann wäre alles ja gut.
am abend blitzte alles, trotzdem rutschte niemand aus.
(wunsch an alle, beidhändig gewandte inklusive.)

joint venture

jetzt, wo das alles so gut gelaufen ist bisher mit dem start der westbahn – die monopolbahn wusste am eröffnungssonntag zur wohl hämischen begrüßung des mitbewerbers am westbahnhof lediglich rote luftballontrauben und informationszettelverteiler aufzufahren, reichlich unsouverän – böte sich mit einer anderen ihr system neu (publikumsnäher) deutenden unternehmung eine synergetisch vielversprechende kooperation an. konkret angeregt sei ein strategisches zusammenwirken hans peter haselsteiners mit monsignore helmut schüller, dem als solchen apostrophierten kirchen-rebellen. einen namen (er scheint gegenwärtig nicht gebräuchlich undalso frei zu sein) hätte ich auch schon: west-kirche.

schneewaterloo

i mecht so gern laundn
maria bill

freitag verhindert morgenstern-sieg
orfon

hat er ihn bei der landung behindert? (robinson wirds ihm zu danken wissen.)