mütterlog

Flanierbereich des Wahrnehmens. Verführung zum geradewegs Umseckdenken, der metaolympischen Disziplin des gepflegten brainjump. Nicht für Jedermann.1


Kante zeigen

Schmeckt’s?
Gastronomische Nachfrage (via Loriot)

Männer, die Dick-Pics verschicken: »Es geht dabei immer um Macht«
Philipp Pümpel, Psychotherapeut (via derstandard.at)

Keine Wurst-Fotos mehr: Söder will seriöser wirken und hört als Foodblogger auf

Agenturmeldung (via derstandard.at)

A wuaschd is a gfüüde haud
Rustikale Lebensweisheit

Zu meiner Zeit (eine beliebte Worthülse, die Lebenserfahrung insinuieren soll) war die Kantwurst eine, wenn auch deftige, so doch angesehene lukullische Spezialität.

Wie wird »Kantwurst« in Königsberg ausgesprochen, wie in England?

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[WSW] =
KULTE

Ausgeraucht

Du sitzt in Erwartung der sich in Kürze begebenden Thomasbernhardausstellungseröffnungsfeierlichkeiten des (nicht hoch genug wertzuschätzenden) Literaturmuseums der Österreichischen Nationalbibliothek in der Camineum, Aurum und/oder Sala Terrena genannten ebenerdigen Eröffnungsfeierlichkeitenzone unterhalb des Prunksaals der Österreichischen Nationalbibliothek, rechtzeitig, denn »(W)ir möchten höflich darauf hinweisen, dass Sitzplätze nur begrenzt vorhanden sind.«, weil es ist gut denkbar, dass viele Menschen Interesse an der Veranstaltung haben, ist doch in der Programmfolge unter »Es sprechen:« nach der begrüßenden designierten Generaldirektorin der ÖNB und dem die Ausstellung näher erörternden Direktor des Museums als dritter ein gewisser Harald Schmidt (»Schauspieler, Kabarettist und Entertainer«) angekündigt. Du hast dir rechtzeitig deinen Mittelgangsitz sichern können, gerade einmal drei Reihen hinter den reservierten Plätzen, das wird ein gelingender Abend. Eine Reihe hinter dir entspinnt sich ein in bester Bernhardscher Manier nachgerade niederschmetternder Dialog, der naturgemäß ein weltzerschmetternder Dialog ist. Die Rede führt ein Herr gegen die Achtzig, mit irgendwie panisch sportsmanhafter Attitüde, neben ihm die Dame ist ein kleinwenig jünger, man kommt ins Gespräch. Erst einmal Er über Sich, in einem Elitegymnasium war Er, Fichtegasse, dann (Englisch, Latein…), Wasagasse, allerhand in dem Land! Und überhaupt, dass Er sehr erfolgreich und so. Und kennt alle, alle kennen Ihn, was sonst. Alles recht gut vernehmbar im sich sitzplatzvernichtend füllenden Saal. Schließlich kommt die Rede auf die zu gewärtigenden Thomasbernhardausstellungseröffnungsfeierlichkeiten, »dieser Schmidt, kennen Sie den? Ist das nicht dieser Kettenraucher, aus Hamburg?, … haben die da niemanden von uns?«

Am Podium wurde dann nicht geraucht.

In einem unangestrebten, aber – ja doch! – dankbar der glücklichen Gelegenheit geführten paarminütigen Dialog (Einsvierundneunzig, sagt er, ist er, wie ich ihn anrede, dass er größer ist als ich) gleichen wir zuerst unsere Namen ab und was wir tun, Schmidt registriert das Alleinstellungsmerkmal des meinigen, er habe es da gewissermaßen leichter gehabt, mit diesem Namen war er von vorne herein zur Individuation nachgerade verurteilt, wenn auch der Name nicht alles ist, und Sie haben es sich ja trotzdem angetan; zusätzlich, denke ich, erkenntnisblitzhaft. (Weitere Gesprächsdetails werden zum Schutze der Privatsphäre hier nicht preisgegeben.)

Später erzähle ich das mit dem Kettenraucher der baldigen Generaldirektorin und einer mich ihr wertschätzend vorstellenden Mitarbeiterin des Literaturmuseums, die mich 2021 dort beim LOGORATORIUM erlebt hat. Wir lachen etwas herzlich: Da wurden bei diesem abgehörten Schmidtmorphing zwei Lebenswerke repektabelster Art auf ein Detail eingedampft, der Rest (das Eigentliche) wie bei einer Knallreaktion regelrecht verpufft. … Hee und das sind am Geistesmenschentum zumindest (immerhin!) peripher Interessierte, ich meine, da bist du Bundeskanzler von Größtem Format, mit Haltung und so, eine Type noch dazu, was red’ ich, und, wenn überhaupt irgendwas, übrig im Bewusstsein der Nachwelt bleibt dein Kettenrauchertum!

Bernhard war lungenkrank, lebenslänglich, eigentlich über den Tod hinaus (also haftet auch ihm ein Bleibensepitheton an), und Schmidt, Schmidt ist Nichtraucher, das ist die Wahrheit.

Beziehungsweise

Benjamin Karl nach Shitstorm: Ehefrau kann »natürlich jederzeit einen Mädelstrip planen«
derstandard.at

Pferd bricht sich das Rückgrat, läuft als Sieger ins Ziel und wird eingeschläfert
derstandard.at

Ausziehn!, Ausziehn!
Meutengegröle (Mädelstrip)

Dien, Stab, teil!, hol’ Zofenleberkäs!

Indes, Herr Karl, lass dich nicht lästig hindern, iss! Hernach galoppiere auf deinem Blumentopferde bis zur nächsten Wachstube. Sein Mist, der ist wertvollster Dung, die Florist:inn:en (sic!) reißen sich bekanntlich drum, regelrecht.

Wir kennen das: Recht gesetzte Regeln wirken in jeder Beziehung Wunder.

(Anm.: Zugegeben, dieser Eintrag geriert sich etwas hermetisch; oder ist er’s tatsächlich?)

Opfern

Guten Tag, sind Sie Opfer von Internet-Betrügern geworden?
Einleitungssatz, Internet-Betrüger (m/d/w)

Die helfen sicher! Ummbedingt sofort antworten! … Neinnein, Scheherz! … In Echt: Leider steht zu vermuten, dass die Absender keine allzulauteren Absichten mit Ihnen hegen.

Jedoch, generell: Was können wir wissen? und: Wer weiß schon?

Sehen Sie, so kommen wir gleich ins substanzielle Philosophieren.

Was wir ohne (Internet; Internet-Betrüger) täten?

Querulanzrennen

Landes-Hindernisbewerb
Sportdisziplin (Oberösterreich)

Die Grundschwäche des Menschen besteht nicht etwa darin, daß er nicht siegen, sondern daß er den Sieg nicht ausnützen kann. Die Jugend besiegt alles, den Urtrug, die versteckte Teufelei, aber es ist niemand da, der den Sieg auffangen könnte, lebendig machen könnte, denn dann ist auch schon die Jugend vorüber. Das Alter wagt an den Sieg nicht mehr zu rühren und die neue Jugend, gequält von dem gleich einsetzenden neuen Angriff, will ihren eigenen Sieg. So wird der Teufel zwar immerfort besiegt, aber niemals vernichtet.
Franz Kafka

Ich bin der Vogel, den sein Nest beschmutzt
Karl Kraus

Aus eigener leidhafter Erfahrung, im Vollbewusstsein meines leider begründeten (der institutionalisierten Demütigungsmaschine mehrmals knapp entronnen) passiven (also krausschen) Nestbeschmutzertums muss ich bitte Folgendes voranstellen (es wird immer das Folgende vorangestellt): Wo, wenn nicht in Oberösterreich, ist man so zynisch, das systematische Piesacken zum Wettbewerb zu erheben, und ist auch noch so ungeniert, dergleichen derart geflissentlich umzusetzen?

Schafft endlich die Länder ab! So wären schon einmal ein paar Hindernisse (konkret: deren neun) aus dem Weg geräumt. Dann aber lasst bitte die Jungen ran!

(Die konsequent mickrige Urkunde für die jungen Anrennritter – es handelte sich vor allem um einen wie es scheint männlichen Nachwuchsbewerb – kam über das Format A5 nicht hinaus: Mehr geben wir denen nicht, wei wo kammadtn ma den do asunstn hii…)

Abgehoben

Filmemacher Georg Riha vermisst Österreich von oben
derstandard.at

Dann soll er doch am Boden bleiben und tunlichst keine Grenze mehr überschreiten oder überfahren. Nur so kann er des ersehnten Heimatgenusses fürderhin nicht mehr verlustig gehen.

Oft schätzen wir etwas erst richtig, wenn es uns nicht mehr zu Gebote steht.

Blinblingäon

Aurea prima sata est aetas …
Als erstes entstand das Goldene Zeitalter …
Publius Ovidius Naso

Griechenland: Goldschmuck aus Bronzezeit entdeckt
orfon

Das erste Zeitalter war ja, nicht nur Ovid lehrt es uns, das Goldene. Wie sie sich damals wohl geschmückt haben?

… quae vindice nullo …
… welches ohne einen Strafvollstrecker …
… sponte sua, sine lege …
… freiwillig und ohne ein Gesetz …
… fidem rectumque colebat.
… die Aufrichtigkeit und das rechte Tun hochhielt.
Publius Ovidius Naso

Gestohlen hat jedenfalls keiner irgendwas, damals. Aber man hatte ja auch buchstäblich nichts, die meisten nicht einmal Buchstaben. Da ist es leicht, ehrlich zu bleiben.

Heute, nach etlichen Metamorphosen, leben wir, nicht nur virtuell, im Modeschmuckzeitalter. Und haben, ehrlich, Alles. Echt fake.

Talung

Um Bergungen zu trainieren, wurden Schülerinnen und Schüler eingegraben.
Berechtigte Empörungsmeldung (Radioberichterstattung)

Das – freiwillige – Bergungstrainingslager begab sich in einem bald darauf aufgrund prekärer Asbestbelastung gesperrten Steinbruch.

Im Alten Ägypten, im Tal der Könige etwa, sind sie da noch konsequenter gewesen, heißt es, ganze Hofstaaten (zumindest der innere Zirkel, selbstredend gleichermaßen freiwillig), und die Bergungen haben, bis sie damit überhaupt erst einmal begonnen haben, Jahrtausende gedauert. Da sind sie doch heute, im Burgenland, bedeutend schneller, und es is ja nix passiert, das bissl Asbest, geh bitte!

Ausgeaprilt

Der Fleischbällchen-Lutscher von Ikea wird Realität
derstandard.at

Bonbon aus Wurst
Helge Schneider

Manche Sachen kann man, man muss sie aber nicht machen.

(Immerhin – die rechtschaffene Empörungsmaschinerie tuckert stets selbstgerecht abgasfrei – vegaan, was sonst, diese Fleischbällschen.)

Unzucht

Kokain lässt Lachse weiter schwimmen
orfon

Mit Ovo kannst’s net bässr. Åbr längr.
Werbewahrspruch, Schweiz

Kokain aktiviert also auch Lachse beträchtlich, sie schaffen ein größeres Pensum in kürzerer Zeit. Das erscheint wenig überraschend, bemerkenswert ist allenfalls, dass sich die Lachse das nicht nur einbilden (was nur sehr schwierig zu eruieren wäre), sondern tatsächlich ausdauernd aktiver sind. Lässt man sie wieder in substantiell ruhigere Gewässer, geht die gesteigerte Aktivität rasch zurück, und sie werden wieder die, die sie zuvor waren, manche gar – auch Fische sind Individuen – regelrecht lax.

Auf Fischesser habe der Verzehr von Kokainsalmen keinerlei (möglicherweise erwünschte) Auswirkungen. Es lohne also nicht, sie gesondert (als Superfood) zu züchten.

Aber wir, werden wir nach etwas einschneidendem je wieder die gleichen, die wir zuvor gewesen sind?

Jetzt, wie?

Sehend

Trump sieht Krieg kurz vor Ende
orfon

My only friend, the end
James Morrison

Wie immer, hat er auch diesmal zu (zumindest) hundert Prozent recht, und einen (mit Sicherheit beabsichtigten) Orakelspruch hat er uns auch noch geschenkt: Kurz vor dem Ende ist immer Krieg.

Ob, kleiner Schlenkerer ins kleine Österreich, Kurz vor dem Ende ist, ach?, sind wir das nicht alle, längst!?

9 x 9 = 81 fällt mir noch ein zu Anfang Mai.

(Kurz nach dem Ende ist kurz vor dem Anfang.)

Langstreike

Piloten der Lufthansa streiken weiter
orfon

Traumpfade
Berühmtes Buch von Bruce Chatwin

Wer weiter fliegt, kann auch weiter streiken.

In Australien haben sie jetzt gewisse Strecken gekürzt, melden sie (annähernd, die Zeitverschiebung) zeitgleich. Dann werden wohl sie den Rest mit dem Bus fahren müssen, sieben-, achthundert Kilometer durchs Outback, na wenn da die Busfahrer nicht streiken.

Entgegen begründeten Annahmen war, obwohl Bruce Chatwin Bruce hieß, derselbe fast überhaupt kein Australier.

Zebraham

Anglikanische Erzbischöfin stellt sich hinter Papst
orfon

Esto: Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau. Diese heißt Sarah, und schön wär’s, hieße Papst Leo mit bürgerlichem Namen Abraham.

Heutzutage wird der Name Abraham ja eher selten vergeben. Oder sagt man vertauft?

Kramsch

Heutzutage treffen sich junge Menschen in Kreativgruppen und bemalen Selbstgetöpfertes mit bunten Pinselstrichen, individuell und kreativ, wie meinereiner zuletzt in der Jungschar vorgeblich gewesen zu sein sich erinnert; man (m/d/d/w) kann aber auch bereits vorgefertigte Schälchen und Häferln anmalen und brennen lassen, samstags im Siebten, vornehmlich, im Zweiten sicher auch.

Achtsamkeitsramsch. Oder sagt man Achtsamkeitskrempl?

Auch wenn es ein bissl über die Bande gespielt ist, es scheint zu wirken: Wer sich die Hände lehmnass macht, will sein Wischgerät verschonen: äwäres Elektronenfasten. Wenn dann alles fertiggebrannt (oder sagt man ausgebr.? abgebr.?) ist, wird photographiert und veröffentlicht, dass es sich nur so stapelt auf den einschlägigen Plattformen.

In Deutschland webbt (sic!) dieser Achtsamkeitstsunami bereits wieder ab, nehmen Aufmerksame wahr.

Beschlagen

Beschlagnahmtes Krokodil zog in Schönbrunn ein
orfon

Das Krokodil vom Kasperl ist doch auch ein gewissermaßen beschlagnahmtes. Dann hätte es mit der U4 von der Urania kommen können, oder, auch praktisch, den Wienfluss hinauf, im Schweinsgalopp.

(Nächstens André Heller fragen.)

Unheimlich

Auch der Pinguin ist ein Saurier. Wenn auch ganz schön heimlich.

Dann hat es da in diesem Film von Werner Herzog (Begegnungen am Ende der Welt, 2007; Anm.) diesen einen gegeben, der, plötzlich – die anderen ziehen vernünftigerweise dem Meer zu (behauptet er aus dem Off in seinem Herzogenglisch) – einfach kehrt macht.

Einmal, Ende der Neunziger, haben wir ihn getroffen, auf der Pühringerhütte. Wir haben ihm durch Anblinzelnicken kundgetan, dass wir ihn erkannt haben und in Ruhe gelassen. Am nächsten Morgen ist er in die andere Richtung weitergezogen.

Bei der Pühringerhütte haben sie damals Mangalitzaschweine gehabt, die allerdings stark sonnenbrandgefährdet waren.

(Wie schmecken Pinguine?)

Und mehr

Mehr Tempo für morgen
Verheißung zum 1. Mai, SPÖ Steyr

Der Mai ist kommen, der Winter ist aus!
Wilhelm Müller

Von Zeit zu Zeit ist es notwendig, auch pro domo zu beckmessern, will heißen: Etwas (ein Auto etwa), das sich schneller bewegt, hat nicht mehr, aber ein höheres Tempo; strenggenommen wohnt das Tempopotenzial auch dem parkenden Fahrzeug inne, der Retourgang setzt ein negatives Vorzeichen. Nur noch mehr Autos können mehr Tempo liefern, und das wolln wir uns doch nicht wirklich wünschen sollen oder gar versprochen kriegen, rasender Stillstand, und schon garnicht auf der hierorts dräuenden Westspange, die so etwas wie der Steyrer Lobautunnel ist.

Eine liebe Freundin geht mehr oder weniger das ganze Jahr über im Freien schwimmen. Wenn sie mehr als 200 Tempi ziehen hat können, hört sie mit dem Zählen auf, dann ist der Winter vorbei. Heuer war das am 20. April.

Gewisse Begriffe (Tempo etwa), gehören dringend entmystifiziert, und sie verlieren ihre magische Macht, über andere, aber auch über uns selbst.

Wer weiß

Einen (bzw. doch_bitte_keinen!) Lavendel daherreden
Redensart (bezeugt aus Ybbs)

Was machen die Forsythien (sprich: Forziën) den Rest des Jahres über? Gehen sie, als quasiinvasive Art (die sie, sorry, nun einmal sind), dorthin, wo der Bärlauch wächst?

Von den Forsythien heißt es, dass ihnen in der Regel nur ein geringer ökologischer Wert zukomme; wir hatten das schon, was willst du also von einer invasiven Art – fremdes i! – anderes, besseres gar, erwarten? Und dann soll es ja auch den Guten und den Schlechten Flieder geben. Bärlauch hingegen ist schmackhaft, und nur die allergrößten Trottel verwechseln ihn mit Forsythien, Flieder (er sei ein Guter oder ein Schlechter) oder HOCH DER ERSTE MAIglöckerln. Lavendel, wer weiß.

Lavendelflecken? – Westen sind auf Sicht zumeist zumindest supersauber.


Zeit und Ort für meinen monatlichen Spendenkeil (das übliche Gesudere)

Also kommen Sie schon, nudgenudge, klingelingeling, nudgenudge, überweisen Sie mir endlich was!, ein kleiner Schritt für Sie, für mich als Universalempfänger jedoch in Summe valide Wertschätzungsbeglaubigung für die Gestellverfügung des täglichen muetterlogs. Ihnen kann ich’s ja, unter uns, sagen, im Vertrauen zuraunen: Nächstens wird hier eine negative Spenderliste (m/d/w) veröffentlicht. Wann, das werde ich aus taktischen Gründen, gaanz blöd bin ich noch nicht!, hier und jetzt nicht verraten. Derweil können Sie es sich gerne ein Zeitl noch in aller Ruhe überlegen. Aber halt nicht zu lang, sei hier einmal noch lieb gesagt. Ich denke, wir verstehen sich: Sachdienliche Informationen zu meinem Konto gibt’s im Impressum.

Scheißjob

Uni Innsbruck: Nur eine Frau bewarb sich als Rektorin
orfon

Das kann es doch bitte nicht sein! Sofort neu ausschreiben! Attraktivieren! Die vielen Benefits des Standorts Innsbruck richtig und neu betonen! Dann muss sich doch zumindest ein Mann finden lassen, der sich um diesen Job bewerben will!

Pickt

Haft für antisemitische Attacke in Wiener Geschäft
orfon

Da man für antisemitische Attacken Haft ausfassen kann (gut so!), so erscheint es im Umkehrschluss plausibel (und wird es ja auch praktiziert so im großen Maßstab), dass für semitische Attacken die Antihaft verordnet ist.

Irgendwas (-wer) bleibt immer picken.

In der Schweiz schreiben sie Massstab. Ein S zuviel, sagt einem der Gesunde Menschenverstand.

Immer schief

Aquis submersus
Novelle von Theodor Storm

»Die Legende der Titanic – die immersive Ausstellung« wird in der Marxhalle Wien »verlängert bis 3.5.2026«. Wenn einem nun die Vermarktung dieses in der Realität des April 1912 als klar submersiv zu bezeichnenden, für die einen traumatischen, für die anderen tödlichen Ereignisses als immersiv (zum Hineintauchen) geschmacklos erscheinen mag, so kühle man sein Mütchen: Vor den sich exponentiell überbietenden Geschmacklosigkeiten der Gegenwart dürfte sich die Marxhalle Wien als nachgerade feinstofflich wabernde Oase kapitalistischer Eventachtsamkeit locker abheben, zumindest bis gegen Anfang Mai, aber immerhin über den April hinaus.

Nichts wie hin!

Buad

Raser fuhr in OÖ dreimal in neun Minuten ins Radar
orfon

Wonns amol laaft, dohn laafts.

Asoo, mir samma nit in Karntn, owa in Oowaösdareich.

Naujo … waunsrenddaunrendshoid.

Und weidabuad wiad oiswia, wei wo kamad ma den do sunstn hi, nauoiso.

Appell

Missgeschicke dieser Art passieren zumeist (allzumeist) auf der Westautobahn zwischen Ybbs und Amstetten Ost oder, andere Richtungsfahrbahn, zwischen Amstetten Ost und Ybbs; da unlängst von einem Unfall eines Kleintransporters mit einem solchen auf der Autobahn berichtet ward: Die Menschheit ließe sich etwa auch in Jausenhüttenanhänger und Jausenhüttenanhängergegner einteilen. Nur zum Beispiel.

(Die Gegner der Anhänger sind meistens die Anhänger der Gegner.)

Gegen eine gute Jause unterwegs ist wenig einzuwenden; zumindest in meiner Jugendzeit aber galt es, die (höflich formuliert) ganz offensichtlich nicht auf Stammkundenbindung erpichte Autobahnraststätte bei Ybbs (westwärts) zu meiden: Da war man als – quasi sektorialer – Jausengegner auf der sichereren Seite.

Noch ein paar weitere Möglichkeiten gibt es, die Menschheit zu entzweien. Was wir aber dringend bräuchten, wäre Einigung, Eintracht und – wahrhaftige Einheit, selbige selbstredend amalgamiert mit buntester Vielfalt. Das ließe sich doch befürworten, finden Sie nicht auch?

Lange Bank

Oberbank-Chef: »Meine Frau hat 40 Jahre auf mich gewartet«
kurier.at

Nach dem zehnjährigen Trojanischen Krieg ist Odysseus noch einmal zehn Jahre in der Ägäis und sonstwo herumgeirrt, seither nennen wir das die Odyssee, puuh, zwanzig Jahre bis zum Freiermord.

Ein halbes Paarl nennen wir in Wien (in Steyr auch) einen Einspänner.

So betrachtet war Odysseus (wer war das noch einmal?) maximal ein Würschtl, aber was willst du gegen so einen Oberbank-Chef?

Nun, wie steht’s jetzt um die Freier?

Minderjährig

19-Jähriger raste mit 199 km/h durch Autobahntunnel
orfon

Nicht auszudenken, wie schnell der erst in einem Jahr unterwegs gewesen wäre. (Vermutlich weit über 200.)

Trägheitsphänomene

Ältere Männer auf E-Bikes verletzen sich öfter schwer
Chroniknachricht, Radio

Hund beißt Mann
Chroniknachr. (gem. journalist. Ehrenkod. n. berichtensw.)

Die meisten Schwerverletzten waren mehrheitlich öfter Männer, im Herzen junge, ältere, Männer, rrichtiche Männer, pitralongegerbt.

Meist wird die Masse eines E-Bikes gefährlich unterschätzt. Und so vieles andere auch, das auch.

Schrubber

VERSCHUBBEREIT
Bereitschaftsanzeigenkarte, Verschublokomotive

Wie das wohl gewesen wäre, hätte Franz Schubert bei der k&k privilegirten Dampff=Eysen=Bahn gearbeitet, und als was?

Gab es damals noch nicht, Herzmanovsky-Orlando irrte. (Er hat ihn aber korrigiert, den Irrtum.)

Hellaufn

Am Wiener Rathaus sind nicht nur die Luster beeindruckend
Statusmeldung, WhatsApp

Anlässlich der Heiligsprechung von Klemens Maria Hofbauer, des bereits zu Lebzeiten so apostrophierten Apostels von Wien, am 30. Mai 1909, wurde der Petersdom (in Rom der), da konnte man nun wirklich nicht mehr hinterherhinken, erstmals elektrisch illuminiert. Eine zeitgenössische Photographie zeigt uns die indertat beeindruckenden Luster.

Damals sagte man (auf Deutsch) noch Lüster.

Grimmig

Wirbel um Parkplatzgebühren der Vogewosi
orfon, Vorarlberg

Die Vogewosi, ein autochthoner Stamm der Rætier?

Besser, zahlen, Ärger vermeiden.

Serendipity?

… sauteuer, aber es wirkt!
Werbespruchikonenquantum

Da unlängst aus gegebenem Anlass allhier von Antimaterie die Rede war (zum Überantimateriereden ist, in illo tempore, stets Anlasses genug): Eine mögliche Wurmlochverbindung zu einer Lösung des Problems Materie <—> Antimaterie könnte sich an der Begrifflichkeit Antischuppen auftun. Ist es doch so, dass, treffen Antischuppe und Schuppe aufeinander, beide einander wechselweise annihilieren. Wir verfügen also, ohne dessen auch nur im mindesten inne gewesen zu sein, längst über die Weltformel: Oftmals kommen entscheidende Hinweise aus einer Richtung, von der man es am wenigsten erwarten würde.

Melting Pot

Schneemann vertritt Doskozil
Zwischenüberschrift, orfon

Das Burgenland dürfte aber auch Strohmänner bereithalten, und das praktischerweise ganzjährig.

Dahergelaufen

Rätsel um quietschende Turnschuhe gelöst
orfon

Fahr nicht fort, kauf im Ort
Werbespruchikone, niedergelassener Handel

Analog zum Volkswissen, dass Schuhe knarzen, solange sie nicht bezahlt wurden, verhält es sich bei Turnschuhen: Wenn du sie im Internet bestellst, quietschen sie, und je nach Lieferant verfügt das Quietschbild über einen je individuellen Klangabdruck.

Soistdas.

Seifenkistl

Jeder zweite BMW fährt mit einem Antrieb aus Steyr
nachrichten.at

Wer sein Fahrzeug liebt, der schiebt
Straßenrandhäme

Seien es Silben, Wörter oder ganze Satzteile, das Deutsche in seiner Schriftgestalt lässt einem des öfteren mehrere Möglichkeiten der Betonung.

(Wohin?)

Oder weniger

Artemis II: Crew »auf halber Strecke« zum Mond
orfon

Was machen so Astronauten eigentlich, wenn sie zu spät ankommen und es fehlt der halbe Mond oder noch mehr? Wie lang ist der halbe Weg zum Neumond?

Oft scheitern Dinge ja an grundlegenden Schlampereien, die zu unterbinden keiner bedacht hat.

Unterdimensioniert

Was fehlte, war eine großflächige Intelligenz.
Historische Einschätzung, Radiokolleg

Wir wollen jetzt bitte nicht nachfragen, um welchen Äon es sich da denn gehandelt haben mag: Ob es je einen gab (geben hat können), auf den diese Sentenz (ein Verdikt) nicht zutraf?

Das Imperfekt ist die conditio humana schlechthin, und nicht einmal kubische Intelligenz reichte aus sie zu transgredieren. Allein, dass es punktuell von Zeit zu Zeit halbwegs geht, genügt, wie sich beständig zeigt, jedenfalls nicht.

Wir müssen uns genügen.

Aufstieg

Zum Augenblicke dürft’ ich sagen:
Verweile doch, du bist so schön!
Es kann die Spur von meinen Erdetagen
Nicht in Aeonen untergehn. –
Im Vorgefühl von solchem hohen Glück
Genieß’ ich jetzt den höchsten Augenblick.
Goethe, Faust II (VV 11581-86)

Skibergsteigerin Hiemer beendet Karriere
orfon

Undzwar auf dem Gipfel (woauchsonstbitte?)!

Abfahrern stehen derartige Ausstiegsoptionen nur sehr beschränkt, und wenn, dann nur mit beträchtlichem Prestigeverlust zu Gebote.

Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis.

(Wie halten es die Langläufer, gesichtswahrend?)

Au schreien

Stadt Wien will künftig alle Posten ausschreiben
orfon

Undzwar bis auf zumindest sieben Stellen nach dem Komma,

Nach Namen

Taylor Swift ehrt mit neuem Video Elizabeth Taylor
orfon

Elizabeth Jonathan
Engführung

Im angloamerikanischen Raum ist es oftmals üblich, als Vornamen gebräuchliche Namen als Zunamen oder als Zunamen gebräuchliche Namen als Vornamen zu vergeben – sie machen es sich etwas einfach, indem sie lediglich First und Given Name sagen, das kann allerlei sein, oftmals wird eine irrsinnig tiefe Gläubigkeit wie ein Tattoo (oder Brandzeichen) einem Neugebornen aufgedrückt, sowas kannst du nieundnimmer einlösen, Moses, Jesus, Savior, you name it.

Ob derlei auch in Irland üblich ist, kann hier nicht seriös angegeben werden.

Unwohl

Weitere Experimente nach Transport von Antimaterie geplant
orfon

Was das wohl für welche Experimente sein werden, fragt sich da der interessierte Laie, und wird sogleich der quasi antimateriellen (eig.: hypermateriellen) Formulierung der Fragestellung gewahr.

(Den Antitransport von Materie kennt jeder, dem schon einmal Bus, Straßenbahn oder Zug vor der Nase davongefahren ist, hinlänglich.)

Klärapfel

Kirche Glaubten, Affoltern
Bildunterschrift, wikipedia

komm
künd
komm
üss
oyn
abfall
ernst jandl

Die Kirche Glaubten ist, was sonst, eine evangelisch-reformierte Kirche in Affoltern, einem Quartier der Stadt Zürich.

Der Name Affoltern stammt ab vom althochdeutschen Wort »aphaltra« (Apfelbaum, ahd. aphal=Apfel, ahd. tra=Baum).

Wilhelm Tell und sein Sohn gingen voll Zuversicht an die ihnen gestellte Aufgabe. Dass Gessner, der grausame, an ihr Gelingen glaubte, ist anzuzweifeln.

Für die Apostasia a fide (Glaubensabfall) wurde dereinst (Thomas v. Aquin et al.) die Todesstrafe als einzig angemessene Sanktion angesehen.

Es lässt sich Alles klar aus der allerersten Setzung ableiten.

Suchmaschine

Wir stellen ein: Maschinenbediener/in
Stellenangebot (?), Garsten

Hmm, Rasenmäherin? So mit Ölkännchen auf einem Silbertablett und mit weißem Dienstmädchendiademchen samt Schürzchen, *knicks*, darf ich Euer Mähheit nachschenken?

Scherz beiseite: Ansich hat es ja geheißen, dass die Maschinen (dazu gehören Roboter auch!) dazu da wären, uns (die Menschen) zu bedienen. Aber wahrscheinlich ist es nur nun endlich so, will heißen: Das Programm (Konzept) mit der Bedienung der Maschinen durch Maschinenbediener/innen wird (demnächst?) eingestellt. Nichts weniger als ein Durchbruch also, ein kleingroßer Schritt, je nachdem (äonenfern grüßt die Mondlandung).

Man muss sich täglich auf Neues einstellen. Dazu und dafür wollen wir uns selbstredend der bestgeeigneten Maschinen bedienen!

Disziplin

Lebendiger Palmesel ritt durch Kuchl
Brauchtumsmeldung, orfon

Riding a dead horse
Metapher für Überkommenes (engl.)

Wer am Palmsonntag als letzter aufsteht, wird innerfamiliär-spöttisch Palmesel genannt.

… Ammonitengalopp!

[Nachgestellt die Frage, worauf (auf wem oder was) der lebendige Esel denn so palmenherrlich daher- oder dahingeritten sein mag.]

Kluftig

Wenn jeder gibt, was er hat, dann werden alle satt
Beliebtes Jugendmessschrummelgitarrenlied (in frohgemuter Eintracht zu singen)

Papst prangert in Monaco Kluft zwischen Arm und Reich an
orfon

Nun, just in Monaco geht gerade das auch wieder nicht soo leicht. Das mit der Kluft schon, aber halt nicht zwischen Arm und Reich. Aber sie können bitte nichts dafür, bricht die Kluft dort doch zu Meer hin ab.

MERKE: Mildtätige Stiftungen werden für gewöhnlich von am diesseitigen Abgrund Hausenden (öffentlichkeitswirksam) getragen. Mildtätigkeit muss man sich nämlich auch erst einmal leisten können.

Trikolor

In Italien haben sie die Abschaffung der Abschaffung des Straftatbestands Amtsmissbrauch abgeschafft.

Geschafft. Zwischenzeitlich hatte es lediglich unrechtmäßige Amtsausübung geben dürfen, gaanz was anderes! Nun ist das also abgeschafft, und gibt es so etwas wie Korruption unter der aktuellen Regierung sowieso schon lange nicht mehr, kann es schlechterdings gar nicht geben.

Indien? – Irland! (Ungern nur schauen wir nach Ungarn.)

Zefix!

Zisch! Frisch! Keli!
Werbespruchikone

Socialmediaverbot sagen sie und sprechen es (das social) aus wie Sushi, das man ja Suschi ausspricht, wobei man, um es richtig zu machen, die Konventionen der deutschen Schreibweise beherrschen muss, stimmlos, alles, jedenfalls, s-c-h!

Die Fluchttechnik im Großen Redoutensaal gehöre dringend renoviert, sagt der Burghauptmann und spricht es aus wie Fluchtechnik.

1960 wurde aus Kesterzanek und Linz der Markenname Ke-Li destilliert. Der Rest ist Limonadengeschichte.

Jung möcht man heut’ nicht mehr sein.

Finister

Viele Wahrzeichen bleiben heute dunkel
orfon

Jedes Jahr ruft die Umweltschutzorganisation WWF eine Earth Hour aus. Neben dem Lindwurmbrunnen in Klagenfurt und dem Martinsturm in Bregenz beteiligen sich auch die Oper in Sydney oder der Eiffelturm. In Paris.

Neben öffentlichen können bzw. dürfen auch Privatpersonen an der Earth Hour teilnehmen, alle nebeneinander.

Manche dieser Wahrzeichen sind eo ipso dunkel, letztgenannter Eiffelturm etwa, verrosteter Stahl, und man fragt sich ja, warum etwas, das dunkel intendiert ist, hell gemacht werden muss. Aber bitte, was kann ein Nichttouristiker schon in derlei Dingen wissen. Und vielleicht ist es um diese Stunde ja in Sydney oder meinetwegen Hollywood schon hell, Hellywood, haha!, eben. Müssen sie hell bleiben, die Buchstaben oder der stroboskopisch erstarrte Bumerang daunander.

Überhaupt, Wahrzeichen, Nur echt mit dem Stephansdom, fällt mir ein, das Mannerschnittenzertifikat, das mich beim ersten Lesen in eine Denkschleife aufkeimenden Erkenntniswillens gezogen hat, ehklar ists die Möbiusschleife im Hirn, denn wenn einer die Mannerschnitten plagiieren will, braucht er nur einen Stephansdom auf die Verpackung geben, und schon sind sie, wurscht (Wurscht?) was drin ist, echt, sogar nur echt.

Dieweil steht der Klimaschutz im Schatten, sagt der Bundespräsident. Unlängst ist er mir (der Bundespräsident) in der Rechten Bahngasse beim Juliäußerln begegnet, ein märzfinsterer Abend, ihnen voraus zwei schlanke Männer mit obachtig-entschlossenem Blick, und wie jedes Mal, wenn ich ihn, was öfter vorkommt, wo, etwa im Volksgarten, antreffe, sagte ich kurz »Grüß Gott – und Danke!«, früher hätte man bei so einer Referenz und auch, um die persönliche Unbewaffnetheit zu unterstreichen, den Hut gezogen, aber diese Geste habe ich, obwohl Hutträger, nicht im Repertoire, sie ist, außer im Theater (auf der Bühne), heutzutage funktionell ausgestorben, schade irgendwie, auch die, eigentlich selbstverständliche, Waffenlosigkeit betreffend, erst recht und gerade in der Rechten Bahngasse an jenem finsteren Märzabend, die Tage darauf war er verkühlt, bei Literatur im Nebel konnte er seine augustëische Grußadresse aus diesem Grund nicht persönlich anbringen, habe ich just im Volksgarten, wenn schon nicht in der Rechten Bahngasse, erfahren, von Freunden, die draußen gewesen sind, im finsteren Heidenreichstein.

Vieles bleibet ohnehin auf ewig im Dunkel. Und tauchet hinein, das sowieso, Alles und Jeder.

Nebelleben.

Rennding

Neuer Ring-Radweg in Wien wird ab Herbst in Sandfarbe gestaltet
derstandard.at

Den Ring muss ich haben!
Alberich

Selten hat man sich schon im gerade erst keimenden Frühling derart auf den Herbst und die kalte Jahreszeit gefreut alswie heuer in Wien. Zumindest zwischen Schottenring und Schottentor (oder, je nach Fahrtrichtung, zwischen Schottentor und Schottenring).

Soweit bekannt, hat Franz Mittler keinen rezenten Schüttelreim mit/zu Schottenring gedichtet. Der präpostkoloniale vom Friseur am Schottentor lässt grüßen, und wächst sich noch eine jede Sommerfrisur, falls ungeschoren, wieder aus zu einem passablen Winterpelz.

Ungläubisch

Atheisten kämpfen weiter um Anerkennung
orfon

I möcht a söchäna Reiter wär’n, wie mei Vater gwän is
Kaspar Hauser

Manche sollen immer noch dran glauben.

Es gilt, grundsätzlich, Anerkennung zu üben, denn ohne Zuwendung verkümmert alles und jedes, selbst Palmen an lichtabgeschiedenen Orten, und seien sie aus Plastik

Allzuviele heißen heimlich Kaspar Hauser. Was wird aus ihnen also einmal werden, und glauben sie dran?


Ausgemärzt, eingeaprilt. Das muetterlog erscheint tatsächlich täglich, allerhand!

Den Klingelbeutel – quasi un Serviervorschlag – haben sie mir beim Stephansdom geborgt, und das Bild hat der liebe Franz Kerschbaum gemacht. Was nichts anderes bedeutet, als dass es in diesen eben von Ihnen gelesenen Zeilen um die ehrlich und dringlich gemeinte Anregung geht, dass Sie mir doch bitte astronooomische Beträge (im Makro-Bereich!) zuführen wollen. Sachdienliche Informationen zu meinem Konto gibt es im Impressum.

Göödsgod!

Laufkundschaft

Marathons weltweit erfreuen sich regen Zulaufs
derstandard.at

Kehren wir doch zum Ursprung des Marathonlaufs zurück. Erinnert sei, dass es sich um einen Boten handelte, der brachte Kunde vom Ausgang einer Schlacht und brach tot zusammen. (Angeblich: Der Sieg ist historisch, die Lauflegende eine nachmalige Erfindung.)

Der erste Weltrekord in einer neuen Disziplin ist der am einfachsten zu erzielende, und oftmals wird er nicht einmal registriert oder gesondert rezipiert, und von seinem Inhaber garnicht oder nur sehr sehr kurz.

Schlachtenbummler, Zulauferregung, weltweite.

Knacker

Jeder Sinn, der eliminiert wird, muss durch einen der anderen (noch?) zu Gebote stehenden substituiert werden, und das wird er auch in der Regel. Unlängst ward im Standard von einer Essiggurkerlblindverkostung durch Profitester (wie teilt man das korrekt ab?) berichtet. Ein wichtiges Bewertungskriterium sei, hieß es, auch die Farbe, »da tiefgrüne Gurkerl in der Regel auf besondere Frische schließen lassen«. Jetzt, wie?

Weiters: Das knackige Knackgeräusch beim Reinbeißen sei aber auch keinesfalls unter zu estimieren: Es kann also auch keine höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht werdende reine Taubverkostung geben, beim Zubeißen kommt es zudem knackmäßig zu einer Synchronwahrnehmung Außenohr-Innenohr.

Mittelohrgurkerlentzündungen müssen, als Vorabklärung, vorab abgeklärt werden, von ihr befallene Probanden müssen draußen warten; als Kompensation dafür dürfen sie die ihnen zugeteilten und übergezogenen Augenbinden abnehmen.

Und da fängt es erst an richtig anzufangen.

Wechselstrom

Ihre Schlussrechnung senden wir Ihnen in Kürze zu
Energieanbieterwechselablaufsdetailinformation

Beim Lesen der Zeile wird mir unmittelbar heiß im Kopf: Sollte nicht konsumentenschützerisch gewährleistet sein, dass man seinen Energieanbieter nach Ablauf einer je vereinbarten Bindungsfrist jederzeit ohne Umstände, Hürden gar, wechseln kann? Und jetzt soll ich eine Schlussrechnung lösen, »30 Kilowattstunden kosten soundsoviel, wieviel kosten 31?«, sehe ich sogleich in Albträumen mich wälzen.

Aber nein, die Kundenservicestelle praktiziert lediglich barrierefreie Sprache, indem sie das sich sogleich selbst (wenn auch doppelt) erklärende Wort Schlussrechnung statt des eindeutigen (und umständlicheren) Endabrechnung setzt. Und das ganz, ohne sich dafür groß selbst zu feiern. Schappoo!

Abgerechnet wird ganz am Schluss, manchmal sogar mit in höflichem Ton gehaltener Ankündigung.

Aber dann.

Muskelmasse

Mutmaßliches Skelett von Musketier D’Artagnan entdeckt
orfon

Allüberall grassiert die Mutmaßlichkeit. Könnte es sich im Falle des in echt mit bürgerlichem (?) Namen Charles de Batz de Castelmore d’Artagnan genannten etwa auch um die Leber handeln? (Andere Weichteile dürften ausscheiden.)

Experten werden die Indizien zuverlässig herausschälen und dann bewerten müssen, danach wissen wir mutmaßlich mehr.

Mutmasse

Der 4. Oktober, der mutmaßliche Todestag des Franz von Assisi, wurde zum Feiertag erklärt.
orfon

Wir können oder müssen (mutmaßlich) von einem mutmaßlichen Feiertag sprechen. Es gilt die umfassende Mutmaßvermutung.

Des weiteren muss einem schon etwas seltsam vorkommen, dass man gerade von Menschen, die oder deren Sein und Wirken man mag (oder zu Lebzeiten gemocht hat), besonders feierlich den Tag ihres Todes begeht, nicht nur bei Heiligen, wo es sich ja dranglaubensmäßig argumentieren ließe. An Geburtsorten sind mir Gedenktafeln sympathischer. Geburtsorte sind zudem unschuldiger, in dem Sinn, als die befeierte Person an einem solchen Ort kaum schlimme Sachen gemacht oder gesagt haben kann. Von letzten Worten wird oftmals anderes berichtet.

Es ist gut. Mutmaßlich.

Wer oder weniger

weniger lesen
Perzeptionsempfehlung, Internet

Nun, das geht, wie so vieles, das im Internet insinuiert wird, nicht. (Noch nicht; sie arbeiten daran.)

Weniger ist stets mehr: Allein, dass Sie diese Zeilen hier lesen, fügt Ihrem bisher Gelesenen, es sei so inhaltsarm wie ebendies, dennoch Neugelesenes hinzu, es ist ein Immernochmehrlesen, undaber wwwerbraucht denn bitttte das, heute, das fehlt doch dann woanders!

Wir müssen besser schauen. Und mehr, viel mehr.

Finnalle

Weltglücksbericht: Keiner ist glücklicher als die Finnen
orfon

Sie alle zusammen und ich
Gert Jonke

Das ist eine einfache Rechung. Wenn es (wir nehmen, pardon, das generische Maskulinum), dem wikipedisch vermittelt bei Statistics Finland dokumentierten Stand vom 25. November 2025 zufolge, 5.656.394 Finnen gibt, so bedeutet das, dass selbst bei dem trübem Naturell, das wir, sie vermutlich missdeutend, ihnen gerne zuschreiben, schlechterdings unmöglich ist, dagegen anzustrahlen.

Wer nimmt es mit den Chinesen auf, und mit den Indern erst? Die Inder sind ja die allermeistensen.

Fressfreunde

Auch Haie haben »Freunde«
orfon

Wenn die Haifische Menschen wären
Gleichnisgrundannahme, Bertolt Brecht

Die Studie zeige, dass Haie entgegen der weitverbreiteten Meinung ein recht reiches und komplexes Sozialleben haben, heißt es weiter.

Was ist das, eine »weitverbreitete Meinung«?, wie verbreitet sich so eine?, wie breit?, wohin ist das, in die Breite, Weitverbreite?

Weiter: Ist das notorische Anlockungsblut, wie es in meeresbiologischen Dokumentationssendungen gerne zur illustrativen Anwendung gebracht wird, auch so ein Weitverbreiter? Meinungsweiterverbreiter?

Und so weiter.

Es bleibet wie stets: Da ist sehr viel Meinung und recht wenig Wissen.

Cabaret, Mütterspiel

Willkommen. Bienvenu. Welcome.
Emblematische Eröffnungs- und Beschließworte

Eine der besonderen Stärken der sog. künstlichen Intelligenz soll die Fähigkeit sein, Muster zu erkennen.

Am 12. März gewahrte ich, dass meine Mutter zu Liza Minelli im gleichen Verhältnis steht wie mein Freund Josef Haslinger zu mir, dem Autor diese Zeilen.

Ob, kommt sie gehäuft vor, diese merkwürdige Synapsenleistung, derartige Muster blitzhaft zu erkennen (oder erkennen zu müssen), als Geistiges Messietum zu bezeichnen sei?

Mögen wir auch nicht die einzigen sein: Wir können Autoren unseres Lebens sein.

Könnten.

I know

Verein für Proteinvielfalt
Ernährungsinteressengruppe

NON SVFFICIT ORBIS
(Die Welt ist nicht genug)
Wahlspruch, Philipp II.

»Sire, geben Sie Gedankenfreiheit!«, sagt der Marquis von Posa zu Philipp II. in Schillers Don Karlos, was für ein flammender Appell.

Da sind wir nun also wieder.

Wer zuviel Eiweiß in sich hineinstopft, kann davon durchaus gerne einmal (wie man sagt) Durchfall bekommen, andere (manche) Muskelmasse, Sixpäkk, Bizeps, whatever. Dafür musst du mit absurd großen absurd eckigen Buchstaben bedruckte absurd große zylindrische Boxen kaufen, da drin ist das Männerpulver, Benco für die Großen. Dass du das aufderschraufst, brauchst du entweder eine irrsinnige Kraft oder aber die rechte Technik. Wenn du also so eine waschmitteltonnengroße Medikamentenpackung einmal aufhast, leg dir eine schöpflöffelgroße Inhaltsprobe wo in der Nähe hin, das verleiht dir genau die Riesenkraft, die du beim nächsten Mal zum Aufmachen brauchen kannst.

(Riesenkräfte hat dereinst der Matrose Popeye aus in Dosen konserviertem Spinat gezogen, wobei er diese durch effizienten Druck zum Aufspringen brachte, das Superfood flog in einem Bogen in sein passgenau vorgeschobenes Unterkiefer, die Wirkung setzte blitzartig ein, und Olivia war für diesmal gerettet.)

Nüsse, Nüsse sind gut fürs Hirn. Sind aber halt sehr fett, vielzu fett, ich weiß.

Dasdieder

Joghurtpumpe, Segen der frühstückenden Menschheit im Kurhotel.

Über das grammatische Geschlecht wenigstens der Pumpe herrscht unter den deutschsprachigen Frühstückerinnen Einigkeit, ein Sekundärsegen, aber was für einer!

Zwischenhalbzeit

Wir sind immer oben. Und wenn wir einmal unten sind, ist unten oben.
Otto M. Zykan, Auszählreim

Ewig
Ewig

Ewig
Ewig
Ewig

Ewig
Ewig
Gustav Mahler, Das Lied von der Erde

Clessidra grande 40 20

Clessidra grande 30 15
Clessidra media 20 10
Auslagensonderangebote (befristet)

In Abano Terme bieten sie Sanduhren zum halben Preis an. Aber Sanduhren sind doch immer halb, ihr Prinzip ist die inwendig permanente Umkehrung von Unten und Oben.

Die Zeit zwischen den Zeiten, auf die kommt’s an. Ewig.

In vielen Sprachen sind die Sanduhren nach dem Wasser benannt, etwa (ital.) clessidra, Wasserstehler, Kleptohydrant. Kommt aus dem Griechischen.

Sowas aber auch.

Popompejispielhaft

2025 wurde dem Archäologischen Park ein pikantes Mosaik aus Deutschland überbracht, nach Vermittlung des italienischen Konsulats in Stuttgart. Es handelte sich um eine Mosaiktafel auf einer Travertinplatte aus der Römerzeit, das ein Liebespaar darstellt: Ein Mann liegt halb bedeckt im Bett, »fast ein wenig gelangweilt«, kommentiert Gabriel Zuchtriegel, Direktor des Archäologischen Parks Pompeji. Eine Frau mit entblößtem Po schickt sich an, ihn sexuell zu befriedigen. Datiert wurde das Mosaik auf den Zeitraum vom ersten Jahrhundert vor bis zum ersten Jahrhundert nach Christus.
derstandard.at

Schniedelwutz
Otto Waalkes

Also entweder war das damals alles andere denn ein Quickie, oder aber der archäologische Parkdirektor lässt seinen Zuchtriegel etwas garzu öffentlich fremdmanipulieren, was (jedenfalls/ immerhin) auf ein wohltuend entspanntes Verhältnis zu den gleichermaßen entspannten erotischen Usancen vor gut zweitausend Jahren hindeutet.

Der – es langweilt fast – Mann ist an der richtigen Position. Oder sagt man in?

Indie

Am Internationalen Frauentag lässt die multikreative Hackbrettistin Maria Ma das Publikum an ihren eigenen Hackbrettkompositionen teilhaben. Die vielseitige Musikerin öffnet Türen zu unterschiedlichen Genres.
nachrichten.at (»Amstetten«)

(Pressetexte sind eine eigene, oftmals zu Unrecht geschmähte Literaturkategorie, und kaumwo wird derart mit Worthülsen geschwafelt wie in ihrem kulturbetrieblichen Subgenre für möglichst unspröde zu verheißende Konzertveranstaltungen und erbauliche Ausstellungen. Wobei, das nebenbei, Kuratorentexte der Zeitgenössischen Bildenden Kunst oder Anstellungen der sog. Künstlerischen Forschung dann dem Topf noch einmal den Deckel aufsetzen, sodass ihm der Hut hochgehen würde, würde irgendjemand auch nur minimal auf ihr metaphernwildes Blühen achten, es in Zaum zu halten.)

Knallhart recherchierter Journalismus ist das zentrale Alleinstellungsmerkmal der Oberösterreichischen Nachrichten, die ihre seismographische Mission auch im angrenzenden Mosteuropa verantwortungsvoll wahrnehmen und sämtliche Entwicklungen der Gesellschaft, aber auch der Szene, stets kritisch verfolgen und beharrlich davon berichten, wobei die virtuose Handhabung der je systemimmanent (mit oder ohne Apfel) gültigen Tastenkombination für copy+paste noch lange Zeit eine unkreativ-schnöde Schummelei vermittelst sog. Künstlicher Intelligenz lange noch hintanhalten dürfte. Dafür ist in Kauf zu nehmen, dass bei der Redaktion gespart werden muss, sodass durch die Übernahme von ganzen Pressetextkonvoluten wohl ordentlich Content geboten wird, jedoch dabei die nach oben offene Schwafelskala permant derart ausschlägt, dass sich die Nadel sowas von verbiegen muss (oder, ob des Tempos des Andenanschlagaufschlagens, zersplittern), worüber, gäbe es einen Pressetext dafür, zumindest wöchentlich gesondert zu berichten wäre.

Die KI wirds richten. Daran lasst uns Teilhabe haben, zumindest anteilige, also tantiemenmäßig. DANKE.

Problembär

lupus problematicus
typologischer Begriff, nlat.

Der – unlängst verstorbne – Mafiaboss Nitto Santapaola soll ja, so heißt es, an klinischer Lykanthropie gelitten haben. Ich hänge mich ans Epitheton ›chronisch‹ dran.

Aber das steht ja gar nicht da, sagen Sie. Zurecht.

Sehen Sie, so entstehen von Zweifellosigkeit umschwirrte (umschworrene) Gerüchte.

Nicht im mindesten ahnte man bislang, wieviel Nicht-Kätzisches sich in Catania zu begeben pflegte, einstens und bis vor Kürzestem.

Alea

VERIRRTER WAL
Wal schwamm in deutschem Hafenbecken
derstandard.at

Nun, was bliebe (bleibt) ihm übrig, alswie zu schwimmen. Ralfoahrn? – Geht für verirrte Wale ebensowenig wie (etwa) schachspielen.

(Gilt auch für verwirrte Aale.)

Fesselnd

Skibergsteigduo bündelt seine Kräfte
orfon

Wer gewinnen will, muss seine Kräfte gehörig entfesseln, undzwar exakt im richtigen Augenblick.

Zuvor wird aber sowas von gebündelt.

Familiär

Rodler Müller versilbert emotionale Achterbahn
orfon

Sind Silbermedaillen dem Familiensilber zuzuordnen? Wer versilbert sowas?

Müsste man KHGrasser demnach als Nationalteamrodler (i.R.) apostrophieren?

(Tandkristallrodler, seither.)

Verzerrt

Worst-worst-Szenario
Festspielzustandsbeschreibung, Salzburg

… man springt nicht aus dem Ei, um gleich mit Wurstessen anzufangen. Hier wäre Frauenerfahrung nötig.
Franz Kafka

Unlängst habe ich eine der schlechtesten Würste meiner Wurstesserlaufbahn verzehrt, in einem nach der Oper oder dem Musikverein ansonsten gerne besuchten Lokal, es gibt dort auch ein ordentliches bernsteinfarbenes Ottakringer, aber diesmal, leider: Worst Wurst.

In Salzburg, unweit des Festspielhauses, ist die Original Bosna (mit Petersil) legendär (sie wurde dort erfunden!), aber auch die gstauchtn Pusztapaarln am Kapitelplatz zeugen von der möglicherweise erlesensten Wurstkultur Österreichs: Best Wurst.

Frauenerfahrung bringt uns manchmal weiter.

Auftauchen

ÖSV-Abfahrer an historischem Tiefpunkt
orfon

Wintersportlich nicht ganz so versierte (vornehmlich Menschen nicht aus Österreich also) würden annehmen, dass es bei einer ›Abfahrt‹ genannten Disziplin just darum gehe, den tiefsten Punkt (womöglich schnellstmöglich) zu erreichen, das Tal, Meeresniveau, den Marianengraben, ihr Witjastief 1 ist nicht ganz elftausend Meter darunter. Was für ein Druckausgleich aber auch!

Unter Druck erfolgreich sein müssen, geht kaum bis gar nicht. Sowas schaffen höchstens die Schispringer, früher, unterm Preiml: Schnabl, Innauer, es ist ein Zeitl her.

Benannt wurden die Marianen (und ihr Graben) nach der spanischen Königin Maria Anna von Österreich. Von Österreich.

Die, später, in zweiter Ehe, mit einem Tauchlehrer verheiratete Blanca Fernández Ochoa war die einzige spanische Schifahrerin, die es zu meiner Zeit gegeben hat. Von konkurrierenden Männern ist mir nichts bekannt. Es wird sie aber wohl gegeben haben, die haben dort ja Pyrenäen und so, Sierra Nevada, Andorra.

Durch geschickte (»just-in-time«) Anpassung von allerlei Regeln lässt sich ein erfolgreiches Abschneiden bei Wettkämpfen einigermaßen zuverlässig vorherbestimmen.

Aufwärts geht’s.

Höhlengut

Neue Details zu Sexleben in der Steinzeit
orfon

Yabba Dabba Doo!
Fred Feuerstein (zugeschrieben)

Gespannt erwarten wir weitere pikante Details, und selbstredend interessieren wir uns insbesondere für allerlei geile Praktiken. Von der Vorstellung, die Liebe in Steinigen Zeiten sei grottenschlecht gewesen, dürften wir uns aber verabschieden können müssen.

Heutzutage dient der Ausruf »Yabba Dabba Doo!« meist dazu, Gefühlen der Freude oder Begeisterung Ausdruck zu verleihen.

Aufsteigend

Glücklich bis in die Zehenspitzen
Wellnesswerbeaussendungsverheißung

Wolln wir hoffen, absteigend.

Fluchttiere

Auf dem Ring in Wien ächzen die Bäume unter den Schneemassen
Bildunterschrift, orfon

Photographierte Klänge, unser Leitmedium bringt’s zuweg’! Man vermag sich gar nicht vorzustellen, was sie da anderswo daherschreiben: Muss das dunnern, frage nicht!

Wie ächzen Bäume (also die auf dem Ring)? – So wie die Alpakas raunzen, stelle ich mir vor. (Mein Wiener Kühlundgefrierschrank raunzt auch so wie die Alpakas; aber nur des Nachts; der Kühlschrank – wie die Alpakas in der Nacht machen, ist mir nicht geläufig, aber wahrscheinlich ächzen sie wie die Bäume am Ring.)

Was einem nicht alles erspart werden könnte. Alpakas unter Schneemassen, etwa.

(Das war jetzt eine Ringparabel, eine alpakisch ächzende.)

Gerne

Astrologischer Fund begeistert die Fachwelt
orfon (Science)

Der ORF ist seiner Zeit voraus: Die benannte »Fachwelt« ist – noch – nicht am Ruder; es ist aber immer geschickt, die Willfährigkeit, zu der man bereit ist, bereits als Vorausleistung einzuschleimen.

(Gut, sie haben’s dann korrigiert.)

Merke: Jede Korrektur kann bei Bedarf und gemäß den aktuellen Richtlinien der jeweils amtierenden Fachwelt wieder zurückkorrigiert corr.: -korregiert werden. Recht so.

Wieviel?

150 Mio. Jahre alter Hai gibt Rätsel auf
orfon

Wappnen wir uns für die erwartbare Frage im Voraus: Hundertfünfzig Millionen Jahre, das sind ca. (150.000.000 x 365,25 x 24 x 60 x 60) 4 Billiarden 733 Billionen und 640 Milliarden Sekunden (4,73364 mal 10 hoch 15). Wir haben, man muss an alles denken, die Schaltjahre mitberücksichtigt. Wenn wir nun auch noch deren Entfall alle vierhundert Jahre (wie zuletzt im Jahr 2000) mitbedenken, was doch dreihundertfünfundsiebzigtausendmal passiert ist, sind davon noch einmal 32,4 Milliarden abzuziehen, nach Adam Riese (er darf hier nicht fehlen) ergibt das nunmehr exakte 4 Billiarden 733 Billionen 607 Milliarden und 600 Millionen Sekunden, immer noch ganz schön lange, man kann sich das gar nicht wirklich vorstellen.

Trotzdem, mit der Beantwortung wird es hapern, insbesondere an der Entgegennahme der (wie erläutert: annähernd – auch die dazuzuaddierenden Schaltsekunden fehlen, sowie die Umstellung auf den gregorianischen Kalender im Jahr 1582, die dabei elf ausgelassenen Tage, immerhin auch 1,1232 Millionen Sekunden) korrekten Antwort. Wodurch weitere Auswertungen (und allfällige Preisverleihungen) sich weiterhin verzögern dürften.

Alter Hai, wir bleiben dran!


Nachtrag am Morgen: Sehen Sie, jetzt hab’ ich geschwafelt. In meiner – zugegebenermaßen mäßig originellen – Abhandlung bin ich mir mit meiner Rechnerei selbst auf den Leim gegangen: Fallen doch nicht alle vierhundert Jahre, sondern jedes volle Jahrhundert die Schaltjahre aus, und der daraus resultierenden Ungenauigkeit zum Ausgleich gibt es bei allen durch 400 teilbaren Jahren einen 29. Februar. Seit wann in den letzten hundertfünfzig Millionen Jahren das so gehandhabt wird, weiß ich nicht, da muss ich, bei baldiger Gelegenheit (am äquinoktialen 21. März), meinen Astronomen fragen. Die Rechnerei aber erspare ich mir und Ihnen, derweil einmal.

Erhört

»…auch gefrierend erregen ist möglich«
Wettererläuterung, Radio Österreich 1

Wir danken der Wetteredaktion des Radios für ihre erotischen Ratschläge und freuen uns schon sehr auf den irgendwann sicherlich vehement kommenden Sommer.

Dann wird’s wieder heiß hergehen.

Zisch!

Wiener Linien wollen schneller werden
orfon

… rapidité!
Jacques Tati

Wie schnell ist eine Linie, kann eine Linie sein? Fläche?

Die Strecke, die eine (Geschoß-)Kugel bewältigt, wird als Bahn, welche sie zieht, beschrieben.

Parallelen sind bekanntermaßen Gerade, die sich im Unendlichen schneiden. Was passiert nach der Kreuzung, werden sie dann wieder als solche erkennbare Parallelen? … Nun, bis dahin ist es noch ein Stück (ein Zeitl), selbst wenn wir uns noch so beeilen.

(Nicht immer ist immer schneller immer besser.)

Minimalparabel

Scheib bleibt trotz Höhenflugs auf Boden
orfon

Eben, da haben wir’s: Die Welt kann keine Kugel sein.

Umzug

Ein 25-jähriger Arbeiter ist am Montag auf einer Baustelle in Wien-Landstraße schwer verletzt worden. Er wurde von einem Bauaufzug im Nacken getroffen und in ein Krankenhaus gebracht.
orfon

Ist doch ein feiner Zug von dem zuvor gefährlich unaufmerksamen Lift, dass er offenbar Manns genug war, den Schwerverletzten gleich selber ins Spital zu expedieren, vermutlich praktischerweise gleich ins zuständige Stockwerk, denn wer kann, der kann eben: Respekt!, sag ich da.

(Wirkt phänomenal)

Vatikan plant besseren Schutz gegen Vandalismus
orfon

Werden Motten* dir zur Qual
Schütz dich mit Vandal
Werbespruchikone (*wahlweise: Gelsen)

Von 2. bis 16. Juni 455 plünderten die Vandalen unter ihrem Anführer Geiserich die Ewige Stadt.

Ab sofort wird aber besser aufgepasst. Haben sie zumindest vor. Indes, vieles, das geplant wird, kann bis zu seiner Umsetzung dauern.

Wer (oder was) genau nun die Vandalen sind (oder waren), darüber ist sich die Wissenschaft ja nachwievor uneins.

Charon

Der Tote wurde durch das Österreichische Bundesheer bereits in seine Heimat überstellt.
orfon

Aufgaben nur für die Allerhärtestgesottensten werden gemeinhin als ›Himmelfahrtskommando‹ bezeichnet, außer es handelt sich um eine Strafcompagnie, und es werden ausschließlich Freiwilligevor! damit betraut, und möge keiner sich trauen, sich nicht zu trauen.


Es kommt der März, da stehen schon wieder Ausgaben an. Trotzdem erscheint das muetterlog (seit bereits 2006) gratis (aber keinesfalls umsonst). Die es regelmäßig lesen, können, wenn auch nur ansatzweise, erahnen, um was für eine (unbestellte, jaja) Geistesleistung es sich da handelt; übrigens seit dem Aschermittwoch 2020 (der 26. Februar, ein Mittwoch) wieder täglich, buchstäblich tagtäglich, allerhand!, und die muss ich halt zwischendurch, von Zeit zu Zeit, aufhalten:

Hör’ ich da: SPENDE!? (Das Hörbild hat Stefan Nuetzel gemacht.)

Sachdienliche Informationen zu meinem Konto gibt es im Impressum. DANKE.

Schwergewicht

Eder springt knapp an Bronze vorbei
orfon

Rodin? Donatello? Moore?

Oder: Giacometti!, Schispringer (m/d/w) neigen ja seit jeher eher zu einem mehr schmächtiger erscheinenden Körperbild. Haben aber allerlei Schnellkraft.

Wünschen wir Herrn (oder Frau) Eder jedenfalls, bei verlorener Form, nur das allerbeste Gipsglück, Glücksgips (je nachdem).

Hauthaarig

Dessine-moi un mouton!
(Zeichne mir ein Schaf!)
Antoine de Saint-Exupéry

Die einigermaßen etwas untergroße Dame im atemberaubend hautengen Schlangentop. Als hätte ein Python eben einen Tapir verschlungen, und dieser erwartete der Verdauung (Schlangen kauen kaum bis gar nicht): Sowas kann dauern.

Hee, die Natur tut lediglich ihre Arbeit. Wäre also je irrgendjemand zu bedauern? Und große Schlangen fressen nunmal Tapire, manche sogar Elephanten.

Ausreißer

Musik, die dem Publikum nicht nur in die Beine fuhr, sondern ihm letztendlich den Applaus aus den Händen riss.
Christoph Irrgeher, derstandard.at

ohne hände klatschen
Ernst Jandl

Die geschriebene Rede geht von Dvořáks Sechster, einem vielzuwenig gespielten Meisterwerk, mit den Wiener Philharmonikern, es dirigierte Andris Nelsons. Oder schreibt man Andriss? Oder seither?

Irgendjemand muss da wen bestochen haben.

Merke: Böller lässt man nicht in der Hand detonieren.

Wo ist ein Applaus, wenn er einem aus den Händen gerissen worden ist? Gibt es Appläuse? Eine App dafür? Oder, lausige, dagegen?

Es ist stets tunlichst darauf zu achten, den Applaus nicht von der falschen Seite zu bekommen.

Vorbehalten

Attacke am Friedhof: Angreifer eingewiesen
orfon

Wolln wir hoffen, anderswo.

Gesichtsgewinn

Engel mit Melonis Gesicht übermalt
orfon

Oder, zweite mögliche Lesart eines eindeutig zweideutigen Satzes, doch eher ein ebensolcher -verlust? Der Meloniverlust als Weltgewinn? Engel jedoch sind nicht von dieser Welt, und beiweitem nicht alle für ebendiese, gefallene Engel etwa.

Du sollst dir kein Bildnis machen.

Wenn ich ein Engel wäre, ich ließe mir sowas nicht gefallen und flöge davon.

Daliman

Heißt (hieß) so Harry Belafontes Parfum? Oder war es doch, da olfaktorisch weniger aggressiv, ein Deodorant?, ja genau, so eines mit Bananenaroma! Wobei bei Bananen eher von einer (leichten) ebensolchen -note zu sprechen etwas angemessener erscheint, sind doch Bananen nunmal keine Aromabomben. Bananennoten, nota bene, gibt es von 1 bis 6, in umgekehrter Reihenfolge, da, ein Erbe des britischen Kolonialismus, in Jamaika bekanntermaßen Linksverkehr gilt und, immer noch, herrscht. Als nicht völlig im wissenschaftlichen (materialistischen) Weltbild verankerter Rechtsverkehrsgewohnter kannst du da einen Talisman durchaus brauchen, before crossing the street – look right!

Kleiner Nachtrag: Bananentexte sind, generell, mit Vorsicht zu programmieren, denn irgendjemand kann immer not amused darüber sein, und namentlich gibt es Menschen, denen Bananenduft (-arooma), akut verwelkende Schalen in einem Großraumwagen der Bahn etwa, Unwohlsein generiert. Vom (tatsächlichen, metaphorischen – je nachdem, am besten beides) Ausrutschen ganz zu Schweigen, was hiermit eben nicht passiert ist.

Passierte Bananen, raschbräunende, hmm…

Neugierdsnase

Der Duft, der Köpfe verdreht
Werbezusendung, »Douglas« (Email)

Dann muss es aber bitte auch zumindest einen Duft geben, der sie uns wieder geraderichtet. Damit ist aber gottlob ohnehin zu rechnen, denn die einem da auf diesem wenig vertrauenswürdigen Weg zweifellos lukrativste Geschäftsvorschläge machen, sind bekanntermaßen stets an umfangreicheren Abschlüssen interessiert.

Wie riecht er also, so ein Kopfverdrehduft? Und der andere, das Antidot?

Sehen Sie, jetzt habe ich auch Sie neugierig gemacht: Das Österreichische Wörterbuch hat das Synonym für »neugieriger Mensch« zurecht im Olfaktorischen aufgespürt.

Destillattat

Vermisste Kugel mit Gin in Bodensee gefunden
orfon

Dusche und kühle dich ab, bevor du ins Wasser gehst!
Springe nie in dir unbekannte Gewässer!
Mute dir selbst nie zuviel zu und verleite andere nicht zu Waghalsigkeiten!
(Aus den Baderegeln)

»Einen noch, dann aber lasset uns tauchen gehen!«, werden sich wohl die wackeren Kugeltaucher gesagt haben. Noch einen, einen noch, dann aber: Gesagt, getan! – Wasfürwelche Probleme sich doch vermittelst edler Destillate lösen lassen.

Für den Allrounder (dreifacher Wellenkamm) haben wir seinerzeit eine Gummiwurscht aus dem Taucherbecken holen müssen. Die war zuvor aber niemandem abgegangen.

Tiefkühlware

Eisläuferinnen brachen in Irrsee ein
orfon

Gut, dass sie sie erwischt haben! … Was sie (die Rausgefischten) wohl (widerrechtlich) rausfischen hätten wollen? Fischstäbchen?

Wir sind von Irrtümern umgeben, schollenförmig sich türmenden Irrtümern.

Angezählt

Kärnten vermisst ausgiebigen Niederschlag
orfon

Mach es wie die Sonnenuhr
Zähl’ die heit’ren Stunde nur
Lebensheuristik (gereimt)

Es ist wohl nicht vermessen, zu behaupten, dass, wenn Niederschlag vermisst wird, das einem das Vermessen ausgiebig vermiesen kann, sodass Niedergeschlagenheit als eine sehr wahrscheinliche Folge angenommen werden muss.

Womit man sich alles abgeben muss, und das nicht nur in Kärnten. Dellach im Drautal etwa ist ein sogenannter Hitzepol, nur in Bad Deutschaltenburg ist es einmal noch heißer gewesen. Lienz wiederum ist stolz auf seine Sonnenstunden. Diese ressortieren statistikmäßig aber bei Tirol.

An all das werden wir uns noch einmal bitter erinnern.

Homogenisiert

Rücksturz zur Erde!
Raumpatroille Orion

Ende der Zeit als Tod durch Gleichheit, so laute die universelle Generalperspektive, informiert uns die Astronomin und Wissenschaftsvermittlerin Ruth Grützbauch im Radio, Vom Leben der Natur heißt die stets aufs Neue begeisternde Sendung, und Leben ist wohl auch alles, das jemand Lebendiger untersucht, solange halt, bis Alles gleich ist, das heißt ja auch unter den Menschen Tod, der Tod, er mache alle gleich, aber schaun wir uns doch die Pyramiden an und vergleichen wir sie mit den Grabmälern der Pyramidenbauarbeiter, sehen Sie, das ist ja gar nicht möglich, weil wir die nicht haben, weder die Pyramidenbauarbeiter noch ihre Gräber, und Erich von Däniken kann uns da auch nicht mehr weiterhelfen, wie wir hierblogs bereits bedauernd darlegen mussten, wo wird der begraben sein, und wird man ihn wiederfinden können, dereinst, in gut viereinhalbtausend Jahren, wir brauchen ihn sosehr und bereits jetzt fehlt er schon aufs bestürzendste, Entrückter zu den Sternen.

Triste Sache

Waffen und Konfetti bitte daheimlassen
Kinderfaschingseinladungszusatzhinweis 
(Kinderfreunde Gründberg-Letten-Sierning)

In Triest wird behauptet, dass die Konfetti 1876 vom damals vierzehnjährigen, nachmalig bedeutsamen Nuklearphysiker Ettore Fenderl erfunden worden seien, und eben nicht vom Brandenburger Buchbinder Paul Demuth, dem diese Idee ja auch erst 1887 gekommen sein soll, in Venedig noch dazu, wie einfallslos!

Ob Triest – Venedig eine ähnliche Ostwestfehde ist wie Klagenfurt – Villach?

Würde man mich, mit Karnevalsverpflichtung, nach Italien schicken, ich wählte wohl Triest, und auch den Klagenfurter Karneval zöge ich, allein schon aus Alliterationsgründen, dem Villacher Fasching vor: »KlaKa!« hat mehr kantigen Impäkt alswie das, wie ich finde, allzu beliebig verwaschende »ViFa!«

(Ettore Fenderl ist fast 105 geworden, konnte sich also seiner Erfindung noch gut 91 Jahre erfreuen. So etwas wie eine Konfettikanone war übrigens nie in seinem Absichtshorizont, ein klassisches Forscherschicksal.)

Frurken?

In Okinawa essen sie so eine froschartige Gurke. Diese – sie schmecke bitter – sei aber lediglich ein Mosaiksteinchen im Gesamtgefüge, im Rahmen dessen es so gekommen ist, dass dort (in bzw. auf Okinawa) soviele Ühus leben. Heutzutage wird das alles ja aufs genaueste erforscht.

Gurkenfrosch, naja. Ob es sich dafür lohnt, solange zu leben, gar leben zu müssen?

Meine Mutter, demnächst – worst case! (auf Deutsch geäußerte Eigenaussage) – neunzig, mag etwa schon längst nicht mehr. Ein Frosch kommt ihr keiner mehr in die Wohnung, und Gurken haben ihr zeitlebens Aufstoßen verursacht. Ob’s hilft?

In Söchau hatte mein Bruder einmal einen Kaulquapp im Ohr. Ist ihm aber nicht gut bekommen, und Frosch ist keiner aus ihm geworden. Jetzt hat er ein Biotop hinterm (oder, je nachdem, vorm) Haus.

Assonant

Wiener Stehtische
Bundeshauptstädtisches Cateringzubehörunternehmen (Geschäftsidee)

Ob im Büro von Drehstühlen drohende Gefahren (physikalische Ausreizungen im Rotationsressort) gesondert versicherbar sind (und bei welcher Versicherung), lässt sich sicherlich leicht herausfinden. Deren Sorgen möchten wir haben, aber auch nicht wirklich, weil: Sowas sagt sich doch allzu allzuleicht.

Zu Stehtischen werden üblicherweise keine Drehstühle o. dergl. gruppiert.

Drehtische? Wiener?

Mit

Hühnertransporter auf glatter Straße verunglückt
orfon

Der Transporter war, so heißt es im Radiobericht, ausschließlich mit geladenen Hühnern bestückt.: Alles VICs (Very Important Chicken), zweitausend! Mit denen – und generell, bei so einem Wetter! – musst du fahren wie auf rohen Eiern.

Unwiderruflich

Erich von Däniken ist tot
Agenturmeldung

Nun ist also auch die Zukunft vorbei. War ja zu erwarten.

Gespannt starren wir der Vergangenheit entgegen.

Die Außerirdischen können sich abjetzt sowas von warm anziehn.

Draußen, ich sagte es an anderer Stelle bereits, ist es kleschkalt.

Annihilation

The same procedure as every year!
Dinner for One

Zur jährlichen Geburtstagsfeier (heuer der 77er, Schnapsklappe!) würden wieder die Üblichen kommen, außer denen, die seit letztem Jahr verstorben sind, 2024 war ja Simonischek noch da (Moment, nein, 23 muss es gewesen sein, im Mai 23 ist er gestorben, der seinerzeitige Zwilling!), lediglich der Neffe (der Erbneffe) komme heuer nicht, haha, die Nichtung des Neffen, wie hat noch schnell Heinz Erhardt schusslgewitzelt, hat der nicht einmal theatralisch empört »Ooh nein, mit Kusinen, mitnichten (mit Nichten?)!« Pathos verdampfend sichselbst in schelmischem Vortrage entgegnet?

Bei einer derartigen Neffenvernichtung bietet man sich selbst ritterlich-devot als präsumtiver Universalerbe an: Schließlich ist man noch jedesmal brav angetanzt zur lukullischen Geburtstagsatzung.

Ist aber auch jedesmal schon auch schön, dem alten Freund die Freude zu machen, weil worum geht’s denn bitte?

Asso

Assinger mit neuen Einblicken zurück
orfon

Unbedarften Polyglotten steigen merkwürdige Assoziationen auf.

Meist täuscht der erste Eindruck, aber nicht immer: Es gibt dafür schlicht keine Regel, seien wir also auf der Hut vor jedweder Vorschnelligkeit.

Gut, dass es für Alles Experten gibt, und Fachärzte.

Saloon

Konsistorium: Kardinäle betonen Harmonie
orfon

Harmoniebeton, weltweit verbreitetes großpolitisches Grundkonstitutivum.

Wie betont man eigentlich »Harmonie«?, also so, dass es nicht wie ein Frisiersalon klingt.

(Richtig, es gibt ja auch sowas wie eine Betonfrisur, sagt man; auf die Konsistenz kommt’s an.)

Unaussprechlich

Auch Wäsche falten: Roboter stehen vor neuen Aufgaben
orfon

Oftmals steht man vor einer Aufgabe und kommt nicht und nicht weiter. Früher sagte man dazu »wie der Ochs vorm Tor«.

»Wäsche«, das meinte früher »Unterwäsche«: Was haben so Roboter (m/d/w) eigentlich untenrum an?

Gewisse, besonders delikate Teile der Unterwäsche wurden früher schicklich verklemmt »Die Unaussprechlichen« genannt. Das hatte schon beinah eine religiöse Komponente, ist doch in bestimmten Religionen eine Nennung des Gottesnamens von gleichermaßen umständlichen Tabus flankiert.

Ringer

Team Austria nimmt für Olympia Form an
orfon

Bei Sportlern ist es wichtig, dass sie für wichtige Wettkämpfe zeitgerecht in Form kommen. Am besten ist überhaupt, dass sie beim Bewerb am Höhepunkt ihrer Form stehen. Manche können ihn sogar sprichwörtlich überschreiten, andere wiederum unterqueren ihn lediglich.

Gewisse, sehr seltene Spitzensportler können im Anschluss an ihre aktive, die Wettkampflaufbahn, noch eine Abkühlphase anschließen, in der sie je auf sich zugeschnittene Herkulesaufgaben bewältigen, zum Beispiel eine Durchquerung der Antarktis oder Grönlands im jeweils antipodischen Winter oder Sommer. Schauspieler am Zenith zieht es mit dem Motorrad in die Wüste. (Was macht eigentlich Philipp Hochmair dieser Tage, geht’s ihm eh gut?)

Merke: Die Olympiade ist die Zeitspanne zwischen den Spielen; und Olympia ein Ort in Griechenland, eine Schreibmaschine, ein Gemälde von Édouard Manet, (…), sowie eine mechanische Puppe weiblichen Phänotyps. Vonihrbetörte Männer sind blindwütig verrückt nach ihr: Was kann die doch singen und tanzen, phänomenal!

Echte Profisportler müssen genau kalkulieren und stets einen kühlen Kopf bewahren.

Früher einmal waren die Olympischen Spiele ausschließlich Amateuren vorbehalten.