daran dran

Das ist ja immer die Frage, woran man (eben, gerade) dran sei. Ganz so leicht kann das zumeist jedoch nicht gesagt werden. Trotzdem will ich hier von Zeit zu Zeit einen aktuellen Werkstattbericht abgeben.1

woran ich jetzt arbeite / daran arbeite ich jetzt / beantworte ich unausgesetzt / die frage eines jeden // ich beantworte unausgesetzt / die frage eines jeden / woran ich jetzt arbeite. / daran arbeite ich jetzt
Ernst Jandl, 23.6.1973

Irgendwas köchelt immer, und manchmal brodelt’s richtiggehend.


Am 21. Dezember 2025 durfte ich die Wiener Jesuitenkirche bespielen, ein intensives, sehr wohlwollend akklamiertes Erlebnis. Ich habe diesen Freiflug »auscultationes super RORATE« genannt, hören Sie selbst (Tonmeister: Othmar Habeler-Bergsmann; ich empfehle vierzig Minuten unabgelenkte Ruhe und eine Kopfhörerin):

Da will ich musikalisch weitermachen: Pointenloses Pures Klingen. Ich werde mich also, generell, puristischer aufstellen; nicht mehr (so sehr) der sein, den man gerne für allerlei unkonventionelle Situationen zuzieht – es geht zu Lasten der Wahrnehmung, was ich mit meinem epischen Spiel zu vermitteln in der Lage bin, viel mehr nämlich, das geht in die Tiefe, nach Innen, verängstigt beglückend, ist unbenennbar, da wesentlich.

Vielleicht ist Ihnen ein inspirativer Raum und eine geeignete Gelegenheit, einen solchen zu bespielen, geläufig. Weil ich kann Raum. 

Woll’n wir da einmal drüber reden? – Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren!

21. Dezember 2025, Wien, Jesuitenkirche. Das Bild hat Klaus Fritsch gemacht.

• Posaunespielen. Üben auch. Aber das Üben sei eben ein Spiel, Spielen.
Außermusikalische Vorstudien für anstehende Projekte.2
• Konzeption und Komposition für Allerlei. (Unvager geht’s nicht.)
• Lesen: Nach Erwin Einzinger3 und Dimitré Dinev4, dem längstschon überfällgen Švejk – was für eine Wucht in diesem Epochenbuch steckt (ich stelle ihn in eine Reihe mit Don Quichote, Albert Vigoleis Thelens Die Insel des zweiten Gesichts oder Moby Dick) –, zwischendurch Hildesheimers Masante, bin ich mitten im nach (Krieg und Welt) neuen Opus Magnum von Peter Waterhouse, Z Ypsilon X; ich habe es, was für ein Privileg, von ihm persönlich erhalten. Dazu sowieso immer wieder Jonke und Jandl. Und Stifter, ja genau, Stifter.
• Akquise, täglich Brot: Organisatorische Arbeiten, knallharte Verhandlungen (…) sind die träge tragende Hintergrundmelodie jedweder freiberuflichen Tätigkeit, so auch der meinigen. Mühsam, aber so ist es nun mal.
Ausformulieren eines Konzepts für Mikroführungen5 im Stephansdom. Uns6 schwebt sowas wie ein erläuternder Gang auf den Spuren meiner aus|cul|ta|tio|nes vor, ehklar mit meiner Posaune. [Das steht schon länger da, es wird aber gaanz sicher bald was!]

Klaus Fritsch sieht (nicht nur) Bertl Mütter (der ihn nicht anschaut) im Stephansdom

• Transkription jener Dialoge, die ich beim Anhören der aus|cul|ta|tio|nes mit mir lieben Menschen (Bodo Hell ist/war einer davon) geführt habe.7
• Begleitung meiner alten Mutter bei ihren letzten, in zunehmend kleineren Radien zu ziehenden Runden; sie ist nun gut im Betreuten Wohnen angekommen, ein großes Glück.
Selber gesund bleiben, seit Heilichedreikönig bin ich näher dran am Einundsechziger als am Sechziger.
• (…)


Generell gilt (womöglich nicht nur für mich):

Ich sehe jeden Tag an mir selbst, wie das ist, mehr Dinge wesentlich schlechter zu können als gut.
Saša Stanišić

Sollte uns das nicht æcht frœlich stimmen?

  1. Die größeren Züge – meine öffentlichen Aktivitäten finden Sie stets tagesaktuell in den Agenda.
  2. (… nicht nur solo, und auch Wien Modern ’26 kommt!)
  3. Aus dem Zuckerlautomat am Marktplatz kam ein Kaugummikoalabär
  4. Zeit der Mutigen
  5. max. 12 Personen!
  6. Mit im Boot: Archivar Reinhard H. Gruber und Hana Gandhe, dieser sonderlich beseelte Mesner, der dir jeden Stein im Dom lebendigerzählen kann.
  7. Die klassische Aufgabe zur virtuosesten Prokrastination.