Sankt Jakob im Rosental / Šentjakob v Rožu
Cerkev Šentpeter / Filialkircherl Sankt Peter
Konc/zert: BLICK DURCH / POGLED SKOZI
Bertl Mütter, Trombonaut

Bertl Mütter spielt Posaune. Damit ist alles und nichts gesagt. Denn sein Spiel ist so anders und zugleich heimlich-vertraut, völlig unspektakulär (meint zumindest er) – und zu Herzen gehend. Ein redendes, beredtes Erkunden dessen, was ist.
Wenn er unterwegs ist, sucht sich Bertl Mütter geeignete Räume zum Üben. Einmal ist er durchs Rosental gefahren, hat in St. Jakob Halt gemacht, dort zufällig seinen Studienkollegen Gerd Kenda getroffen, und der hat ihn zu uns nach Šentpeter geschickt: Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Mittlerweile ist ihm unser Kircherl zu einem vertrauten Raum der Inspiration geworden.
Jetzt ist es aber wirklich Zeit, mehr Menschen Anteil daran haben zu lassen.
Lasset uns hören.
Ankündigungsprosa

Die Musikengerln überm Eingang vom Kircherl in Šentpeter
Ursprünglich – da sich das mit der nicht so ganz stillgelegten Bahnstrecke und dem Tunnel und dass es kalt sein könnte (…) nicht ganz ausdergangen ist, gehen wir ins Kircherl von Šentpeter, einem meiner Herzensräume – ursprünglich oiso warats bitte so quen:

Lessachtunnel: Eine 111 Meter lange Röhre lässt noch keinen Tunnelblick aufkommen
Vom Nordportal kommend, erfasst das Auge nach einer leichten Rechtskrümmung bald das berühmte Licht am Ende, welches sich aber – so weit ist es noch nicht! – in Wald, Gebirge und, Näheres konkretisiert sich, in der alten Eisenbahnbrücke auflöst. Wohl könnte ein Gefühl der Erhabenheit aufkommen, da wir aber auf einer (stillgelegten) Nebenbahnstrecke sind, hat alles hier sein humanes Maß, das mehr zum Staunen als zum in Anbetracht der Karawanken Wanken einlädt. Bertl Mütter mit seiner Posaune erkundet die Tiefen dieser Räume im Schneckentempo, horcht ihnen in beredt mehrsprachigem Spiel ihre Geschichten ab, die so anders sind als sie sich vorstellen lassen: Tunnelblick kann, mit herzoffenen Ohren, Weitung bedeuten.
Ankündigungsprosa (veraltet)
Claimer: Naturgemäß werden die hundertelf Meter Tunnelerfahrung ins Kircherl von Šentpeter – quasi binnenakustisch – mitgenommen.
Die lieben Leute vom Kulturverein Rož trauen sich was. Jahrzehntelang schon.
Und jetzt schon wieder.



