Agenda

Zu Tuendes: Von was womöglich wird bis wie’s wirklich war. Öffentlich: Herbei!


Hoch-, Noch- & Nachsommer

Im August und ein bissl auch vom September laube ich ur. (Ur ur, wie man in Wien sagt). Meine Posaune ist immer mit dabei, im Foi, es pressierat. So bleibt mir mein warmer Ton erhalten, auf dass ich aushelfen kann, akustikalorisch, wenn es nach den aktuell durchzustehenden Hitzewellungen draußen wieder kühl, kühler, kälter und, ja, es nützet nichts, schlussendlich kalt wird, arrschkalt, brrrr.

So wolln wir’s doch halten!

Für hernach ist einerseits bereits einiges fix, wenn auch hier noch nicht präsentabel, andererseits können wir buchstäblich über ALLES reden. (Wie redet man eigentlich buchstäblich?)

Sie wissen, wie Sie mich (jederzeit) (fast j.) erreichen? – Guut.

Mittwoch, 23. September 2026, 20:00 Uhr

Sonnensteher, 4. Viertel (ein Bild von Klaus Fritsch usurpierend)

Wien, Wotrubakirche am Georgenberg
Hermann Glettler (Bischof, Kunsthistoriker & Künstler): »Innenbegehung einer Skulptur«
Bertl Mütter (Posaune): aus|cul|ta|tio|nes super FALLEN

Michael Atteneder hat sich das ausgedacht und gemacht

Die Wotrubakirche, offiziell Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit, ist eine römisch-katholische Kirche aus 152 Betonblöcken am Georgenberg im Südwesten Wiens. Sie wurde von August 1974 bis Oktober 1976 nach Entwürfen des Bildhauers Fritz Wotruba und Plänen des Architekten Fritz Gerhard Mayr erbaut und ist eine Rektoratskirche der Pfarre Mauer.
wikipedia

wikimedia.org | C.Stadler/Bwag

Als Kind stellte ich mir eine Zeit lang vor, dass Häuser musizieren können.
Saša Stanišić

Der SONNENSTAND wandert ins vierte Viertel: Immer zum astronomischen Anfang einer Jahreszeit erkundet Bertl Mütter einen inspirierenden Raum mit seinem epischen Posaunenspiel. Einleitend erzählen ihm nahe Menschen assoziativ Erhellendes. Im März hat Margret Wohlfahrt die Otto Wagner Kirche als Patientenkirche vorgestellt, im Juni (Universitätssternwarte) Franz Kerschbaum über Wendezeiten protuberiert. Zum herbstlichen Äquinoktium nun, am südwestlichen Rand von Wien, in der (heuer fünfzig Jahre bestehenden) Wotrubakirche, lädt Hermann Glettler, Bischof von Innsbruck (er ist auch Kunsthistoriker – und als Künstler mit Bertl Mütter seit Jahrzehnten freundschaftlich verbunden), zur »Innenbegehung einer Skulptur«, deren oftmals als Bauklötze bezeichneten Quader in einem merkwürdigen Gleichgewicht von Schweben und Fallen zu verharren scheinen, eigentlich ein bedrohlicher Zustand, der letztlich doch eine erstaunliche Geborgenheit vermittelt. Wie (und ob) sich diese Spannung musikalisch abbildet, werden wir hören.

wikimedia.org | C.Stadler/Bwag

»Mein freifliegendes Spiel erwächst aus einem musikalischen Nukleus. Von ihm aus hebe ich zu meinen aus|cul|ta|tio|nes ab, in die Tiefe, nach Innen, unbenennbar, weil wesentlich: Pointenlos pures Sein im Klang, Hingabe.«

Eintritt freiwillig.
Spenden für den Musiker werden  g r o ß z ü g i g  angenommen. Und hernach gehen wir zum Heurigen.


(Wo das wohl hinführt?)

Samstag, 3. Oktober 2026, 18:00 Uhr

Sankt Jakob im Rosental / Šentjakob v Rožu
Lessachtunnel
Konc/zert: BLICK DURCH

Lessachtunnel: Eine 111 Meter lange Röhre lässt noch keinen Tunnelblick aufkommen

Vom Nordportal kommend, erfasst das Auge nach einer leichten Rechtskrümmung bald das berühmte Licht am Ende, welches sich aber – so weit ist es noch nicht! – in Wald, Gebirge und, Näheres konkretisiert sich, in der alten Eisenbahnbrücke auflöst. Wohl könnte ein Gefühl der Erhabenheit aufkommen, da wir aber auf einer (stillgelegten) Nebenbahnstrecke sind, hat alles hier sein humanes Maß, das mehr zum Staunen als zum in Anbetracht der Karawanken Wanken einlädt. Bertl Mütter mit seiner Posaune erkundet die Tiefen dieser Räume im Schneckentempo, horcht ihnen in beredt mehrsprachigem Spiel ihre Geschichten ab, die so anders sind als sie sich vorstellen lassen: Tunnelblick kann, mit herzoffenen Ohren, Weitung bedeuten.
(Ankündigungsprosa)

Die lieben Freundinnen und Freunde (darf ich, so ein Glück, sagen) vom Kulturverein Rož trauen sich was. Jahrzehntelang schon.

Und jetzt schon wieder.

(Näheres, wenn Alles näherkommt.)

… und was machen Sie sonst noch so?

Ich kenne meinen Weg so wie der Bach den seinen.
Jules Renard

Es ist immer (wer oder) was im Anflug.

Dorothea Wimmer† hat das 1999 in Lienz aufgenommen.

Neben meinen hiersites dargelegten öffentlichen Aktivitäten1 gibt es, wie es sich für ein Künstlerleben gehört, auch sonst nichts alswie fruchtbare2 Momente, darf ich versichern.

(Gewisse Versprechen gibt man sich selber sogut alswie der Welt.)

Und sonst3 mache ich noch wie nebenher: Diese Website frischhalten (am einfachsten ersichtlich beim täglichen Mütterlog); weltwichtiche künstlerische4 Projekte5 und dafür Vor-, Zu- und Nachbereitungen jedweder Art; tatsächlich wichtige Fürsorge- und Liebesdienste, sowie Akte der Freundschaft, runde und eckige Geburts-, Jahres- und Todestage: Nennt mich6 einen Passagenpassagier.

Und – damit ich’s nicht vergess’7Posauneüben. Das höret bitte nimmer auf!8 Mir ist das Posaunespielen beständiger Quell der Freude, Rückhalt in allen Lebenslagen. Was für ein Glück!9