vorbei

Es ist sehr verschieden, in die Zukunft – und in die Vergangenheit zu lügen.
Jean Paul (1799)


Samstag, 30. Mai 2026

Ottobeuren (D), Basilika
»Orgelmusik mit Posaune«
Bertl Mütter, Posaune
Christoph Hauser, Orgel(n)

wikimedia.org | Diego Delso

Es ist nämlich bitte so, dass ich mit dem Winfried befreundet bin. Kennengelernt haben wir uns 2013 in Admont: Im Rahmen des Festivals ARCANA habe ich vor dem Quatuor Diotima gespielt, er war der für Kunstsachen zuständige Prior1) von Stift Admont, außerdem Pfarrer am Frauenberg. Winfried – ein gemeinsamer Freund ist Bodo Hell – hatte als bekennender Loriotist (mit Ente und Steinlaus) an seinem nächsten Einsatzort (Abt von Stift Neuburg/Heidelberg) einen schweren Stand; folgte eine Siphonphase, nun ist er im Stift Ottobeuren (gut?) gelandet (und dort auch Pfarrer). Die Abteikirche ist ein Wunderwerk, mit einer phantastischen Architektur samt Akustik, und auch die Orgel, corr.: die Orgeln können was! Gleichso verhält es sich mit Christoph Hauser, ein ganz besonderer. Wir haben uns die letzten Jahre über mehrmals zum gemeinsamen Improvisieren getroffen und freuen uns auf dieses nun auch öffentliche Spielen. Ausgehend vom Pfingsthymnus »veni creator spiritus«, wolln wir weiter schauen – und hörenmachen.

Das war im Winter; sie haben aber auch ein vorzügliches Bier; Engelbräu, versteht sich.


Nochmals danke für die  Aufführung: Nie habe ich einzelnen Tönen intensiver nachgehört. Irgendwie war es wie großen Seifenblasen nachzusehen, die so durch den Raum schweben.
I. B., Herrsching (weitere Bekundungen aufl.)

 

Riesenglück, diesen Raum ins Klingen bringen zu dürfen, erst recht mit einem derart versierten musikalischen Partner. Noch größeres Glück, von diesem Raum ins Klingen gebracht zu werden; auf dass man ihn ins Klingen bringe. Und so weiter und weiter so.

Anm.: In langjähriger Freundschaft begründetes Solidaritätskonzert ohne Honorar.

Samstag, 23. Mai 2026

Steyr, Dunklhof
Literaturtage Steyr
trombohuwabone. Eine Ernste Jandliade vum Bertl Mütter

Ernst ist es und trombonisch und tohuwabohisch; ist das doch (Gen 1,2) der Urzustand von Allem auf der Erde, meist übersetzt mit wüst und wirr (Luther sagt leer statt wirr). Und ganz ernst sieht Gott zu.

Ostuni, 2025: Irgendeiner hört immer ganz Ernst zu

Mütter verkörpert die Sprache selbst, schlüpft in die Rolle der zu uns sprechenden Stimme, übernimmt zeilenweise die Perspektive einer konkreten Figur. Damit wird die Lesung zum »Spiel«, in dem keine einzige zungenbrecherische Wortspielerei verstolpert wird. Mütter agiert nicht nur text- und sprechsicher, sondern stets gekonnt innerhalb jenes Bereichs, in dem lustvoller Schalk nicht zu unterforderndem Klamauk wird. Vortrag wechselt sich ab mit avantgardistischem Posaunengetön, das Blasinstrument spöttelt und tschilpt. Der fliegende Wechsel zwischen Text und Musik verdeutlicht die Musikalität der Sprache, eines wird zum anderen, bis das andere vom einen nicht mehr zu unterscheiden ist. So hat man Jandl noch nie gehört – aber genau so sollte man ihn immer hören!
Lukas Meschik über trombohuwabone (Poesiegalerie 2025)

Große Freude & Ehre, dieses Herzensprogramm in Steyr präsentieren zu dürfen. Wertschätzend freundliches Publikum, Heimspiel im allerbesten Sinn. DANKE.

Samstag, 9. Mai 2026

Steyr, Friedhof, Italiener-Denkmal
81 Jahre Befreiung
Gedenkfeier

10. Mai 2025: Tant’ auguri a te!

Alle Jahre wieder kommen Angehörige von KZ-Opfern aus Italien nach Steyr, um ihrer ermordeten Verwandten zu gedenken. Heuer ist es der 81. Jahrestag der Befreiung des KZ Mauthausen.

Ich betrachte es als eine besondere Ehre, diese Feier mit meinem Posaunespiel begleiten zu dürfen. Zum Abschluss darf dabei »Bella ciao!« nicht fehlen.

Leider haben wir Rafaela Lorenzi nicht zu ihrem 91. Geburtstag gratulieren dürfen, heuer wäre ihr die Reise zu mühsam geworden. Vielleicht aber kann sie 2027 wieder dabeisein. Jedenfalls gilt: Kann es ein gelungeneres Obsiegen geben, als dass man am Friedhof gemeinsam »Happy Birthday« anstimmt (für jemand Lebendigen!), und noch dazu auf italienisch!

Freitag, 1. Mai 2026

Fels am Wagram, Weingut Wimmer-Czerny
WeinKult 25

Dieses Bild ist von Markus Lidauer (2012).


Lukas Meschik, Lesung, teilnehmende Beobachtung

Sofia Labropoulou, Kanun
Matthias Loibner, Drehleier
Gerhard Laber, Perkussion
Bertl Mütter, Posaune; Conférence

Armin Thurnher, Special Guest
Antonino Tertuliano, Kontrabass; Surprise Guest

Hans Czerny, Winzer

Der WeinKult 25 im 26er-Jahr: BOAHH!, ein Vierteljahrhundert machen wir das schon! 

Lukas Meschik habe ich bei der Poesiegalerie 2025 kennengelernt, und sogleich war klar, dass er zum WeinKult kommen muss. Praktischerweise habe ich gleich auch einen von ihm rezensierten Auchlyriker als Special Guest eingeladen. 

Die WeinKultKombo (WKK) war diesmal etwas filigraner aufgestellt. Matthias Loibner ist ein langjähriger Kollege – er ist überhaupt derjenige (Profi-)Musiker, mit dem ich am allerlängsten in musikalischem Austausch bin, damals war er etwa 17 und ich reife 20. Er hat sich bereits mehrmals als loyal erwiesen, auch hier am Hof, und so war es wirklich Zeit, dass er wieder einmal im offiziellen LineUp dabei war. Ganz neu dabei hingegen war die faszinierende griechische Kanun-Spielerin Sofia Labropoulou, die seit einiger Zeit die österreichische Improvisationsszene frischwindig belebt; Matthias hatte mich auf sie hingewiesen, was für ein Glück. Dass – es bedarf stets der kreativen Verstörung (ein Akt des freundschaftlichen Kitzelns) – auch mein alter Freund und Mentor Gerhard Laber mit seinem stets kuriosen Perkussionsspiel dabeisein konnte, war eine zusätzlich beglückende Freude:

Bertl »The Trombone« Mütter spielte fabelhaft mit fabelhaften Kolleginnen und Kollegen auf fabelhaften Instrumenten; das von Sofia Labropoulou mit ziselierter Einfühlung gespielte Kanun war mir ebensowenig ein Begriff wie die Drehleier, welche Matthias Loibner zu erstaunlichsten Tönen brachte, vom sphärischen Orgelton bis zum energischen Bass. Was ein Schlagzeug ist, weiß man, aber was der erst 80-jährige, quicklebendige Gerhard Laber seinen Rhythmusinstrumenten abstreichelte, abklopfte und abschabte, das hielt die vier auf erstaunlich delikate Weise zusammen, und über allem schwebte Bertls Posaune, zitatenreich, anspielungsvoll, witzig und bei Bedarf einfach voll schön. Was auch bei den Hüttenbrenner-Duetten mit dem brasilianischen Bassisten Antonino Tertuliano zum Ausdruck kam.
Armin Thurnher, Seuchenkolumne (»Unbedeutend ist schön!«)

DANKE, es war wirklich gran-di-os, und wir hatten das aufmerksamste Publikum ever, sei lobend erwähnt. Weiter auf diesem Weg des kontinuierlichen Wandels! (Womit, feiertaggemäß, eine taugliche parolenartige Affirmation formuliert wäre.)

Markus Lidauer hat 2012 auch das photographiert.

Samstag, 25. April 2026

Gmünd (NÖ), Eisenberger Fabrik
Marielies Seyler »Momentum Natur«
Bertl Mütter, Posaune
https://www.bibliothekderprovinz.at/media/events/sstllng_mrlssylr_mmntmntr_snbrgrfbrkgmnd_250426_140626.jpg

Richard Pils hat wieder einmal angerufen.

Und weil der Richard wirklich ein Guter (ein wirklich Guter) ist, bin ich von Steyr via Linz und Freistadt, quer durch Mühl- und Waldviertel, Gmünd zu und wieder, quer durch Wald- und Mühlviertel, via Freistadt, Linz und St. Valentin retour nach Steyr getukkert, hurra! Österreich ist ja Ende April auch nördlich der Donau besonders schön.

Die Künstlerin hat ihre Intentionen in meinem Spiel gut erkennen können, hat sie mir gesagt. Somit war ich mit dem rechten Spiel am rechten Ort. Zur rechten Zeit. DANKE.

Montag, 20. April 2026

Wien, Österreichische Gesellschaft für Literatur
Cornelius Hell zum Siebziger
Bertl Mütter, Posaunistische Aperçus

wikimedia.org | C.Stadler/Bwag

Cornelius und mich verbindet eine jahrelange, von hochgradig wohlwollend wahrnehmender Distanz geprägte Freundschaft. JETZT! passts, dass wir was gemeinsam machen: Was hab ich mich gefreut, wie er mich gefragt hat, ob ich zu seinem Siebziger spielen will.

Cornelius, stiller Gigant, Polyhistor.

[Äußerst stimmige private Feier im offiziellen Rahmen.]

Samstag, 21. März 2026

Sonnensteher, 2. Viertel (ein Bild von Klaus Fritsch usurpierend)

Wien, Otto Wagner Kirche am Steinhof
Margret Wohlfahrt: Die Otto Wagner Kirche als Patientenkirche
Bertl Mütter (Posaune): aus|cul|ta|tio|nes super DE PROFUNDIS

Michael Atteneder hat sich das ausgedacht und gemacht

Die erste moderne Kirche Europas steht auf dem höchsten Punkt der weitläufigen Anlage eines psychiatrischen Spitals vom Anfang des 20. Jahrhunderts. (…) Die gesamte Einrichtung der Kirche wurde von Otto Wagner und seinem Atelier entworfen und bildet ein einzigartiges Ensemble der Wiener Moderne.
Wien Museum

Begrüßung auf den Treppen der OWK | Bild: Franz Kerschbaum

Einmal durfte ich bereits für die ihr anvertrauten Menschen dort spielen. Margret Wohlfahrt, Freundin aus meinem theologischen Jahr (1983/84: eine Lebensfreundschaft), hat jahrelang auf der Baumgartner Höhe gearbeitet und konnte authentisch über die Otto Wagner Kirche in ihrer ursprünglich intendierten Funktionalität berichten, dazu Texte ehemaliger Patientinnen (u.a. aus Brigitte Schwaigers »Fallen lassen«): »Die Kirche ist ja eine Patientenkirche und in meiner Rolle ist das immer präsent.« Nun war mir gestattet, zum Frühlings-Äquinoktium meine abhorchenden Erkundungen vor einem aufmerksamen Publikum anzustellen, es waren einige da! Da wir uns am Vorabend des fünften Fastensonntags befanden, war Psalm 130 dran: de profundis (»Aus der Tiefe, o Herr, ruf’ ich zu Dir«), einer der populärsten Bußpsalmen. Von ihm aus habe ich zu meinen aus|cul|ta|tio|nes angehoben. Und befand sich auf dem Otto Wagner-Areal ja auch die »Jugendfürsorgeanstalt« Am Spiegelgrund. Nun, hören Sie selbst:

(Aus aktuell traurigem Anlass war mein Spielen Alfred J. Noll† in memoriam gewidmet.)

Franz Kerschbaum hat mich beim Spielen photographiert

Beim artigen Dienermachen nach dem Spielen auch.

Ein herzliches DANKE allen, die mitgeholfen haben, dass dieser Nachmittag so gelingen und berühren konnte.


(Ausblick…)

Bertl, du hast gestern besonders gut gespielt, finde ich. Schön, dass wir das gemacht haben! – Gerne wieder, dann mit Erfolgsgeschichten aus der Psychiatrie … muss ja nicht Passionszeit sein.
Margret Wohlfahrt

Dem kann ich mich (in aller Bescheidenheit) vollumfänglich anschließen. Passt, findich, gut in den Bereich Jahreskreis, weil es sollte ja bitte die Normalität sein, dass es in der Psychiatrie Erfolgsgeschichten gibt. Das wäre dann wohl – mit Respektabstand – der 23. September 2027, ein Donnerstag.

Wir werden sehen.

Sonntag, 8. Februar 2026

Ponta Delgada (São Miguel, P), Igreja do Colégio
Bertl Mütter, Posaune solo
aus|cul|ta|tio|nes super ATLANTIS

Das Bild hat Klaus Fritsch aufgenommen

O «grande individualista austríaco do trombone» (como já foi descrito) Bertl Mütter mantém uma relação de amizade com o Festival MUSIC AZORES há vários anos e já nos visitou pessoalmente três vezes. Agora surgiu uma oportunidade extraordinária de o ver a SOLO. Depois de ter ouvido sistematicamente a Catedral de Santo Estêvão de Viena (CD aus|cul|ta|tio|nes), tocou recentemente, no solstício de inverno, na Igreja Jesuíta de Viena, um espaço barroco perfeito. Agora, ele aguarda com expectativa a «Igreja do Colégio», que já lhe é familiar desde a sua última apresentação aqui em novembro de 2025.
Quando Bertl Mütter toca o seu trombone, todo o espaço é imediatamente envolvido por um som puro. Não é uma música aparentemente virtuosa que surge, mas ela penetra diretamente no coração. A sua interpretação épica, que vem do silêncio, vai em profundidade, para dentro, assustadoramente feliz, é indescritível, pois é essencial. Embora seja difícil descrevê-la, deixar-se envolver por ela e vivê-la significa voltar para casa feliz e transformado.
Ankündigungsprosa

Ein Besuchskonzert: Zuletzt habe ich im November 2025 gemeinsam mit dem lieben Antonino Tertuliano in diesem akustisch idealen Raum spielen dürfen. Nun, auf Winterflucht, gebe ich ein kollaterales Geschenkkonzert für meinen Freund Rui, den so verdienten Gestalter des Festivals MUSIC AZORES. Er wird seinerseits interessierte Freunde und freundliche Interessierte einladen.

Ich bereite mich meistens nie vor
Anton Bruckner über sein Improvisieren

Ich habe genau da freifliegend weitergemacht, wo ich zur Wintersonnwend in der Wiener Jesuitenkirche aufgehört habe. Wenn Sie doch auch gekommen wären, es ist ein zauberhafter Raum! – Und da rede ich noch gar nicht von den so angenehmen sonstigen Umständen, in Atlantis, wer’s glauben mag.


Weiter hinaus, albatrosanalog, weiter fliegen. Dankbarkeitsgefühle an ein sich vorbehaltlos einlassendes Publikum.

(Geschenkkonzert.)

Sonntag, 21. Dezember 2025

Sonnensteher, 1. Viertel (ein Bild von Klaus Fritsch usurpierend)

Wien, Jesuitenkirche
SONNENSTAND | Schule der Wahrnehmung
Gustav Schörghofer SJ: »Das Alte neu sehen«
Bertl Mütter (Posaune): aus|cul|ta|tio|nes super RORATE

Gustav Schörghofer nennt seine Reihe SCHULE DER WAHRNEHMUNG. Das deckt sich gut mit meiner Idee einer Schule des Staunens – was wer für WAHR nimmt, ist gottlob/fürwahr jedem selbst überlassen, mittlerweile (und derweil noch). Gustav hat eine gute Viertelstunde unsere Aufmerksamkeit auf die unterschiedlichen Putti in den Gemälden und Plastiken des Kirchenraumes gelenkt. Dann habe ich gespielt: Ausgehend vom gregorianischen Hymnus vom Tag (vierter Adventsonntag), genannt RORATE, habe ich diesen perfekten Raum abgehorcht, ein gutes Zeitl, sodass sich das Hineinhören wie von selbst ergeben konnte, wenn auch nicht ganz bis Sonnenaufgang. Zum Ende wieder das schlichte RORATE, und als Zugabe die Sarabande aus der fünften Cellosuite von Johann Sebastian Bach, eine Musik, die schwerer ist als man sie spielen könnte – und genau deshalb hab’ ich sie gespielt.

Meinem Posaunenton ist mittlerweile eine betörend stille Qualität zueigen. Und die Bindungen schmecken nachgerade cremig, verrat’ ich Ihnen. Wollen Sie sich davon überzeugen, bitteschön:

Othmar Habeler-Bergsmann hat mein Spielen aufgenommen, so dezent, dass ich kein einziges Mal gehemmt war, das zu spielen, was ich nun mal spiele. Und das habe ich denn auch getan. Sie hören alles ungeschminkt, und anders interessiert es mich auch, längst schon, nicht mehr. Ideal ist aber, jedenfalls, das unmittelbare Erlebnis.

21. Dezember 2025, Wien, Jesuitenkirche. Auch dieses Bild hat Klaus Fritsch gemacht.

Beim finalen Abapplaudieren dann findich gehört es sich, meiner Partnerin (die wahre Heldin; ohne sie bin ich presque rien) die ihr gebührende Wertschätzung zu erweisen, Please give Her a warm hand!, und so geschah’s also:

Dieses Bild hat der liebe Franz Kerschbaum gemacht, ja genau, der Astronom: Der kennt sich aus!

Freitag, 5. Dezember 2025

Steyr, Galerie Michaelerplatz 13
»LUISELBET«
Ausstellung Oscar Holub (1951-2023)
Musikalischer Beistand: Bertl Mütter

Es waren meine allerersten Engagements als definitiver Solist, zu denen mich weiland Oscar nach Linz (Posthofgalerie) und Steyr (Maxim) Ende der 80er-, Anfang der 90er-Jahre geladen hatte, eine sehr wichtige Ermutigung auf meinem Weg. Im März 2023 habe ich zu seinem Geleit gespielt. Viele waren gekommen und haben über gut eine Dreiviertelstunde beim Kondolieren genau jene Klänge bekommen, die mir als angemessen hilfreich erschienen.

Wie mich nun Oscars Witwe Alke um meinen »Beistand« diesmal fragte, war von vornherein klar, dass ich den sehr gerne geben wolle, und so geschah’s.


Kleinfeine Ausstellung in einem sehr schönen Raum mit Erinnerungsstücken aus meiner ersten Oscar Holub-Vernissage, da er noch mit »COSY« signierte. Tout Steyr war da, die Redeadressen und mein Spiel erfolgten aus einer erhöhten Nische, die Menschen haben genau zugehört, auch jenen mehrfach aufsteigenden, von mir instant unbegleiteten und nach deren Ausbluten imitierten Marimbaläufen eines in China assemblierten Mobiltelephons aus Kalifornien, deren von ihnen (den Marimbaläufen) gerufene alte Dame darauf bestand, dass sie eine bestimmte dramatische Nachricht erwarte, weshalb sie vom sozial stillschweigend vereinbarten Lautlosigkeitsgebot bei Konzerten o. ä. ausgenommen sei. Sie (oder ich?) erhielt spontanen Szenenapplaus.

Generell große Zustimmung, ich war am rechten Ort. Danke.