Tonspuren

Von Zeit zu Zeit gibt es mehr oder weniger ausführliche bzw. mehr oder minder themenfokussierte Portraits von mir im Radio. Eine Auswahl.


Dem Jazz von Ernst Jandl verpflichtet – Der Posaunenvirtuose Bertl Mütter im Portrait (Ö1, 2023)

Wien, Stephansdom, Sakristei, 21.9.2022 © Klaus Fritsch

Johannes Kaup war bei mir zuhause (er nennt es mein »Musik-Atelier«; nunja…) und hat dieses Portrait gestaltet. Es wurde unter dem Label »Spiritual Jazz1 – Das Musikprogramm von Lebenskunst am 30. April« am Morgen des internationalen Jazztags 2023 in Ö1 gesendet:

Vorne am Altar, die Hände zum Segnen weit ausbreiten oder auf der Opernbühne mit seiner Stimme den ganzen Saal füllen – diese Rollen wären ihm auf den Leib geschneidert gewesen, meint Bertl Mütter zu einem seiner Jugendträume. Es ist freilich anders gekommen. Der 1965 im oberösterreichischen Steyr geborene Mütter studierte zwar ein paar Semester katholische Theologie, aber dann schlug ihn doch die Musik in ihren Bann. Nach seinem Diplom (1990) an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz wurde er zum Posaunenvirtuosen und Komponisten und promovierte 2013 als erster Doctor artium Österreichs. Seine Musik ist ernst und verspielt zugleich, unter anderem eine Mischung aus an Gregorianik erinnerndem Stil, buddhistischer Einfachheit und Sprachakrobatik à la Ernst Jandl, Avantgarde-Dichter und Schriftsteller in Wien (1925–2000). Ist sie Jazz? Jedenfalls ganz anders als erwartet. Johannes Kaup hat Bertl Mütter in seinem Musik-Atelier in Wien besucht und ein akustisches Portrait gestaltet.

Die unser Sprechen unterlegend angespielten Musikstücke stammen allesamt aus meiner CD parlando (ARBE 12, 2004): ai calabroni, ai pesci, drammatico, profondo, con i campane, trovando.


Der Spaziertänzer. Der Musiker Bertl Mütter (Ö1, 2009)

Beispiel eines Spaziertanzes? – Ertappt von Michael Atteneder, 2009.

Die immer noch erstaunlich aktuelle Sendung von Renate Burtscher.2

Die Arbeit an diesem Portrait war zugleich die vertiefende Fortsetzung (Renate B.) und der Beginn (Robert Pavlecka, mein seit damals über alles geschätzter Meister des Tons) einer, d.h. eigentlich zweier wunderbaren Freundschaften.


Was glauben Sie? – Bertl Mütter im Gespräch mit Johannes Kaup (Ö1, 2002)

Dieses Bild hat Dorothea Wimmer† von mir gemacht, ca. 2001.

Dieses kurze Gespräch, das Johannes Kaup mit mir geführt hat, wurde im am 13. Jänner 2002 im Radio gesendet. Geht sich für mich irgendwie immer noch aus, was ich da erzähle; ehklar, man wird älter: Ich zeige meine Jahresringe her.

  1. Inwieweit meine Musik als spirituell zu bezeichnen sei, das wäre ein separate Frage, die ich nicht positiv zu beantworten vermag; Jazz – hmmm…
  2. Weil das Leben, wie das nun einmal so ist, weitergegangen ist, habe ich es um ein paar private Details gekürzt. (Es geht, vorläufig, immer weiter, das Leben.)