gespanntes warten auf golden globes
orfon, 13.1.2013
meinten sie: godot?
suchmaschinennachfragesimulation
– samuel beckett!
(absurd anmutender jubel, wie stets.)
Es ist sehr verschieden, in die Zukunft – und in die Vergangenheit zu lügen.
Jean Paul (1799)
gespanntes warten auf golden globes
orfon, 13.1.2013
meinten sie: godot?
suchmaschinennachfragesimulation
– samuel beckett!
(absurd anmutender jubel, wie stets.)
baby und 99-jährige bei wohnhausbrand gerettet
orfon, 13.1.2013
wie schön, dass sie uns (im chronik-teil auffallend oft – dagegen ist bitte nichts auszusetzen: only good news are good news) erfreuliche kunde bringen können. das durchschnittliche alter der geretteten betrug fünfzig jahre. etwas dick aufgetragen aber erscheint die untertitelnachricht, die sich beim anklikkaufklappen ergibt: da berichten sie nämlich, dass (ja, exakt!) 100 feuerwehrleute (erraten!) im einsatz waren.
na, ich weiß nicht recht, das wäre doch etwas allzu schön. aber bekanntlich ist nichts so unglaublich wie die wahrheit. die aber wird uns frei machen, solange wir schön katholisch und zuvorderst natürlich innen drinnen tief schwarz sind.

und das alles noch dazu, so ein glücklicher zufall aber auch, rechtzeitig vor der wehrpflichtvolksabstimmung, die ja auch in niederösterreich stattgefunden haben wird. fehlt nur noch, dass der herr landeshauptmann pröll persönlich im feuerwehrler-zupack-outfit die beiden geretteten die drehleiter heruntergetragen hat – aber das kann man sicher für den bekannt neutral agierenden landesbilderdienst noch nachstellen. (hat man vermutlich längst.)
verstorben, was heißt das eigentlich, also wirklich? – verstorben, nämlich täglich lesen wir davon, es verstirbt die älteste frau der welt (hierblogs bereits erörtert), es folgt die nächste, meist ist sie in personalunion der*die älteste mensch*in, und so geht das ad infinitum, bis dem*der jüngsten mensch*in das (aller)jüngste gericht serviert wird, und vielleicht (wahrscheinlich!) meint ja versterben, dass es eine rechte, gute art des sterbens gebe, dass es also durchaus möglich sein könnte, korrekt zu sterben, nicht sich zu versterben, alles falsch, keiner zeigt auf für dich oder gibt dir – kacherlaufsprung – lediglich die dafür strafvorgesehenen reduzierten punkte, schade um den eleganten tod, die schöne leich, tut uns leid, maximal siebzehn punkte, dabei wären gutundgern neunzehnfünf wenn nicht zwanzig, die traumnote zwanzich drinnen gewesen, man hat sich verstorben, eine korrektur ist leider nicht vorgesehen, war niemals angedacht, pnkt.
(jetzt habe ich vertiptt. mich.)
baut doch den menschen aufs (also durchs) land rasterartig schnurgerade angelegte (gewissermaßen potemkinsche) auto- und eisenbahnhochgeschwindigkeitstrassen; also, keine aufwendig trassierten trassen: es genügt, beidseitig, eine mächtige lärmschutzwand. womit auch der schallvermeidungseffekt eines solchen landschaftsvermeidungsbauwerks eindrücklich und unverrücklich (zudem anstrengungsfrei) bewiesen wäre: es wird nur noch die vermeidung des lärms (bzw., wie gesagt, der landschaft selbst) ausgestellt.
(gut fürs geschäft.)
(fürs große.)
(zum scheißen.)
vorstellung, die frühmorgendlich durch die straßen brausenden folgetönenden einsatzfahrzeuge seien gar keine eilig rettung, feuerschutz oder freundlich helfend sicherheit bringenden nothelfer, sondern, in ermangelung tauglich flächendeckend nahestehender katholisch, evangelisch oder orthodox zur tagesanbruchsandacht rufender glockentürme oder von minaretten aus ausrangierten fronleichnamsprozessionslautsprechern hochtönig eindringender muezzinischer surenbotschaften, von der gemeinde dankenswerter weise zur verfügung gestellte aufweckwägen.
schnell, an die radiogeräte, zur synchronen isometrie!
– buck you!
(a) milliarden planeten sind so groß wie die erde
(b) jedes fünfte wiener kind zu dick
(c) herzogin kate feiert 31. geburtstag privat
orfon
zumindest unter den voraussetzungen (a) und (b) muss man vollstes verständnis mit der – wenn auch eigenmächtigen – entscheidung des jungen mitglieds der englischen königsfamilie haben.
es bleibt die (doch einigermaßen hochnotpeinliche) frage: wenn die folgerung aus (a) und (b) (c) ergibt – was wäre also (d)? weil: es muss immer weitergehen.
budan one fud
volkshochschulkurs (lautsprachlich verschriftlicht)
man verzeihe die derbe redensart. allein, der anlass ist ein triftiger: kaufen sie bitte nie (nie!) eine geräucherte putenwurst in der geschmackserwartung auch nur einer so gewöhnlichen (aber doch ehrlichen) wurst wie einer bergsteiger. scheißen sie (es lässt sich nicht minder plakativ äußern, allzusehr sind mir die halssehnen kabelgleich gespannt) auf die auf der plastikhülle dräuende attraktive kalorienbilanz und essen sie entweder nix oder was gscheids.
bof (s. o.), das gibts nicht. nicht einmal im vatikan. (auch dort wissen sie ein rechtschaffenes bratl durchaus zu schätzen.)
hosiannanas
ernst jandl
papst weiht privatsekretär zum bischof
orfon
noch aufmerksamere zeitgenossen wissen, dass der herr gänswein sogar ein erzbischof geworden ist. sollte ich (es ist bitte nicht völlig auzuschließen!) auch einmal über eine*n privatsekretär*in verfügen, so gelobe ich schon jetzt, dass ich sie*ihn umgehend zur*m bischo*e*f*in befördern werde.
ach, was heißt da bischo*e*f*in?
erz-!
kard.!
papst!
*mammst!*
(stürzt durch die sich eröffnende treibsandtastatur aus dem weltenraum.)
die situation wird sich zögernd entspannen
wetterinformation, radio
am schluss wird es ein nachgerade katatonisches wetter geben: ein auf seine durchschittlichkeit gleichgemachter grauwert wird sich ausbreiten, ein je nach tageszeit mal hellerer, mal dunklerer, schließlich ins erlösende schwarz hinüberwechselnder bleiton. fehlt dann nur noch der deckel drauf und es ist ruh‘.
aber zögernd. schließlich völlig entspannt. (das kriegen wir schon wieder hin: mit noch charismatischeren winterwetterreportern.)
1.200 schifahrer von spanischem berg gerettet
orfon
hier muss ich schwanken, was taugliche rezeptionsstrategien für diese wuchtige meldung betrifft: zum einen klingt es fast biblisch (bergpredigt; speisung der fünftausend – den nach oben entrückten musste man schließlich auch zu essen geben), andererseits klingt sie insgesamt höchst rätselhaft: zwölfhundert menschen auf einem tiefwinterlichen berg, was machen die da? irgendwie verstehe ich nur bahnhof.
sicher indes dürfte sein, dass man die menschen (schifahrer), vom berge herab, in ein spanisches dorf verbracht hat.
und wer blieb oben?
sterne und planeten bilden sich gemeinsam  Â
orfon
vielmehr aber täte mich interessieren, was sie da angeblich studieren. wenns nur wieder so ein astrologischer scheiß ist (definitionsgemäß wäre es zu befürchten), möchte ich jedenfalls vermerkt wissen, dass ich nicht einverstanden sein kann, wenn dafür gelder aus dem öffentlichen haushalt ausgegeben werden. dann schon lieber spekulieren, astronomische gewinne winken – wie stehen die sterne?
(die sterne stehen nicht. sie hängen nicht einmal.) (selbiges gilt für ihre schulkollegen.)
schnee bereits rekordverdächtig
orfon
wie immer: es gilt die unschuldsvermutung.
(aber irgendwie stolz sind wir schon.)
in den drei neuen großbezirken bruck-mürzzuschlag, hartberg-fürstenfeld und südoststeiermark ist heute der erste amtstag. die bürger sollen von den fusionen aber praktisch nichts merken.
orfon, 2.1.2013
bitte, wie sollen wir das, abseits billiger beamtenwitzchen (treffen sich zwei beamte am gang. sagt der eine: kannst du auch nicht schlafen? etc.), verstehen müssen dürfen?
Silvester: mit einem Papst ins neue Jahr
orfon
Da es sich beim Silvestertag um den Todestag des ersten hl. Papstes, welchselbiger nicht ob seines Märtyrertums heiliggesprochen wurde, handelt, müsste (muss) es korrekt lauten: mit einem toten Papst ins neue Jahr.
Dass der ausgerechnet zu Silvester gestorben ist, Zufälle gibts.
das ende der schweizerkracher naht
orfon, 31.12.2012
hier haben wir es wieder mit jener für den heutigen journalismus so typischen, weil anlassanbiederungswütigen berichterstattung zu tun. die wissen sicher schon seit ende august, dass die beliebten herzschrittmacherzerkracher verboten werden sollen, aber just zu silvester, wo alles knallt, dass es nur so eine freude ist, vertun sie einem die freude daran. (man müsste den üblichverdächtigen lustbarkeitsphilosophen pfaller seinen ewiggleichen absatz runterlächeln lassen, auf dass alle betropezt voll ingrimm erstarren.)
oder aber, zweite möglichkeit beim betrachten der schlagzeile, melden sie doch nur das ohnehin klare: ist es doch jedes jahr eine ausgemachte sache, dass zu silvester etliche kracher (raketen, tischfeuerwerke, konfettisackerl, papierschlangenrollen, juckpulverpackerl, …) dranglauben müssen. genausogut ließe sich am zehnten november das dräuend-drohende ende etlicher martinigänse, bereits am barbaratag der untergang der schokonikolos oder am faschingdienstag das bevorstehende fanal an den zum verzehrgenusse vorgesehenen heringsschmausheringen melden: das sind alles klassische nicht-nachrichten, gegen die etwa die uhrvorodernachstellinformationen beim sommer- oder winterzeitwechsel einer beinahe schon übererfüllung des staatlichen bildungsauftrags gleichkommen. was sie uns heuer wohl in der sauregurkenzeit verraten werden?
in der karibik haben sich zwei kreuzfahrtschiffe mit einem magen-darm-virus angesteckt
radionachrichten, österreich 1
geteiltes leid ist ja bekanntlich die doppelte freude. wir wüschen den luxuriösen kreuzfahrtkolossen baldige besserung.
(dummsprech.)
empire state building erhielt genehmigung für börsengang
orfon
sitzen zwei hochhäuser im keller (…)
beliebter antiwitzanfang, ca. 1981
von midtown zum bankendistrikt an manhattans südspitze sind es gerade einmal gut sechs kilometer. wenngleich also die logistischen herausforderungen gewaltig (und die technischen herkulisch) sind, dürften sich die verkehrsbehinderungen dennoch in einem überschaubaren rahmen bewegen. mit kurzen lokalen verkehrsanhaltungen ist zu rechnen.
was wohl die ödriver angehaltenen atems durchsagen werden?
mensch rottete säbelzahntiger nicht aus
orfon
säbelzahntiger rottete mensch nicht aus
umkehrschluss, evident
i sogs glei, i wors ned!
opa neugebauer, 1992 (willibezogen)
als biologisch immer noch jungsteinzeitlich agierende spezies heißt es also jetzt – ab sofort, aber, wenn auch durch die generationen weitergereicht, eigentlich bereits seit gut und gerne 12.000 jahren – ordentlich aufgepasst, du weißt nicht, wo einer auf dich lauert.
umgekehrt seien aber auch die säbelzahntiger gewarnt, genauso auf der hut sein, fürderhin. wir werden sehen, wer übrigbleibt. (muss einsam sein, irgendwie.)
weihnachtsflucht: flüge völlig ausgebucht
orfon
sollte es nach ägypten gehen, könnte ein esel das ideale transportmittel darstellen. dieses tier wäre auch für nachmalig ikonographisch verwertbare bilder, vor allem beim rasten, recht dekorativ. dann, am ziel, warten. dann zurück wieder. herodes ist langschon tot. salome auch.
Diskussion über Anrede Gottes
orfon
Jehova! Jehova!
Monty Python, Das Leben des Brian
Eine Empfehlung, biblisch belegt und daraus traditionsummantelt: keinesfalls direkt. Verbirg dein Antlitz, wirf dich auf den Boden, in den Staub, so will es der Menschengemachte.
(Das wäre doch ein trefflicher Name. Bliebe nur noch die Klärung des – sozialen – Geschlechts.)
uefa sperrt malaga für eine europacup-saison
orfon
da haben wohl die lobbyisten von stracciatella und pistaccio geschickter verhandelt und den konkurrenten (dessen beste zeiten – die zweite hälfte der siebziger jahre – längst schon vorbei sind) hinausgeekelt. aber, sindwirsichehrlich, die rumrosinen sind bzw. waren ohnehin nicht jedermanns sache.
zuschauer stören sex im auto – mann rastet aus
orfon
was immer man tut
eine pause tut gut
werbespruchikone
… aber auch bei ungestörtem (zeugenlosen) beischlaf (werde er nun daheim, im privatwagen, in einem öffentlichen gebüsch oder sonstwo vollzogen) empfiehlt es sich, bei gleichzeitig liebevoller, zuwendungsreicher aufmerksamkeit auf sein gegenüber bzw. (hoffen wirs) miteinander, von zeit zu zeit eine kleine pause einzulegen, vor allem für den mann. zu beachten dabei ist, darauf zu achten, nicht allzu abrupt von einer einmal gemeinsam erhechelten hochebene hinunterzupurzeln.
und weiter gehts! wir wünschen eine intakte federung. mögen die fenster anlaufen! und, hernach, das große ausrasten, es sei ihnen von herzen vergönnt!
ambros und fendrich schließen frieden
orfon, 20.12.2012
es war die meldung am tag vor dem angekündigten weltuntergang, vier tage vor weihnachten noch dazu. schnellschnell also hatten sich die beiden alten spezis wieder vertragt, weil man kann ja nie wissen. täten sie, im fall die welt wäre doch untergegangen, zum himmel gekommen sein und der danzerschurli hätte sie, zerstritten noch, an der notorischen himmelstür erwartet, also das wäre schon scheißpeinlich gewesen, selbst für derart ungenierte typen wie den raini und den wolferl. wobei hier ungeniert auch als kompliment gemein sein könnte.
jetzt aber, mit noch nassen augen vor rührung: weltuntergang, komm!
es ist davon auszugehen, dass der beamte während der dienstzeit alkohol getrunken konsumierte. die internen ermittlungen laufen. am dienstag werden kollegen, die gemeinsam mit dem mann dienst hatten, einvernommen.
orfon
das sind doch einigermaßen scharfsinnige schlüsse, die da unsere lieben orfoniker im ö3-gebäude ziehen: der kärntna kiwara habe sich seine vorweihnacht- und silvesterliche rakete im dienst und: trinkend angeeignet (nicht etwa schnüffelnd oder injektiv). ob sich die herren kollegen in diesem zusammenhang an irgendwas erinnern werden können, muss als sehr fraglich bezeichnet werden. weil es gibt nichts traurigeres, als allein trinken zu müssen.
nachgetragen noch der treppenwitz, den der (nebenbei: für einen kärntner reichlich unurgermanische) name des dortigen polizeisprechers darstellt: dionisio soll er heißen, und dionysos, seine griechische urgestalt, war (und ist, weiterhin, wie es scheint) der gott des weines, der freude, der trauben, der fruchtbarkeit und der ekstase. (für letztere wäre im norden, zu dem sich unser süden so gerne bekennt, odin a/k/a wotan zuständig.)
ältester mensch der welt mit 115 jahren gestorben
orfon
da scheint, bei der häufigen schaltung dieser entsetzlichen schlagzeile, eine geheimnisvolle epidemie unter den überhundertjährigen zu wüten: dauernd stirbt wer allerältester.
zur klärung der näheren umstände empfiehlt sich die einberufung eines – weltweiten – weisen- und ältestenrats, selbstredend, wie üblich, nur männer: da in diesem gesellschaftssegment bekanntermaßen lediglich die frauen sterben, wäre es zu gefährlich, sie in dieses wichtige gremium zu entsenden. unverantwortlich, nachgerade.
ramses III. wurde die kehle durchgeschnitten
orfon
die tat dürfte – interessant für mancherlei politiker, in italien etwa – verjährt sein, zumindest, sofern sie am lebenden pharao vollzogen wurde. nun sind die kriminalisten am zug. gemessen an den seither verstrichenen äonen, wird es vermutlich etwas länger dauern, sodass sich am schluss keiner mehr an die frage erinnern wird können. aber, wir brauchen nachrichten, man wird ein ergebnis präsentieren, welches diesmal nicht 42 lauten wird – ramses der dritte (den wievielten hätten wir heute?) verschied, wie weithin bekannt (unfreiwillig?) – im alter von 65 jahren. man sagt, er sei alterssklerotisch und demgemäß körperlich und vor allem geistig reichlich, nunja, unflexibel gewesen, so wie heutzutage gewisse greise strohsäcke.
man sollte wieder dynastien einsetzen. für italien und österreich böten sich geeignete gründungsgroßväter an.
soviel zum populärkalendarisch hl. drei könige genannten hochfest der epiphanie.
zettel untermauert topform als zweite
orfon
die breite an der spitze ist dichter geworden
berti vogts zugedichtet
es ist natürlich so, dass jede spitze ihr fundament braucht, auf dem sie aufbauen kann. im sportlichen sinn aber mögen bitte, das sei der anspruch, die anderen diese pyramide bilden, auf welcher (hier:) zettel seine (bzw., man hat mich informiert: ihre) spitzenleistung (den ersten preis) draufsetze.
außerdem: was denn das sei, ein orm, gar ein untermauerter?
(schön langsam scheine ich mich zum sportphilosophen zu entwickeln; sektion: wintersport.)
erneut todeskandidat in den usa hingerichtet
orfon
dann hat ja alles seine richtigkeit. nicht auszudenken, wenn sie einen umgebracht hätten, der gar nicht auf der kandidatenliste gestanden wäre: die folge wäre ein unzulässiges hin-und-her-gerichte. derart administrative unzulänglichkeiten, irreversible zumal, würden die gerichte ganz schön auf trab halten.
merke: es muss immer aus den kandidaten ausgewählt werden. so etwas nennt man demokratie.
ਠla fede delle femmine come l’araba fenice:
che vi sia, ciascun lo dice;
dove sia, nessun lo sa.
lorenzo da ponte, cosଠfan tutte o sia la scuola degli amanti

kofler siegt mit minimalvorsprung
orfon
wir reichen, für all jene, denen diese gladiatorische unterhaltungssparte nicht ganz so geläufig ist (auch ich muss, nein: darf mich dazuzählen), die sportart nach: es handelt sich ums schispringen, da geht es darum, dass derjenige sieger ist, der am weitesten (und schönsten – es wird, einem ausgeklügelten regelwerk folgend, ein anerkannt faires mittel aus diesen konstitutiva, äh, ermittelt) springt oder fliegt, wie man das jeweils nennen mag (fliegen sei, wenn es besonders weit gehe, nach unten, wohlgemerkt; ein auf reiner muskelkraft und athletischer technik beruhendes abheben nach oben, gar aus dem stand, ist dem menschen auf absehbare zeit leider nicht möglich). es ist also derjenige sieger, der am weitesten vorspringt, mithin die urfom jedes vorsprungs im wörtlichen sinn, schlechthin. manchmal ist dieser vorsprung minimal, wie an jenem 15. dezember 2012 im schönen engelberg.
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engel oder auch phönixe(n?) sind uns fabelwesen, sie haben flügel, oft bis zu sechs stück, das schaut recht schön aus. aber selbst solchen wesenheiten ist jedwedes fliegen nur in der phantasie (oder in mystischer berauschung) möglich, hat die physik längstschon herausgefunden.
und auch wenn alle dran glauben mögen, gesehen – oder auch gehört – hat auch nur einen von ihnen keiner noch. tut mir leid, das so klar sagen zu müssen.
geschenkgutscheine und ihre tücken
orfon
zu weihnachten schenkt man mir platten
ich brauch‘ krawatten
und neue schuh‘
georg kreisler, der musikkritiker
es ist umtauschzeit. hätte sich der so erfreulich misanthropische (bzw., genauer, misomusische) kreislersche musikkritiker praktisch-pragmatische gutscheine von einem großen waren-, besser noch: versandhaus (kastner & öhler, quelle, universal-versand; zeitgemäßer: amazon) gewunschen, wären ihm die beschriebenen (damals noch: vinylischen) peinigungen erspart geblieben. und, durch orfon wohlinformiert, er hätte sich nicht auf den kopf machen lassen müssen (symbolisch; sagt man so), man hätte ihn also sicherlich nicht übers ohr gehauen, und er wäre wohlinformiert an die von ihm gewünschte geschenkproduktgruppe gekommen, hätte sich beim anlegen einer jeden krawatte stets aufs neue erfreuen können an den so schönen und geistvoll ausgesuchten geschenken.
zum aufhenken.
vatikan: weltuntergang steht nicht bevor
orfon, 11.12.2012
tja, mittlerweile haben wir ihn bekanntermaßen hinter uns. der läuft nämlich hinter uns her. jedenfalls hinterm vatikan. da flacheln die kutten, dass es nur so ein heidenspaß ist.
in diesem sinn: ein gutes neues jahr!
schaun wir also nach vorn. und sonst: manchesmal gibt es doch noch reserven.
(von wegen am 32. dezember ist es zu spät: rechtzeitig drauf schaun, dass mans hat, wenn mans braucht.)
nachdem wir seit 6. dezember (hierlogs referiert am 8. dezember) worte und unworte und weitere undsoweiterworte des jahres kennen, kann ich heute die zahl des jahres nachreichen. nein, es ist nicht 2012, das wäre zu billig. für mich ist es 222, zweihundertzweiundzwanzig. so lange nämlich gibt es – zumindest: joseph II. ist 1790 gestorben (im februar) – die pflicht, seinen (oder ihren) hund anzuleinen; nicht überall, aber prinzipell und aber sicherlich in naturschutzgebieten wie etwa in der steyrer au.
(hat sich noch nicht ganz herumgesprochen.)
Ein Schlag ändert die Boxwelt
orfon
Also wirklich, na bumm, sowas nenne ich Schlagzeile schlechthin. Zur kreativen Weiterverwendung schenke ich den sportlichen orfon-Praktikanten folgende adäquatisierte Headlines:
– Ein Tor ändert die Fußballwelt (leicht weiteradaptierbar fürs Schifahren, sowie manches – nicht jedes – Ballspiel: Hand/Wasser)
– Ein Sprung ändert die Schisprungwelt
(auch: Leichtathletik, Pferdesport, Bungeejumping; frei finanzierte Stratosphärenevents)
Es reicht. I am falling home.
Dummsprech.
die hürden für olympia in wien
orfon
sollten die nicht erst einmal schauen, wie das mit den stadien (nicht nur zum schwimmen) ausschaut (bekanntermaßen nicht so rosig, um es freundlich-offen auszudrücken), als nächstes müssen sie die richtigen laufbeläge aussuchen, etliche andere strukturelle probleme sind zu lösen, die zeitmessung, das pressezentrum, das olympische dorf, was weiß ich noch was. aber zum anfang die frage nach den hürden, das zäumt das pferd doch reichlich von hinten auf, kann nicht anders als ein arger vorgriff bezeichnet werden.
man sollte das volk befragen, wer die hürden liefern soll.
zeitstillstand in der musik (ohja, das gibts!): wenn die klarinetten in bergs violinkonzert es ist genug anstimmen. ab da. und möglicherweise seither.
große stille im himmel.
Mann erbte Tresor: Beim Öffnen explodiert
orfon
Möglicherweise (vermutlich) hat der Bedauernswerte (der sprichwörtliche explodierte Mann) nicht gewusst, dass ihm sein sicherlich in Liebe (über den bzw. beinah beider Tod hinaus) verbunden gewesener Bruder Schwarzpulver hinterlassen hat. Wobei, mit seiner im Tresoraufschweißungsprozess stattgehabten augenblicklichen Annihilation hat das Erbe die ihm gemäße Form und Vollendung gefunden.
Alles ist immer im Wandel, und manchmal kann eine Entzündung etliches beschleunigen. (an sich hielte sich Schwarzpulver, luftdicht verpackt, über Jahrhunderte völlig unverändert – selbst im notorisch in Auflösung befindlichen Kärnten.)
Wir geloben baldige Besserung.
Korruption: Schlechte Noten für Österreich
orfon
Im Schulfach (wir sind uns stets gewärtig, dass sich Österreich in seiner – nicht nur medialen – Selbstwahrnehmung als Dauerschüler betrachtet; darum ist ja auch die Lehrergewerkschaft mit ihrem Betonbestemm so fortschrittsverhinderungsbestimmmächtig – etwas vereiteln geht allemal einfacher als etwas errichten) – im Schulfach Bestechlichkeit also bekomme Österreich demgemäß maximal einen schlechten Vierer oder ein Vierbisfünf?Nna wenn das keine guten Nachrichten sind! Lasst uns weiter arbeiten, dann dürfen wir das Jahr wiederholen. Aber nicht übers Toleranzsemester hinaus. Und wenn, so ein kleines Kuverterl hat noch manches gerichtet, goins, Herr Professor, Herr Primar, Herr Inschpekta.
– gibts kan.
Der Mensch lebt nicht von dem, was er isst,
sondern von dem, was er verdaut
Alexandre Dumas, Le Grand Dictionnaire de Cuisine
Leerraum produktionsbedingt
Produktaufschrift (Instantgericht, Waschpulver, …)
Nämlich die von der Nahrungsmittelindustrie so penetrant beworbenen Ballaststoffe, sie würden völlig überbewertet, informierte ihn der in persönlicher Körperarbeit (Arbeit am Körper: Muskelaufbau durch gezielte Hantelhebeübungen) versierte Freund. Es gehe um das Erreichen (das An-Sie-Felangen, organisatorisch gleichwie produktionstechnisch) einer puren Nahrung. demgemäß stelle das Furzen einen Grenzfall dar und könne für die Dauer einer Übergangsfrist noch toleriert werden. Bald werde aber auch diese Geißel der Menschheit der Vergangenheit angehören.
Ob diese Überlegungen denn schon als völlig ausgegoren zu betrachten seien? – Darauf, so der informierte Freund, könne er einen lassen. (Es ging gerade nicht, aber die Nacht würde noch dauern; man hatte Vergärgünstiges zu sich genommen.)
ältester mensch der welt mit 116 jahren gestorben
agenturmeldung, 5.12.2012
jüngster mensch der welt geboren
agenturmeldung (täglich mehrfach unterdrückt)
in der zwischenzeit kennt england nur ein thema.
Das kommt heuer unter den Christbaum
orfon, Lifestyle
Nein! Bitte! Ich wills gar nicht wissen! Und schon gar nicht vorher, da wär ja der ganze Zauber weg: Wolln wir das?– Eben.
(Zu empfehlen: Zur Sicherheit keine weihnachtlichen Dekorationen. In Worten: Keine. In Silben: Kei-ner-lei.)
„stille nacht†soll mehr touristen bringen
orfon
der leser liest und fragt sich, ob er etwas nicht mitbekommen habe und demgemäß nicht korrekt verstehe: einer gängigen und durch etliche evidenzen belegte gleichung lautet: mehr menschen (touristen sind m.) = mehr lärm (zzgl. abfall, abwasser etc.). wie stellen die sicherlich findigen, kenntnisreichen (mit allen wassern gewaschenen) tourismusexperten salzburgs (des flachgaus, steht zu vermuten) sich das vor, mehr von diesen bruttosozial so benötigten touristen in eine stille nacht zu bringen? dann ist es doch vorbei mit der ruhe, da geht doch jede noch so heimelig vielbesungne stille (tagsüber, vor allem störend aber: nachts) jeden bach hinab.
für die erhofften mehrtouristen gelte bereits vorab: pssst! (weils kindlein schlafen will.)
so niedrige zinsen wie nie für sparbuch
orfon
da heißts wohl: rasch zugreifen! so billig kommen wir nicht mehr (nie mehr!) davon!
nachfrage zum tage: sind die beliebte biene sumsi (raiffeisen) und die biene maja eigentlich verwandt (verschwistert, verschwägert, etc.)? falls ja, so wittere ich hier eine monströse verschwörung, die die welt noch nicht gesehen hat noch – vermutlich – je wird!

(aber, ich bitt‘ sie, wer gibt denn, heutzutage, irgendwas auf verschwörungstheorien o. ä.?)
Die Elektronen kreisen auf epileptischen Bahnen
Stundenwiederholung, Schulunterricht (hinterbracht)
Soweit kommts nämlich noch, bei dieser Mode des immer noch fächerübergreifenderen Einsparunterrichts. Und doch, am Ende richtet sich möglicherweise die Materie gar noch nach diesen Instanterkenntnissen aus.
(Vermutlich tut sie es längst.)
autoknackerbande in salzburg ausgeforscht
orfon
und, in, sagen wir: siezenheim, konkret in der dortigen schwarzenbergkaserne, habt ihr da eure kettenfahrzeige eh gut im griff? weil vielzulang warten wir schon darauf, dass endlich die meldung, die panzerknacker seien endlich – und endgültig – dingfest gemacht, aus unseren – nunmehr nur noch virtuellen – fernschreibern heraustickert.
weiter, an die arbeit!
Die Anrede »Herr oder Frau Doktor« ist heute nicht mehr so verbindlich
orfon (Österreicher schätzen gutes Benehmen)
Wir haben es schon lange geahnt, wenn nicht gewusst: Österreich ist – gerade in Genderangelegenheiten – Vorreiter eines weltumspannenden Bewusstwerdungs- und äh Versachlichungsprozesses. Selbständiges und wertfrei-offenes Denken ist nur lediglich ein anderes Wort für: österreichisch.
Jawohl, ich bin stolz, Herr (oder Frau) Österreicher zu sein. (Bald auch Doktor, völlig unverbindlich, zumal.)
Die Wichteln wie den Mainzelmännchen so kleidsame Schlafmütze (das graublaue Fleece), in der (durchaus erwünschten) Schlafzimmerkälte wirkte sie, als wäre sie eine vom Sandmann zur Erreichung von lang- und tiefschlafrekorden beigestellte tarnkappe; der aus der decke ragende fuß fungierte, wie stets, als zuverlässig kühlungsausgleichende frischluftantenne.
Lorbeerkränze als Sporttrophäen, wo gibts denn die noch? In die Kindheit zurück erinnernd fällt auf, dass es sich vor allem um Fliegengewichtige handelt bzw. gehandelt haben muss: Speedway, Traben, … alles Insekten, flink zugleich ernst-ruhig und chitinbewehrt. Adi Übleis in seinem weißen Rollkragenpullover etwa. Und in der letzten Bildeinstellung dann routinierte Freude: der Kranz. Verweis vielleicht auf die Reifen, die ihren (den kranzbelohnten) Sportarten schnellstmögliche Fortbewegung gewährten.
Von einer weiterführenden Recherche wird abgesehen. Jedoch die Schwergewichte (griech.-röm. Ringer, Steinheber, Catcher,…), was geben wir denen? – Alles aus Pappmaché, dies sowieso. Und doch, Spinatseidank, Popeye schlägt Brutus, jedesmal, im letzten Augenblick.
kröll & co fahren
auf und davon
orfon
also fährt herr kröll auf und herr co davon. ob sich das bei der schisportdisziplin abfahrt, downhill, als zielführende strategie erweisen wird können, muss bezweifelt werden. mein rat: fahren sie doch bitte, regelkonform, zwischen den jeweils gleichfarbigen toren (blau-blau bzw. rot-rot) auf schnellstmögliche weise herunter zu uns in den zielraum, wo wir sie, schulterklopfbereit, mit warmen decken und glühmost bereits erwarten.
sieger ist, wer die strecke in der kürzesten zeit hinabgesaust ist, jeder hat nur ein leben. die andern mögen nachkommen.
(dummsprech.)
my expertise is not the knowledge. but the contacts.
ernst strasser
schon merkwürdig, wie man auch ohne jegliche komplizenschaft zum fremdschämen förmlich gestoßen wird. du kommst dir vor wie ein katzerl, dem man das kistlbrunzen beibringt, indem man ihm mit seiner schnauze ins frischfeuchtgemachte fährt, wieder und wieder. immerhin bemerkenswert, wie da einer selbst in desaströsem englisch imstande ist, sich derartig desaströs zu offenbaren.
was immer, es kann gar nicht sein ernst sein.
schlierenzauer-kritik an punktemodus
orfon
kritik an sich – wir geben es nicht auf, darauf zu hoffen, dass das im außerwintersportlich nicht vor selbstbewusstsein berstenden österreich auch irgendwann einmal durchsickert, respektive, zum märz hin, herausapert – kritik an sich ist ja noch nichts verwerfliches, gar destruktives. wenn aber etwas als nicht ganz so ideal gebrandmarkt wird, ist es immer gut (macht einen schlanken fuß), einen positiven vorschlag zur güte parat zu haben. nämlich dagegenwettern kann ein jeder (es gibt, zunehmend, etliche politische parteien dafür, gerade in unserer schönen heimat). also, lieber herr schlierenzauer, was schlagen nun sie vor anstatt der punkte? wie hätten sies denn gern? schneebälle? kaurimuscheln? milka-leos? oder, ich habs: freundschaftsbänder? (aber vorsicht: ab hier wirds politisch!)
wir erwarten nichtsdestotrotz freudig-gespannt ihre vorschläge.
svindal verhindert ösv–doppelsieg
zettel wieder nur von maze besiegt
morgenstern zum auftakt zweiter
sportschlagzeilen, orfon
no parrots were involved in an accident on the m-1 today when a lorry carrying high-octane fuel was in collision with a bollard.
monty python, the news for parrots
die ausgleichende und völlig untendenziöse sportberichterstattung österreichs ist auch in anderen ländern (vermutlich in allen, außer in nordkorea – die sind zu sehr auf sich selbst bezogen) beliebt. ihre grundregel differenziert sich aus zu drei varianten: entweder es werden (1) nur die übeltäter genannt, die es gewagt haben, schneller zu fahren (denen aber gnade gott!), (2) beide kontrahentinnen werden erwähnt (um gleichwertigkeit zu suggerieren – bei verpflichtender erstnennung der österreichischen sportlerin) oder, und damit kommen wir zur einzig wahrhaft patriotischen berichterstattungsweise, (3) der mit sicherheit völlig unbedeutende, durch unfaire kniffe sich nach vorne geschummelt habende sieger wird durch verschweigen des namens erst gar nicht in den vorhof unseres gedächtnisses eingelassen. genau so und nicht anders hat man mit majestätsbeleidigungen umzugehen!
für die, die es noch nicht wissen: die sonne dreht sich um die erde. und die nabe der erde verläuft durchs österreich. am reibungslosesten, wenn sie mit wintersportschnee (im swarovski-look: das nennt man dann nabenpiercing) geschmiert wurde.
zur erinnerung bringen sie im radio einmal noch die stimme des dereinst beliebtesten bösewichts zumindest der welt, synchronisiert, versteht sich. entgegen gewissen antiken traditionen muss der, der ihm, einsprechend, die stimme geliehen hat, keine daraus resultierende sorge um leib und leben haben. in diesen zeiten der afterbildung (man verzeihe die antiquierte ausdrucksweise, sie erscheint hier angebracht) durch u. a. abrufen von jokerwissen ist schnell herausgefunden: sein name, er sei hier explizit genannt, ist – und bleibt – wolfgang pampel. was wir nun, ungefragt mitgeliefert, auch wissen, ist – und wir haben es irgendwie längst geahnt –, dass neben herrn j. r. ewing auch herr indiana jones durch die stimme dieses herrn in unser kollektiv synchronisiertes bewusstsein gedrungen ist. wie es herrn harrison ford nun ergehen mag, taucht als zusatzfrage im hintergrund erst auf. wir wollen ihr nähertreten, indem wir für die dauer des zerkauens eines zahnstochers darüber meditieren.
das gehirn selbst ist ja taub
tim vogels, laboratoire de calcul neuromimà©tique, à©cole polytechnique fà©dà©rale, lausanne
aber – oder versteh ich das falsch? – das ohr allein, das hört ja auch nichts, zu schon gar nicht. hören (hören) ist eine frage des systems. so könnte man sagen.
am friedhof, die grünbraunen freiräume der aufgelassenen gräber, als wäre jemand herausgestorben. derweil wächst jenseits der mauer das alten- und pflegeheim in die höhe, bald schon können die alten und die pfleger hier einziehen. es wird reichlich platz sein.
herbei! herbei! herein, herein!
ihr schlotternden lemuren,
aus bändern, sehnen und gebein
geflickte halbnaturen!
johann wolfgang goethe, faust. der tragödie zweiter teil
berlusconi zu erneuter kandidatur bereit
orfon
wir treten dir sogleich zur hand.
und wie wir halb vernommen,
es gilt wohl gar ein weites land,
das sollen wir bekommen.
johann wolfgang goethe, faust. der tragödie zweiter teil
berlusconi zu erneuter kandidatur bereit
orfon
wie jung ich war und lebt und liebt,
mich deucht, das war wohl süße!
wos fröhlich klang und lustig ging,
da rührten sich meine füße.
johann wolfgang goethe, faust. der tragödie zweiter teil
berlusconi zu erneuter kandidatur bereit
orfon
da war sie also, völlig überraschend, die lange erwartete sensationsmeldung, mit der keiner mehr gerechnet hatte, keiner mehr rechnen durfte, also wirklich, täte er sich das noch einmal an (wenn man ihn schön bäte)!
genauer besehen aber kamen gleichartige meldungen in regelmäßigen abständen daher, alternierend, vermutlich gemäß dem persönlichen hormonbarometer herrn berluskonis, wann halt die zugeführten ampullen ihre wirkungsspitze hatten. eines war klar: die welt musste jedenfalls gerettet werden. und einzig so konnte es auch gelingen, jawohl, durch zombies.
wie wärs, wenn man eine ihnen selbst groß erscheinende, in wirklichkeit aber klitzekleine privatrepublik errichtet (es kann auch ein doppelkaisertum sein, nennen wir es cavalieristan), in einem fernsehstudio, mit viel bunga bunga, lametta und so. als hofnarren und zugleich chairmän des ältestenrats schenken wir ihm als – äh – morgengabe den vertrottelten strohsack.
so zahlt sich fairness – und anständigkeit – für alle aus.
nachtrag (1)
ebenfalls und damit ergänzend (vertiefend) am nikolaustag 2012 gemeldet: zum österreichischen wort des jahres gekürt wurde die so beliebte wie solidarisch funktionelle rettungsgasse. wie hieße die auf italienisch? vermutlich, es geht hier um nichts weniger als das seelenheil, spazieggiatura di salvazione. (ist ein schmales gässchen.) oder, selbstwahrnehmungskonform: *sentiero silvio.
nachtrag (2), zitat:
berlusconi kündigt neue spitzenkandidatur an
orfon, letzte meldung (6.12.2012)
(…) seither fehlt von der Schokolade jede Spur. Jetzt ermitteln Beamte in Bludenz und Kundl (…)
orfon
Kann Spuren von Nüssen enthalten
Genusswarnung
Schokoladespuren auffinden, das kann doch nicht so schwer sein! Erst recht in Bludenz (Milka, Suchard). Liebe Beamte, gebt euch einen Ruck! Ihr schafft das! Eine Belohnung sei auch in Aussicht gestellt. Und ihr dann sediert.
Merke: Von einer Bildrecherche (schokoverschmierter Mund o.Ä.) im Internet sei hiermit ausdrücklich abgeraten. (Oft sucht man etwas und findet ganz was anderes.)
blue bird festival
die dunkle seite der nacht
orfon
mag es auch so sein, dass sich ein vom thema enthusiasmierter undalso über wenig journalistisch-professionelle distanz verfügender redakteur vergaloppiert hat (der text wimmelt nachgerade von blüten, ausnahmsweise hier der ziellink), wir haben es hier zweifellos mit nichts weniger als mit der überschrift des jahres zu tun. jedoch: da gehört noch nachgelegt, und für ende mai, anfang juni sei hiermit ein komplementäres festival angeregt, das sich der hellen seite des tages widmen möge.
merke: auf der sonne gibt es keinen schatten, weder tags noch nachts.
einstweilen lasset uns jedoch die schwärze zum leuchten bringen.
moskitos: bei nebel startverbot
orfon
denken wir ein bisschen vor. wie wäre es, wenn sich – jetzt, unverzüglich! – unsere politiker (sozialpartner et. al.) zusammensetzen und ein – ähm – wasserdichtes startverbot auch für sämtliche anderen wettereventualitäten ausarbeiten, sodass es vom parlament in einem beschleunigten verfahren rechtzeitig vor der schneeschmelze ganzjährig in kraft gesetzt werden kann? bitte, liebe volksvertreter, ziehen sie experten bei, sodass auch wirklich alle denkbaren schlupflöcher ausgeschaltet werden können.
sonntagmittag. tristan stirbt und die sonne kommt durch den nebel. hör! ein zweites schiff! nebel wieder. zum liebestod in den stadthaager tunnel. am ende, licht und sonne, unbewusst, höchste lust.
chris lohner, diese öbb-brangäne, am bahnsteig von st. valentin (sie hat dort gewartet), sie killt sie alle.
anthrazitene spätherbstsuppe bis steyr. ein nebelleben.
jäger durchschießt eigene hand
orfon (live aus kleinschweinbarth)
vermutlich hat er sie für ein fohlen gehalten. wo doch unlängst erst ein jagdkamerad ein fohlen für ein wildschwein gehalten hat. jetzt wirds dann spannend: was erlegt der nächste jäger, der dann wohl vorgeben wird müssen, das tatsächlich erlegte zielobjekt für seine eigene hand gehalten zu haben? – bleiben sie dran! (alser ganzer, nicht nur die hand oder sonst ein abstehendes oder -hängendes körperteil.)
nachfrage: wie heißt eigentlich eine weibliche jagdsperson? waidweib?
der vortragende, ohne krawatte, ohne diese krawatte, man hätte ihm anders zugehört, ernsthafter, unbanaler.
merke: hundertwasser, das geht bitte nicht mehr. (ist nie gegangen.)
man erinnere sich an die geschichte vom türkischen astronomen im kleinen prinz und gehe in sich.
(nützt nichts, in diesem fall; hundertwasser geht wirklich nicht)
ikea beschäftigte zwangsarbeiter in ddr
orfon
ach? nur in der ddr? (das heißt doch jetzt und längst schon die neuen bundesländer.) und warum präteritum? – das ist doch, bitte, ein treppenwitz (zum selberbasteln)! wenn es ein – weltweit – mit zwangsarbeit operierendes unternehmen gibt, dann ikea! spätestens beim nächsten übersiedeln (zügeln/umziehen) werden wir daran erinnert: ikea basiert auf zwangsarbeit! (von wegen freiwillig!)
in eigener sache
wir haben wieder den 1. dezember. fürs mütterlog kehrt er zum neunten mal wieder, was soviel heißt, dass es seit 1. dezember 2004 täglich (eig. nächtlich: um mitternacht) erscheint. 8. geburtstag!
schampanja!
ich möchte mich bei ihnen für ihren argumentativ sehr reichhaltigen und interessanten text bedanken
aufrichtiges vortragslob, widerspruchs- und vernichtungseinleitung (symposion)
und wenn aber gäste kommen und sie stürzen den feinen wein ohne schmecken (als wärs cola) hinunter und sie kauen die speise in ihren backen linksrechtslinks hinundher und sie sagen dann äääh, schmeckt intressant, dann schmeiß sie auf der stelle hinaus, lade sie nie nie wieder ein, streich sie aus deinem adressverzeichnis und aus deinem gedächtnis, sie waren nie da und werden nie wieder kommen, du wirst sie auf der straße garnicht nicht erkennen können, weil du sie nie gekannt hast.
immer vorbehaltlich dessen, was man zu schnitzlers referenzzeiten satisfaktionsfähigkeit genannt hat. (aber so etwas gibt es ohnehin nicht, kann es ja garnicht geben.)
wien. symposion zum gordischen knoten. kurz vor dem ende der mittagspause hinein in das elegante italienische restaurant ums eck, schnell noch ein caffà¨, al banco. die chromblitzende espressomaschine wirkt auf den ersten blick tadellos. dann jedoch nimmt der barista, wie selbstverständlich, ein alupad, spannt es ein (schnallt es an), schaltet ein.
nospresso.
dreinhauen wollte man. sollte man.
cern: seltener teilchen-zerfall weckt zweifel am supersymmetrie-konzept
bs-mesonen zerfielen in zwei myonen, ein ereignis, das sehr gut mit der vorhersage durch das standard-modell übereinstimmt.
derstandard.at
und doch: uns würden auch die vorhersagen durch das kurier-, presse- und krone-modell interessieren. dann noch, ganz speziell, jenes des österreich-modells, nach dem bzw. um das sich bekanntermaßen die erde – was sag ich? – das universum! – dreht, zu drehen hat.
gleitgesichtbrille
raubkopierer
schaufensterinformationsrezeption
es muss sich manches (allerlei) verschoben haben, dass eine vormals, wie man einst sagte, mondäne einkaufsmeile eher, wie es nunmehr scheinen muss, nicht gerade vollends vertrauen erweckende geschäfte bzw. geschäftsideen anzieht und zur auslagenseitigen bewerbungsanschauung bringt.
wichtig ist, genau, genauer zu schauen. so gleiten wir stadtwärts, unverschmiert.
lichterfest: hindus feiern sieg über das böse
orfon
womit auch dieses grundübel der menschheit – danke, liebe hindus! – endgültig abgehakt werden kann. nachzureichen wäre noch – vielen dank im voraus, liebe orfonauten! – die (oder zumindest eine) praktikable (wasserdichte) definition, was es denn sei, das böse.
bracanov wurde von dem bezirksgericht gegen zahlung einer kaution auf freien fuß gesetzt. er muss laut dem gerichtsentscheid künftig einen abstand von 500 metern zu prinz charles und seiner frau camilla halten.
orfon
was die heute schon alles können und in welcher präzision! wie herr bracanov das jedoch als zwangsbegleitender vasall bei den zahlreichen repräsentativen reises seiner königlichen hoheit anstellen soll und in welcher toleranzbreite die jeweils aktuelle räumliche distanz gemessen und ggflls. auch bußmäßig vergebührt werden soll, wird uns nicht berichtet. es muss zudem einem haufen geld kosten, vor allem bei flugreisen, so eine 500-meter-dauereskortierung, und dabei ist noch gar nicht die höchstprekäre frage berücksichtigt, wie denn das sein soll, wenn einmal camilla und ihr prinz getrennt reisen!
der weg ist das ziel
beschwichtigungsinsert, öbb railjet
am ende waren es bei einer projektierten fahrzeit von zwei stunden etwas mehr als doppelt so viel wegzeit in der raumzeit. in einer anderen kontextlage stand der berichtende dem wegzielweisheitsspruch (gewissen überlieferungslagen zufolge entweder der autowerbung oder dem quell altasiatischer weisheit entstammend; vermutlich aber wirklich von öbb-werbezynikern radgleich neu erfunden) durchaus sympathisch gegenüber. als bahn- aber auch mit dem auto oder sonstwie ankunftsorientiert reisender (nicht als flaneur!) muss ich darauf bestehen: das ziel ist das ziel. und ich mag es bitte so rasch und angenehm wie möglich und ohne händeringende selbstexculpationen (wir entschuldigen uns …) erreichen dürfen!
ceterum censeo
im übrigen halte ich den railjet für die aufwendigste verschlimmbesserung der jüngeren österreichischen eisenbahngeschichte. was für eine ruppige rumpelkiste, als steckten die öbb mit der innung der österreichischen bandscheibenaufdoppler unter einer decke!
Unbewusst, höchste Lust
Richard Wagner, Tristan und Isolde
Tristan in der Lungenheilanstalt vlg. Haus für Mozart, Salzburg. So viel Leid auf der Bühne (und aus dem Orchestergraben) schicksalshaft-unentrinnbar ins Auditorium strömen mag, das Publikum bietet dem eindrucksvoll Paroli. Natürlich krachen vor allem in den leisen Passagen die sternschnuppenartig-eruptiven Schleimauswurfkaskaden. Namentlich die Traurige Weise am Beginn des dritten Aufzugs gleicht einem Parcours durch minenverseuchtes Terroir, irgendwie durchaus der seelischen Situation entsprechend.
Am Ende sind unten Alle tot, die es sein müssen, sogar ein paar mehr. Das Publikum insgesamt ist gesundet. Ein Wunder. Oder schlicht: die heilende Kraft der Musik.

speisekartenrubrik, italien (übersetzung, mangelhaft)
und wir, als profifeinschmecker wissen wir naturalmente, wie wir uns beim restaurantpersonal als besonders ausgepichte kenner zu – äh – erkennen geben, nämlich, indem wir (so akzentfrei, dass sie uns dafür unaufgefordert loben müssen) nach den tagesspezialitäten und etwaigen, noch spezielleren spezialitäten erkundigen, jenen, die aus besonderen gründen nicht auf der karte stehen (dürfen), dabei ist verschwörerisches lächeln und schulteranheben unerlässlich. dieses sesamöffnedich bringt zutage, dass man heute frischen und zugleich gut abgelegenen quastenflosser kredenzen könnte. im gingkomantel langsam gegart, wie auch sonst?
am nebentisch, pizza wurstel con crauti (viennese). die habens gut.
mahlzeit.
kärnten-gipfel zur vorbereitung auf neue unwetter
orfon
die werden nämlich dort geplant, da haben wirs! oder meinen sie das metaphorisch? auch hier ist eine ebenso umfassende (nichts weniger als liebevoll zu bezeichnende) planung unerlässlich – wie weit sind sie eigentlich beim einschlägigen fristenlauf im südlichen doppelscheuchtum?
katastrophenwetterplanung: da bleibt jetzt aber schon die antwort auf frage der fragen über: wer schoss damals die sonne vom himmel?
(mein alibi ist wasserdicht. wie ein hydrant.)
Studie: Vorname Kevin halb so schlimm
orfon
Wollen Sie Ernst zu mir sagen?
Ernst Drögel zu Renate Lohse, in: Loriot, Pappa ante portas (1991)
Der prekäre Trend zu Doppelnamen wird nun endlich auch wissenschaftlich evaluiert. Stellen wir uns elektroenzephalisch verkabelte Probanden vor, denen von Horrorfilmdarstellern und unterstützt von dramatischen Licht- und Klangeffekten die zeitgemäßesten Vornamenkombinationen entgegengeschleudert werden. Weiters gemessen werden Hautwiderstandsschwankungsbreite, Schweißausschüttung samt Zitterfaktoren – und selbstverständlich werden sämtliche sexuellen Implikationen penibelst detek- und dokumentiert.
Die Kontrollgruppe wird in angenehmer Atmosphäre mit den neuesten Konfektkreationen verwöhnt, von Hans-Helmut Müller als Süßriegelfabrikant Drögel. Mit Hygienehäubchen.
Man merkt dann recht schnell: Alles halb so schlimm. Es hätte noch viel ärger kommen können.
endlich schaltet sich der bildschirm – und für alle im plenum der beamer – auf ruhezustand. bei uns nennt man das den blauen tod, sagt der ungarische freund.
der kühlungsventilator indes bläst weiter.
zieh‘ bitte einer den stecker!
es gilt: ein leben ohne powerpoint ist denkbar. (wir wären so dankbar.)
krokodilmaul sensibler als unsere fingerspitzen
orfon
als wärs eine bestellte affirmation zu den gestrigen glückserörterungen. da zitierte ich robert walser (den feinen, ich empfehle seine geschwister tanner), nämlich hanswurst ist jedenfalls glücklich in seiner haut. einen eindrucksvolleren beleg für das zutreffen dieser historischen einschätzung, nämlich durch topaktuelle wissenschaftliche spitzenergebnisse habe ich nicht vorausahnen können.
so gesehen schaut es jetzt, auf einmal, für sisyphos nicht mehr garsogut aus: ein krokodil! ein krokodil! ein königreich für ein krokodil!
bis es soweit ist, lasst uns ein paar tränen herauspressen. (den – heutzutage unerlässlichen – soundtrack dazu mögen die rolling stones liefern.)
hanswurst ist jedenfalls glücklich in seiner haut
robert walser
senf, zum wurschtl dazugegeben vom liebenswürdigen walser, vor 1942 wohl, als albert camus ähnliches über sisyphos zu sagen wusste. (ich stelle mir beide als glückliche menschen vor. sehr g. .)
merke: a wuaschd is a gfüüde haud.
ugs. volksweisheit
Sehr geehrter Herr Mütter! Herbstzeit ist Kksebackzeit!
gefährliche Drohung, Direct-Marketing (mediaprint)
Herbst ist immer, wenn du sterbst
H.C.Artmann, Punch & Judy
Keine weiteren Fragen
Petrocelli (et. al.)
(Ohne Worte)
leitl kann sich prämien für politiker vorstellen
orfon
und wieviel soll man nun für einen, sagen wir: minister, klubobmann, bundesrat oder gewöhnlichen parlamentarier kriegen? wieviel zahlt man für einen sozialpartnerschaftlichen kammerboss? was bringt gar ein unschuldsvermutlicher exminister?
herrenreise. ich bekomme den ersten Preis im Einschlafen, der Freund jenen im Ausschlafen: Gemeinsam sind wir unbesiegbar. Und dabei haben wir nichts (nichts) verschlafen. Traumhaft, wenn nicht traumwandlerisch.
tschigong und die kunst, seine unterhose zu besteigen. da gibt es kein wanken. wie auch kein zagen. superzeitlupe. ein chamäleon wäre schneller. aber das braucht keine unterhose: wäre es gesellschaftlich gefordert, es würde sich von innen eine auf seine haut projizieren.
(ein weiterer populärer irrtum.)
34.000 drogensüchtige in österreich
orfon
jetzt, definitionsfrage: droge? sucht? österreich?
gewiss etwas mehr als 34.000 österreicher gehen nicht vor die hunde, sie folgen ihnen. (wollen ja nur spielen.)
Kehrt um!
Bibelwort
Wir suchen:
Maschinenbediener (m/w)
Stellenangebot
Vermutet hatte man es ja schon länger, nun aber ist es heraußen: Wollten uns (bzw. unseren Vorvorfahren) die Proponenten der industriellen Revolution noch weismachen, sie seien dafür da, dass sie den Menschen die Arbeit abnehmen, in nicht allzuferner Zukunft nämlich würden uns (bzw. deren Nachnachfahren, also uns) praktisch überall Maschinen erwarten, bereit (bzw. dazu designt), uns buchstäblich vorne und hinten zu bedienen. Immerhin, die sich zaubergleich selbststeuernden Staubsaug- bzw. Rasenpedikürtrilobiten etwa verbreiten nun doch schon einige Zeit flächendeckend ihren Segen zum Wohle einer rasenpedikürbedürftigen, staubgeplagten Menschheitsteilmenge.
Wie ist es aber jetzt zu dieser Umkehrung gekommen? Haben sie uns also bereits übernommen, die Maschinen? (Ich vermute, sie greifen über genau diese Front der selbsttätigen Rasen- und Staubbetreurollgeräte an.)
Ich empfehle: Jeder (m/w) soll zuallererst bei sich selber kehren.
also ist es so, dass österreichs größtes talent ein hochspringender hund und sein frauerl (oder sagt man weiberl?) ist. und wir hier schon seit ein paar wochen eine gemäßigte diktatur (zit. f. baumgartner) bräuchten.
zusammen retten uns die noch womöglich die welt.
es ist zum abspringen.
bitte, wo ist der knopf?
„curiosityâ€-probe: boden des mars ähnelt dem auf hawaii
orfon
oft einmal, wenn man allzu neugierig ist, ist das, was herauskommt, eine nur schwer also solche zurechtzubiegende sensation. das hättet ihr also billiger haben können.
jetzt finden sie dann noch ananasringerl. wichtig, auch noch: das toastbrot. (wir wissen: spendet in der not trost.)
pflaster ablösen ohne schmerz
orfon
schmerzfreiheit als lifestyle: endlich, die äpp! (aber nur im mäc-store.)
(schmähohne: natürlich ist das vermutlich zweifellos eine segensreiche entwicklung zum wohle der gesamten menschheit. gewisser großstadtkrawalliere wohl auch.)
wie doch manche konsumationsprodukte (s. überschrift) und zeitgeistige aktivitäten (nordic walking, modern talking etc.) sich leichter (oder überhaupt erst) verkaufen, wenn man ihnen vermittelst derart internationalisierter namensgebung flair von welt verleiht. wieviele jugendliche im alkopopalter etwa ließen sich für blasentee (von oder auch nicht von dr. – vorm. mag., der sohn hat übernommen – kottas) begeistern?
zufrieden und voll vorfreude auf das cage-konzert am nächsten tag legte er sich nieder. nachts drängte es ihn einmal aus dem warmen bett, worüber nicht gesondert zu berichten wäre, hätte die gewohnheitsmäßig angetippte funkuhr nicht als exakte zeit 4:33 gezeigt.
alles war ruhig.
… finden heute wahlen statt. (…) die ukraine ist der zweitgrößte flächenstaat europas. (russland ist der größte.)
radionachrichten, österreich 1
was für ein erkenntnis- und zweitgewinn uns derart aus den nachrichten in unsere stets lernpflichtigen ohren gespült wird.
man sollte bitte aber nicht in dieser unkomplettheit verharren und das volk halbgebildet in den tag und damit in die nächsten multiplechoice-quizfragen-kalamitäten locken. demgemäß wollen (ja, müssen!) wir dringendst gleichermaßen zumindest den kleinsten wie auch zweitkleinsten flächenstaat, wie auch den größten (zweitgrößten; kleinsten, zweitkleinsten) bevölkerungsstaat europas erfahren.
so viel zeit muss sein. das ist ein bildungsradio.
nb.: die mongolei ist nach kasachstan der zweitgrößte binnenstaat. der erde, zumindest.
formel 1: vettel fährt alonso auf und davon
orfon
das ist ja mal ein krasser fall von fahrerflucht. und ungeschickt allemal: haben sie doch gerade beim höchstgeschwindigkeitshöchstleistungsrennsport mittlerweile praktisch überall eine kamera montiert. weit kommt der nicht, dann haben sie ihn, winken ihn ab.
Die Schuld ist immer zweifellos
Franz Kafka
Seine Krankheit war stärker als sein Wille zum Leben
geistlicher Partezettel (Konsistorialrat)
So kann man es auch sagen. Und implizit den Verstorbenen selber für seine Alkoholkrankheit und ihre Folgen verantwortlich machen. Keinesfalls irgendetwas damit zu tun aber hat ein zynisches System, das für sog. Seelsorger keinerlei persönliche Probleme vorgesehen hat. Wer scheitert, bei dem kann es sich nur um mangelhafte Gott-, d. h. Kirchensystemergebenheit handeln. Selber schuld.
Gebet einander ein Zeichen des Friedens.
im herbst seines lebens ist er mit 96 von uns gegangen
partezettel
… wann ereignet sich eigentlich der herbst? sommer? wann ist winterbeginn? heuer? astronomischer? meteorologischer? astrologischer? des lebens?
ohne zweifel lässt sich zu lebzeiten alleine die leibesmitte, während sich retrospektiv allein die lebensmitte leichter, ja zweifelsfrei, bestimmen lässt.
(der frühe wintereinbruch 2012 war nur ein vorläufiger.)
vermehrt profis bei überfällen am werk
orfon
bei den opfern handelt es sich – zumindest in aller regel – immer noch um (allzu laienhafte) amateure. was können wir nun also unternehmen, dieser asymmetrie entgegenzutreten? wo und wie können wir uns zu opfern (anfänger – fortgeschrittene – profis) ausbilden lassen?
man nähme ja an, wir im österreich wären ohnehin von vorneherein in einem der opferbewusstesten länder weltweit, zumindest seit 1938. (ich würde da ja noch viel früher ansetzen.)
Kochen machte unsere Vorfahren klüger
orfon
… wobei es möglicherweise so sein dürfte, dass in diesem Zusammenhang auch Dünsten und Dampfgaren zum Kochen gezählt werden; Grillen, wie es scheint, jedoch nicht.
Tja, tut mir leid, meine Herren!
lassen sie mich ganz kurz in die geschichte eingehen, sagt der verbundvorstand bei der eröffnung der künstlerisch mildtätigen sponsoringausstellung – ein mäzenatentum, bei dem das verhältnis konzernumsatz bzw. vorstandsgehälter zu geldaufwand zu eigenlobpropagierung als durchaus prekär, wenn nicht chuzpisch zu bezeichnen nicht übertrieben genannt werden können dürfte. mit seiner rede (und nicht nur mit dieser) kann er die selbst gesetzte erwartung leider nicht ganz erfüllen, sie muss vorläufig und wohl auch hinkünftig außerhalb solcher doch ephemereren sphären verbleiben, im rhetorischen kuipergürtel, gewissermaßen. aber was wissen wir denn heute schon von künftigen wertigkeiten, und würschtl sind wir alle, in alle ewigkeit, mit sehr wenigen ausnahmen.
zur ausspeisung gab es kürbisgemüse mit hörnchen oder kalbsrahmgulasch mit nockerl. namentlich letzteres kann mit fug und recht als in die geschichte eingehend bezeichnet werden.
ibis wien mariahilf
mehr als nur ein hotelzimmer
werbeplakatbotschaft, wien westbahnhof
das wäre ja einmal eine charmante idee, weltweit exklusivitätshotels zu eröffnen, mit je einem zimmer, die rezeption rund um die uhr besetzt, versteht sich.
das ibis wien mariahilf, dem wir diese entzückende anregung verdanken dürfen, kommt dafür leider nicht in frage. ob lizenzen für die geistige urheberschaft abzuliefern wären, müsste vor der inangriffnahme der zweifellos und zwangsweise erfolgreichen neuartigen hotelkette (jedes haus eine wahrhaft binäre unternehmung: leer oder belegt, nichts dazwischen!) in vorab abgeklärt werden.
(meine freigabe als wahrnehmungsurheber sei hiermit zugesagt.)
(…), wo bei vollauslastung pro tag drei millionen kleinstbatterien vom band laufen sollen
orfon
und wo laufen die possierlichen energiezwischenspeichertierchen aus dem hause varta alle hin? (hoffentlich nicht aus!)
varten virs ab.
graz-wahl: bzö setzt auf nüchternen wahlkampf
orfon
kein alkohol ist auch keine lösung
prekäre erkenntnis
die frage ist, ob die gesinnungsfestung bzö nicht deshalb unbesoffen um die wählergunst werben müsse, weil sie der plutokratische greis mit den wattehaaren auf entzug gesetzt hat.
inwieweit gewisse wähler in der lage sein können, diese wie auch gewisse andere parteien in nüchternem aggregatszustand zu wählen, bedarf einer gesonderten klärung.
das seil, das das schwarzwassertal überspannen soll, spaltet seit jahren das tal
orfon
was für eine wortwucht! man würde annehmen, es könne sich nur um ein sehr wildes, sehr weltabgewandtes tal handeln, das hintere villgraten um kalkstein etwa, und ganz hinten oben, unter der riepenspitze, gäbs immerhin ein als schwarzwasser bezeichenbares hochgebirgsgewässer, den schwarzsee (2.655 m ü. d. adriat. meere). doch nein, die rede ist vom weltzugewandtesten tale (und teile!) des österreichs (es ist so wzg., dass es mit ö. keine straßenverbindung braucht), dem sog. kleinwalsertal. wieviel schlimmer muss es uns erscheinen, wenn ein bislang ungespanntes seil die menschen dort derart zu entzweien vermag! doch halt, lesen wir genauer: lediglich das tal spalte es. kommt jetzt dann, als remake, nach die wand der film das seil?
(seien wir ehrlich: es genügt das buch. und lediglich jenes von der wand. dieses allerdings ist unverzichtbar.)
(…) das teilte ein sprecher des schauspielers mit
orfon
nun gut, es heißt ja, zumindest in der deutschen sprache, in der tat schauspieler und nicht hörspieler. ob und inwieweit sich, umgekehrt, solche sprecher für notwendige emanationen ihres zu veröffentlichenden privatlebens eigens visualisierer halten, diese frage bedarf einer eingehenderen klärung. weil auch solche leute heiraten bzw. müssen sich scheiden lassen, und wer von uns wollte das nicht mit allen sinnen erfahren können dürfen. (na gut, zweikanalig, zumindest.)
auch affen sind trittbrettfahrer
orfon
bekannt ist ja eine solche verhaltens- bzw. verfahrensweise etwa auch von papageien, insbesondere kakadus. die frage nun lautet also: wer machts jetzt wem nach, wer äfft vor?