Escape-Room zu Strauss-Jahr eröffnet
orfon
Ein Escape-Room wird eröffnet, indem man ihn verschließt (von innen? von außen?), und dann aber heißt’s: Strauss herauß!
In Ramingdorf stehen ja welche auf der Weide.
Jetzt, wie?
Es ist sehr verschieden, in die Zukunft – und in die Vergangenheit zu lügen.
Jean Paul (1799)
Escape-Room zu Strauss-Jahr eröffnet
orfon
Ein Escape-Room wird eröffnet, indem man ihn verschließt (von innen? von außen?), und dann aber heißt’s: Strauss herauß!
In Ramingdorf stehen ja welche auf der Weide.
Jetzt, wie?
Er schneidet die tausendmal erprobten Grimassen eines Nestroy-Philosophen, der sich als Kartoffelkäfer verkleidet hat
Ronald Pohl, derstandard.at
Zu den grundhandwerklichen Tugenden der Theaterinszenierungskunst gehört die Zeitversetzung.
Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy wurde 1801 in Wien geboren und starb 1862 in Graz. Fünfzehn Jahre danach, 1877, erreichte der Kartoffelkäfer den europäischen Kontinent.
Ein Grimasse, die nicht geschnitten wird, kann keine authentische sein. Und eine, die überhaupt gar nicht geschnitten werden kann (aus zeitlich-konsekutiven Gründen etwa), nicht einmal das.
Ein Engerling ist kein Wurm, und ein solcherner ist allerdings drin in der Josefstadt.
Alles ist Nichts in diesen Tagen, und oft nicht einmal das.
Schwarz sorgt gleich für neuen Schwung
orfon
Wir hätten gern das aschgrau
Ödipussi
Früher wurde ja auf der Aschenbahn noch um die Wette gelaufen, mochte der Beste gewinnen!
Anthrazit oder schwarz, who cares? Indes, ist eine Mietwohnung schwarz ausgemalt, so muss sie beim Auszug in ihren quasiweißen Urzustand zurückversetzt werden. Manche/r Teenager im Alter, in dem jede Farbe erlaubt ist, solange sie schwarz ist, hat deswegen zeitlebens vermieden umzuziehen.
Nein, Scherz. Könnte aber schon sein, wer weiß?
Auf den Februar ist nun folgsam der März gefolgt. Bitte folgen auch Sie, will heißen:
👉 ¡STUPS! 👈
Ziehen Sie doch bitteschön Ihre Spendierhosen an und spendieren Sie nur so drauf los! Ich mache das hier nämlich täglich, das ist eine nicht (kei-nes-fal-ls!) zu unterschätzende artistische Serviceleistung sonder Art!
Meine Kontonummer zur dorthinigen Anweisung nach oben hin offener Geldbeträge findet sich weiterhin und immerdar im Impressum.
DANKE!
Oberösterreich plant Dialektkurse für Asylwerber
derstandard.at
Ummi, åwi, auffi und, am wichtigsten: Außßi.
Nach Deutschland etwa.
Der Korbflechter war ein Zugpferd beim Garstner Advent
Bildunterschrift, nachrichten.at
Magnetischer Nordpol wandert weiter in Richtung Russland
derstandard.at
Ho hoho ho ho ho hoho ho ho hoho hohoho…
Hundemund, Loriot
Damit war ja nun echt zu rechnen: Wir werden nicht nur unter- sondern auch überwandert. Es zieht uns in eine Richtung, in die wir gar nicht wollen, und das längst schon: Nicht nur Herr Otto Mohl fühlt sich unwohl am Pol ohne Atomstrom.
Bitcoin bietet mir (ein paar Anderen vermutlich auch) ein ›passives Einkommen‹ an, ich solle mir das doch bitte dringend überlegen.
Nach ›Minuswachstum‹ und ›freisetzen‹ jetzt also das passive Grundeinkommen. Für alle Arbeitnehmer, und wer war noch einmal der Geber?
Ab sofort besteht die Zukunft aus lauter rosa Blüten, auf immer und ewig. Die Knospen und Früchte gehören den Baumeigentümern.
Faule Sache.
Betrug: Falscher Brad Pitt zockte 49-Jährige aus Baden ab
kurier.at
Aus onomatopoetisch-technischen Gründen kann es sich bei der betropezten Badnerin nur um eine Britta, eine echte Britta, handeln.
Wir brauchen (noch) mehr echte Herzkönige. Für Heiratsanträge und, viel mehr, für Scheidungsspendenaufrufe.
Selenskyj: Mit Trump wird Krieg ›früher‹ enden
orfon
Wenn du den Halys überschreitest, wirst du ein großes Reich zerstören
Orakelwahrspruch
Oftmals ist ›früher‹ nicht gleichbedeutend mit ›besser‹, steht zu befürchten.
Bitte nehmen Sie alle persönlichen Gegenstände mit
Zugaussteigermahnung, westbahn
Viele Züge enden in Salzburg. Die unpersönlichen Gegenstände bleiben zurück, mit unbestimmtem Verbleib.
Viele Züge wenden in Salzburg. Etliche unpersönliche Gegenstände eilen mit zurück nach Wien, und außerdem füllen sich die Doppelstockwaggons mit neuen, höchstpersönlichen Gegenständen und Menschen.
Dem Unpersönlichen ist beständiges Pendeln wesensmäßig eingeschrieben. Wolln wir hoffen, die Pendelbewegung kommt irgendwann an ihren toten Punkt (muss ja!); dann kann es weiter gehen.
(Als persönlichsten unpersönlichen Gegenstand dürfen wir uns den Nothammer vorstellen.)
Van der Bellen lobte Kunasek als Landeshauptmann an
orfon
Wie lobt man jemanden korrekt an? Ist das die Vorstufe von anhimmeln?
»Ich lobe!«, wäre das also die neue Initialformel, die künftig bei der hinfort »Anlobung« zu nennenden Vereidigung unserer Rekruten, auf dem Heldenplatz etwa, zu verwenden sein wird? Anlobung, das ist ja wirklich viel patriotischer.
›Patriotisch‹, wie war noch einmal das ident auslautende Eigenwort?
Irgendwas ist da gehörig angebraten. Oder wird.
Sprache erzeugt Realität.
Hayböck fehlt Hauch zu Überraschung
orfon
kau meinen hauch
ernst jandl, ein gleiches
Über allen Gipfeln ist Ruh’. Irgendwanneinmal, aber zweifellos zweifellos; wenn es dann noch Gipfel (Wipfel, Zipfel, … whatever!) gibt zum Darüberruh’n oder hayböckelnd Drüberadlern.
Wer jemanden überraschen will, bedient sich oftmals eines jäh zum Zerplatzen gebrachten Mohnflesserlsackerls. Auch der Akutausruf »Tscha!« oder »Ha!« (zusätzlich oder, in Ermangelung eines MFS, separat) hat sich bewährt. Fehlt jedoch der Aspirant, so wird ein bloßes Rest-»a!« nicht ganz genügen, jemanden zum plötzlichen endogen erregten Adrenalinausstoß zu bewegen, und darum geht’s ja, sonst macht doch die ganz G’schicht keinen Spaß, und den woll’n wir doch schließlich Alle verstehen, Sie etwa nicht?
Merkwürdiges Reziprozitätsempfinden bei der Meldung, dass nach dem Umsturz in Syrien nun die Gefängnisse zugesperrt würden. Aber wenn sie offen waren, dann kann es sich doch eben um keine Gefängnisse handeln: Es ist ein fortdauerndes Himmelundhöllespiel. Aber ernst.
Wie ich einmal, knapp vor Weihnachten, an der Justizanstalt Stein vorbeigekommen bin, ist mir ein Schild aufgefallen, auf dem stand »Ausfahrt freihalten« – nicht etwa »Einfahrt freihalten« oder so. Das muss ein Komplize organisiert haben. Das Wesen des Gefängnisses besteht ja nicht im Einbruch, wenngleich es ein probater Weg ist um hineinzugelangen, über den Umweg des Erwischtwerdens und nach einer rechtskräftigen Verurteilung, also unfreiwillig, denn wer will schon ins Gefängnis, außer er arbeitet dort, bei der Justizwache etwa, keinesfalls als Sacklpicker, und bereits seit 1959 schon ist im Kittchen sowieso kein Zimmer mehr frei.
[Anm.: Mit dem Mütterlog Vertrauten ist geläufig, dass ich mich mit Vorliebe auf die (scheinbaren oder tatsächlichen) Widersprüche und Ungenauigkeiten der Sprache stürze, oftmals kann derartigem Widersinn ein beträchtlicher Zynismus innewohnen. Dessen will ich mich hier keinesfalls bedienen, sei’s gesagt für die, die’s brauchen: Man will ja nicht gekenzelt werden von all den rezenten selbstgerechten EifererInnen, die da Draußen sind, und die immer zweifellos wissen, wie Alles richtig geht, ohne je selber dafür einstehen zu müssen.]
Gericht: Schlägerei zwischen Köchen kein Arbeitsunfall
orfon
Köche, das lernen wir somit, können sich nicht nur mit Gerichten beschäftigen, es geht auch umgekehrt.
Weiters kann es auch passieren, dass man als Restaurantgast einen Arbeitsunfall vorgesetzt bekommt. Ob das dann wirklich so ist, müssten wiederum die Gerichte klären.
So gehen wir beständig im Kreis.
Seinerzeit, als es noch state-of-the-art war, sind wir selbstverständlich von der Mutter mit dem Kochlöffel gezüchtigt worden, eh nur, wenn es nötig war, und es hat uns nicht geschadet. Wenn ganz Arges zu vergelten war, dann geschah das mit dem – pathetischeren, aber weniger schmerzeffektiven – weidenen Teppichpracker. Einmal ist er ihr abgebrochen (der starre Holzlöffel, nicht der elastische Pracker), was aber nicht als Arbeitsunfall zu bezeichnen gewesen wäre, da ja Hausfrau und Erziehungspflichtige kein wirklicher Beruf ist, und es hat auch keiner geklagt. Gewimmert, ja, das schon; aber es hat uns nicht geschadet, damals, hat es geheißen, und wir haben immer gewusst, warum, entlang dieser Erkenntnisgrenze ist die Frage ›gesunde‹ oder ›schädliche‹ Watschn verlaufen, was Erziehung war und was Gewalt: Wir haben es doch selber so gewollt.
Bereits Einzeller, Fruchtfliegen und Tauben treffen Entscheidungen
Wissenschaftsmeldung, Radio Österreich 1
Einzeller halt mehr so Ja-Nein.
Für Fliegen, das wissen wir seit der Biene Maja (der kurzsichtige Walter), dürfte wohl auch die Wahl der jeweiligen Raycharlesbrille mit auf dem Programm stehen.
Bei den Tauben lohnt es sich dann wirklich, genauer hinzuschauen.
Polizeistreife mit 171 km/h überholt
orfon
(1) Wer hätte bitte kein Verständnis, wenn einem, der unendlich lang hinter einem quälend langsam dahinschleichenden Freiefahrtverunmöglicher nachzukkeln muss, schlussendlich die Hutschnur überschallknallschnalzend reißt.
Oder
(2) Wozu bitte muss eine Polizeistreife mit 171 km/h unterwegs sein? Jedenfalls tolle Motorleistung des Überholenden, da noch eins draufzusetzen. Mit weiland meinem Clio hätte ich das nie geschafft.
Wo wohl mein Clio jetzt weilt? – Wolln wir hoffen, dass er von seinem Nachbesitzer gründlich überholt worden ist.
In der Süddeutschen glossolaliert Verena Mayer unter der reichlich klischeehaften Überschrift »Oaschpfeiferl und Eitrige« darüber, dass die Wiener Würstelstände Teil des immateriellen Weltkulturerbes wurden.
Über sowas schreiben die Deutschen (selbst die Süddeutschen) aber gern. Österreich, Sehnsuchtsundsichdarübererhebland, ähnlich wie Italien, aber mit dem Vorteil, dass man sich bei der Sprache leichter tut.
Meinen sie.
Buschmann soll neuer FDP-Generalsekretär werden
Agenturmeldung
Sowas ist denn auch nur in Deutschland möglich: Eine derartig ethnische, ja nachgerade internationalistische Offenheit bei der vormaligen österreichischen Schwesterpartei wäre schlechterdings undenkbar und führte wohl zu heldenplatzplatzenmachenden Empörungsspaziergängen. Übrigens listet der Duden das Wort »Buschmann« als »veraltet, heute diskriminierend«, und das hat schon sein Rechtes.
Premierensieg für Schweizerin Rast
orfon
Fühlst in der Brust erst deinen Wurm
Mit heißer Glut sich regen
Wilhelm Müller, Rast
Entgegen der im Wettkampf vollbrachten Leistung, die von allen kürzeste Verweildauer im talwärtigen Kippstangenparcours verbracht zu haben, kann die Frage, wie nun der Schweizerin Namensvokal aussprachemäßig adäquat zu gestalten sei, für als bis auf weiteres zweifelsfrei entschieden betrachtet werden: mit rasender Länge.
Aber vermutlich sprechen sie das ›Rast‹ in der Schweiz noch ganz anders aus, so mit einem guttural abgedunkelten å, wobei, um die Färbung korrekt anzudeuten, das Ringerl über dem a eine zirka exakt maximal 270° große Kreisandeutung zu sein hätte.
Passagiere auf Antarktis-Kreuzfahrt in Hungerstreik getreten
orfon
Näher erläuternd heißt es: »Passagierinnen und Passagiere einer Luxuskreuzfahrt in die Antarktis sind in einen Hungerstreik getreten, nachdem ihr ›Urlaub ihres Lebens‹ wegen eines Motorschadens abgebrochen werden musste.«
Wir sind da ganz bei den Luxuspassagierinnen und Luxuspassagieren: Kaum etwas bringt eine schadhafte technische Vorrichtung so effizient dazu, wieder zu funktionieren, wie qualifizierter Trotz.
Wenigstens dürfte es keine Probleme mit allfällig verderbenden Lebensmitteln geben, nicht auszudenken, führte die Reise durch tropische Gefilde.
Die Realisierung des Projekts verlief harzig
Projektrealisierungsverlaufsqualitative Charakterisierung (Schweiz)
Es handelte sich wohl vor allem um einen Holzbau.
Dabei war doch das österreichische Pech immer das beste.
Früher – heimelige Wohlgeruchserinnerung – waren die Eisenbahnschwellen pechgebeizt, das geht heutzutage nicht mehr. Ich wollte immer ›Schwölen‹ schreiben, und vermutlich wäre das auch zutreffender.
Bleibt die Frage: Woran erkennt man gutes Pech?
Die Natur schafft wunderbare Kunstwerke
Bildunterschrift, Whatsapp-Statusmeldung
Einspruch, werte Emporempowermentradschlägerin!
So schön uns erscheinen mag, was die Natur (wer ist das eigentlich, die ›Natur‹?) so hervorbringen mag: Erst durch die menschliche Betrachtung wird es zum Kunstwerk zurechtgedeutet. Die Natur selbst (iterum: wer ist das eigentlich, die ›Natur‹?) hat keinerlei Gestaltungswillen, erst recht kein Kunstwollen. Sowas ist einzigundallein dem Menschen (m/d/w/xyz) vorbehalten, und das schmälert eben nicht, was von der Natur uns erkennbar daherkommt, ästhetisch ansprechend finden zu dürfen (oder auch nicht). Nur, lassen wir die Kirche im Dorf: Die Natur kann nicht einmal nichts dafür, der Nacktmull ist ihr gleichwurscht alswie der Sibirische Tiger, und mir gefallen auch Pilzkolonien, die sich einen Baumstamm emporwinden, manchmal, und dieses ›manchmal‹ eröffnet sogleich ein neues ästhetisches Diskursfeld, dazu aber ein andermal mehr.
Burgenland: Brand in alter Dampflok
orfon
Solange es in ihr nicht brennt, kann sie doch keine Dampflok sein.
Im Burgenland lässt sich so manches nur schwer verstehen, für Außenstehende, und das sind die meisten, fast Alle.
Wir brauchen neue Dampfloks, so welche mit Solarmodulen.
(Wie teilt man Dampflok eigentlich ab, gerecht?)
Fische plaudern erst nach Sonnenuntergang
orfon
Davor sind sie stumm wie ein Fisch. Und danach auch.
Einzelne (alleinstehende/allein stehende) Fische? Reden wie ein Wasserfall; sie könnten es zumindest, aber mit wem halt?
Treviso, Hotel Continental, Frühstückssalon, Continental Breakfast, was sonst, aber warum hängen an den Wänden Stiche mit englischen Jagdszenen, Steeple Chase?
Die vermutlich freundliche Frühstückskellnerin schielt derart, dass ihr Kopf wie in einem unsichtbaren Gestell windschief eingezwungen erscheint, sodass es einem unhöflich vorkommen müsste, auch nur irgendwo in ihre Richtung zu blicken. Der Caffè ist ortsadäquat tipptopp, das Tiramisurrogat jedoch höhnt der Stadt seiner Creazione.
So vieles, nicht nur Sternbilder, hat ohne betrachtend-deutendes Zutun doch nichts miteinander zu tun.
Hirscher drosselt Tempo in Comebacksaison
orfon
Bitte so wird das ganz sicher nichts: Um zu gewinnen (»als erster durchs Ziel gehen«), gilt es, schneller zu sein, schneller als alle anderen!
Ein Hirscher sollte das doch wissen. Ich habe ihn einmal am Rathausplatz gesehen, so, wie ich jetzt vor Ihnen stehe. Ich hätte ihn mir größer vorgestellt, aber ein Schifahrer muss ja nicht Basketballer werden können – meistens werden sie nachher Rallyefahrer, -piloten!, und dann fahren sie nach Dakar, was aber längst schon zur bloßen Zielortmetapher verkommen ist.
Camouflage, militärisches Tarnmuster, aber wer glaubte denn wirklich allen Ernstes, es würde ausschließlich zwischen Platanen ums im Dasein Übrigbleiben gekämpft?
Dann gibt es noch die geistige Mimesis, herentgegen Gscheidstellen noch kaum einem gelungen ist.
ESO zoomt 160.000 Lichtjahre ins All
orfon
Wird wohl noch ein Zeitl dauern, bis dann alles scharfgestellt ist.
Insgesamt erscheint das Alles schon auch recht esoterisch.
Skisprung-Frauen heben mit viel Aufwind ab
orfon
Bitte, was ist eine Skisprung-Frau? Welchen Aufwand muss man betreiben, eine zu werden? Eine zu bekommen? Wo bekommt man die?
Skier mit Sprung muss man zurückgeben. Das sollte wirklich kein Aufwand sein.
Forscher entwickeln spezielles Futter für Bodensee-Fisch
orfon
Entgegen spontan aufkommenden Gedanken wird ihm (bzw. ihnen) nichts bodenständiges serviert, ganz im Gegenteil, Korkfutter, sodass die Fischscheiße (was für ein schönhässliches Wort!) obenauf schwimmt und abgeschöpft werden kann. Was sie daraus dann machen, das wollen wir uns bitte (jetzt, hier) nicht vorstellen müssen.
Mikl-Leitner will Nikolo & Co. in Bildungsplan aufnehmen
orfon
Und Schokonikolo kommt uns keiner ins Haus, sonst stellen wir die Balkanrute ins Fenster, weil: Kulturgut.
Unsere Kultur ist sowieso die bessere, verstanden!?
Heute ist schon wieder Lichtmeß, auch so ein Fest Unserer Kultur, und alle Niederösterreicher*innen wissen über den Gehalt dieses Festes umfassend bescheid, selbst die deutschtreu Iranischstämmigen.
In Persien sind alle Arier. Was singen so Arier eigentlich, zum Nikolo?
Lasst uns froh & munter sein!
Nach Rückruf: Coca-Cola wird zu Biogas
orfon
Nichts Neues: Was haben wir doch gerülpst in der Unterstufe, vor allem in der Zweiten, und der Hofagerhart und der Käferrenä waren die mit Abstand besten. Keiner hätte sich damals denken können, dass der vom Cola schon aufgschwabte Hofagerhart es in wenigen Jahren bereits vom David Carradine quer über die Schulbänke kungfuhüpfend Nacheifernden bis zum einschlägigen Staatsmeister mid da Haundkantn bringen würde; und dass der Käferrenä kein Ballesterer, sondern schlussendlich Autohändler werden würde, Fiat, Ford und so, fast wie der in Fargo. Mittlerweile verkauft er auch strombetriebene Autos, beinahe lautlos sind die im Betrieb, ohne allen röhrenden Spruch.
Beim Hofer gibt es jetzt auch das echte Cola, längst schon, und andere Energiegetränke, von denen hat man damals noch überhaupt gar keine Ahnung haben können, nicht einmal die geringste.
Wie gehet es doch dahin, schon wieder ist ein Monat um, was bedingt: Der nächste Stupser steht an.
Alstern: Wer fürs tägliche Erscheinen des Mütterlogs – indertat eine kreative Fleißaufgabe sonder Art! – was spendieren möchte, sei hiermit aufs herzlichste dazu ermuntert. Meine Kontonummer für die dorthinige Anweisung nach oben hin offener Geldbeträge findet sich weiterhin und immerdar im Impressum.
DANKE.
Steirische ÖVP steht hinter Drexler
orfon
Et tu, Brute?
Cæsar zugeschrieben
Da wussten es Alle: Jetzt wird es wirklich brenzlig für ihn.
Hinter weiland Gaius Julius Cæsar sind seinerzeit zumindest siebzehn gestanden, vermutlich angestanden. Er selber aber wenigstens nicht. Das gibt es nämlich auch. Zumeist sogar ist es so, und die Würfel (es sind immer zumindest zwei) sind lange vorher gefallen.
»Wir stehen geschlossen hinter dir!«, offizielle Ankündigung unmittelbar bevorstehenden Vollzugs einer Hacklinskreuzigung.
Flughafen Wien: Neues Lärmschutzprogramm für Anrainer
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Sie hören noch von mir!
nachbarschaftlicher Gruß
Im Herbst und eigentlich das ganze Jahr über haben sich längst die zurecht so beliebten Laubbläser als tadellos geeignet bewährt, gilt es, durch neumoderne sogenannte ›technologische Verbesserungen‹ dezibelreduzierte Objekte (sie seien beweglich wie Fahr- und Flugzeuge oder mehroderminder standorttreu wie Pressluftkompressoren) schallmäßig zu kompensieren. Gerade die Besiedler jener flächenfraßoptimierend genutzten Eigenheimparzellen im Land um den Wiener Flughafen dürften idealtypisch taugliche Endnutzer für derartige Geräte abgeben, gehört es doch zum guten Ton, dass jeder sich seine eigenen Heimundgartenwerkgeräte und -fahrgeschäfte besorgt, sonst könnte ja der Nachbar auf die Idee kommen, man könne sich derartiges nicht leisten, wo kämen wir denn da hin, allerhöchstens, nebenan, auf die Malediven oder nach Mallorka: Alstern, es wird doch sowas, was wir hoffen wollen, bald schon auch von Dyson geben, Dyson, Inventor of Noise.
Mit einem wohlausgeklügelten, redundanten Einsatzzeitraster gilt fortdauernd: Wir hören voneinander. In Permanenz.
Königin Camilla muss wegen Infektion weiter aussetzen
orfon
Passierst du den Start, erhältst du 200 Schilling
Das Kaufmännische Talent
Diese Karte befreit dich aus dem Arrest. Hebe diese Karte gut auf, du wirst sie brauchen können.
Das Kaufmännische Talent
Wer einen Sechser hat, darf zurück ins Spiel und kommt noch einmal dran. Dafür aber brauchst du zuerst einmal einen Würfel, Würfel!, ein Köönigreich für einen Würfel!
Papst-Schuh auf Klosterdachboden in Vorarlberg entdeckt
orfon
Sic et non
Petrus Abaelardus
Der eigentliche Schuhpapst war ja bekanntermaßen Benedikt XVI, obwohl man das bei einem Deutschen ja eher nicht bis selten erwarten würde.
Tex Rubinowitz hat einst den Sockenpapst gezeichnet, wie er ihn, ein Donnerstag sei’s gewesen, segnete. Der S. hat aber reichlich selbstgestrickt ausgeschaut, was ja an sich stimmig ist bei einer derartigen Thematik.
Krawattltenöre wiederum sind ihrerseits am Aussterben, und ist ja das Leben auch längst schon nicht mehr so lebenswert, Freunde, wie es Fritz Wunderlich, der nie selber einer wurde, einst glaubwürdig behauptet hat, es sei es; ist es aber, doch.
Zurück auf unseren Dachboden. Es ist ein alter Hut: Schuhe, seien sie auch solche von Jägern, Fischern oder aber auch Sammlern, pflegen zumeist paarweise aufzutreten. Und ausgetreten zu werden. Waren vermutlich auch nicht alle Päpste Nichtraucher, so können wir uns einen von ihnen jedenfalls kaum mit einer Zigarette im Mundwinkel vorstellen. Allerhöchstens Roncalli, aber mit einer Toscano. Und einen Pius, aber welchen, den Elf- oder den Zwölfender?
So und anders: Es gehet immmer weiter. Und man bleibt, was nicht das schlechteste ist, ein Zweifelnder.
Suppen sind ein Dauerbrenner
derstandard.at
Unsere Energieprobleme dürften hiermit gelöst sein, global.
Wer aber kennt heute noch die gute alte (guade oide) Einbrennsuppm?
Die Gerüchteküche brodelt
pseudojournalistische Floskel
Wer nie sein Brod mit Thränen as
Schubertlied, auf Goethe
Topffavorit
küchenkategorische Wahlvokabel
Wenn Küchen brodeln, na dann muss doch was dran sein!
Im Oberösterreich kann man aber auch, einfach so, brodeln (sprich: broln, bro-ln), ganz allein, vorzugsweise, wenn man ein Kind ist, ein etwas selbstvergessenes Kind, und die andern wollen weiter.
Gezielt brodeln aber tut niemand. Wie gesagt: selbstvergessen.
Broln, das muss mehr mit dem Drehen von Brotteigkügelchen zu tun haben.
Anderswo, in der Gerüchteküche, kann es indes – ähnliches (nicht aber gleiches) hatten wir bereits – ordentlich brodeln. Man könnte dann etwa zurückdrehen – oder aber auf die stärkste Stufe schalten, Deckel ab!, Alles verdampft, der Topfboden wellt sich, sodass bald schon die ganze Küche nur so brodelt, und gespannt warten wir auf das Eintreffen der Feuerwehr.
(Gerüchteküche, das ist doch bitte nichts anderes als ein billiger assonatorischer Opportunismus.)
We’ll meet again
As sung by Johnny Cash
Der Traum mit den Spandackeln, lackiert sind sie wie Peking-Enten, gut zwei Dutzend gegrillte liegen zu meinen Füßen, ein Trumm davon, einen Hinterlauf wohl, habe ich in der Hand, habe kurz daran genagt und versuche nun, es unbemerkt loszuwerden, mir gegenüber aber steht, als Spandackelstandler, aber das kann doch nicht sein, noch dazu am Brunnenmarkt!, Otto Kolleritsch, der Bruder von Fredi/Alfred K., dem legendären Grazer Literaturmentor, Otto war quasi der Dauerrektor meiner Musikhochschule und seinerseits Mentor schräger Vögel, wie auch ich einer war, ihm verdanke ich etwa den Grazer Musikförderungspreis 1989 (zwölf Jahre vor mir hat ihn Georg Friedrich Haas bekommen), ich versuche, ihm die völlige Verpeiltheit des Studiengangs zur Erlangung des Künstlerischen Doktorats (Dr. artium) an der nunmehrigen Kunstuniversität Graz darzulegen, indessen er befindet, dass allerdings meine Dissertation belanglos und von dürftiger Qualität gewesen sei, in Wirklichkeit hat er sie damals begeistert akklamiert!, was mich nun doch einigermaßen verstört, denn nie habe ich ihn je zynisch oder sarkastisch erlebt und dann das!, also tue ich was ich tun kann und wache auf, rätsle dem derart sodbrennenden Tagesrest nach.
Der senile oder schlecht beratene Handke (wer aber beratete einen Handke?, wem liehe Er sein Ohr?, von wem ließe Er sich wohlmeinend Beratendes einflüstern, dass Er es weise und welthellsichtig befolgte?), Handke hat bei der demutsvollen Entgegennahme seines wahlkampfintegrierten Großen Goldenen Steirischen Kulturehrenzeichens (oder whatever, jedenfalls das höchstmögliche, und was ginge auch weniger für einen Handke wie Ihn) durch den Edwin-aus-Muttertag-Impersonator Christopher Drexler (wer war das noch schnell?) dem Fredi Kolleritsch seine Verneigungsreverenz erwiesen, immerhin ein ein kleinwenig sympathischer Zug, was das Kraut aber beiweitem nicht fett macht, lesen wir doch lieber Saša Stanišić und folgen seiner nicht minder subtilen Poetik, das erfreut das Herz ehrlich, nicht nur im Abgleich mit heuchlerischen Schulterklopfern.
Fragen Sie mich nicht, was ich denken muss, wenn ich seit jenem Traum einen Dackel sehe, und sei’s der Wackeldackel im Fond eines Kleinwagens. Merken wir uns: Die Nacht vom 22. auf den 23. November 2024 war’s, zum Morgen hin, wie meist bei solchen Träumen. Der derart angebrochene Tag bringt eine Tote im Thermalbad des Medical Hotels, und er bringt Carabinieri (nicht: Carbonari) ins Haus, auf dem Weg zur spätnachmittäglichen Warmwasserentspannung passiere ich unabsichtlich den offenbar kurz zuvor zugedeckten Leichnam, und entgegen alle Erwartungen erscheint beim Abendessen Hercule Poirot nicht, Alle haben sie ein Motiv außer mir, aber ich bin sowieso verdächtig, grundverdächtig, was denn sonst, da nützet alle wasserdichteste Alibievidenz nichts, wenn ich auch Dackeln grundsätzlich wohlwollend gegenüberstehe.
Zeichen, Zeichen, wir sind von Zeichen umgeben, in Kalifornien hat es den dritten Doomsday-Fish angespült, und was wir nicht alles mitschleppnetzen, ein Leben lang.
Mein Vater wäre heute neunzig. Heute wäre mein Vater neunzig. Ich habe ihn im Kindergarten geliebt, und dann wieder, mit vertauschten Rollen, im hohen Alter. Hat da Manso, der Kindergartenschäferhund, auch längst schon nicht mehr gelebt, hat er sich doch an ihn noch erinnert, neben wenigem, kürzer zurückliegendem.
Ich auch.
Rod Stewart deutet Ende großer Welttourneen an
orfon
Das ist meine kleine Welt
Waterloo & Robinson
Für kleinere Menschen ist selbst die kleinste Welt ein kleinwenig größer.
Ich selbst war ja fast schon überall; aber nicht mehr lange.
Die 83-Jährige bekommt eine Haube verliehen, was ihrer Küche die Krone aufsetzt
gastronomische Frohbotschaft, orfon
Eine Haubenkrone, das wär’s! Wär’s das, wirklich?
Wie kocht man eine Haube? Gibt’s in Vietnam Hauben? Brauchen die dort sowas?
Es ist kaum zu glauben.
Ich bin ja mehr so der Hutträger; ungekrönt republikanischer Gesinnung und -sittung.
Wanderin stolperte über Abdrücke aus der Zeit vor den Dinosauriern
derstandard.at
Öha!, täten wir da im Oberösterreich ausrufen, und wie kann man bitte nur über etwas drüberfallen, das schon so lange vor einem daliegt? (Vor: Frage nach dem Ort / Frage nach der Zeit.)
Wann und wo aber stolpern wir nicht eh Alle?
Na eben.
EINFACHE SPRACHE
Wie Donald Trump angelobt wird
orfon
Manchesmal steht die Antwort oberhalb der Fragestellung.
Die Kürzestform einer Kriegserklärung ist der Schuss.
Wir stehen vor einer großen Mammutaufgabe, sagt der Regierungsverhandler im morgendlichen Radiogespräch, und dass uns gute Feen nichts nützen werden. Alle haben sich seit langem schon den Kopf zerbrochen, und jetzt haben wir den Salat.
Nach den zwischen je zwei Menschen zu platzierenden allzuunsäglichen fucking Babyelefanten könnten nun, in einem gigantischen Rückschritt, Zwergmammuts zum Maskottchen mutieren. Wie groß bzw. klein sollten diese nun sein? Ab wann gülte ein Mammut als ehnichtsoriesig? Ich vermute: ab inetwa Tapirgröße.
In der Eiszeit waren jedoch auch Tapire beträchtlich größer. Verglichen dazu sind die heutigen Taschentapire. Maximal.
Neue Flugsaurierart entdeckt
orfon
So viel wartet im Sediment aufs Entdecktwerden, es ist ein passives Warten, Harren im Starren: Schauen wir doch mehr noch nach oben, da krebst so Etliches herum, selbst Altes, auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen.
Christbaum auf dem Wiener Rathausplatz leuchtet
orfon
Nur echt mit dem Stephansdom
Manner mag man eben
Die Glühbirnen erst, undzwar derart, dass man das rathausplätzliche Strahlen von Stamm, Ästen und Zweigen beinahe kaum mehr sieht, lediglich die knallhart recherchierenden Leute von orfon, vielleicht haben die extra lichtempfindliche Brillen, dass die das sehen, in jedem Fall ist’s ein Wunder, und weltweit machen sie es nach, versuchen sie es nachzumachen, es wird ihnen nicht gelingen, einzigundallein der Christbaum auf dem Wiener Rathausplatz leuchtet, so von innen.
Modewelt ertrinkt in Bordeaux
orfon
Nobel geht die Welt zugrunde.
Das mit den Lemmingen ward ja längst als metaphorisch entmystifiziert.
Nobel geht die Welt zugrunde.
Schuttstrom: Schweizer Bergdorf Brienz geräumt
orfon
Schuttstrom steht da, zweifellos Schuttstrom, tatsächlich Schuttstrom, nichts anderes alswie Schuttstrom.
Woll’n wir hoffen, Alle bleiben von Allem, Strömen wie Stürmen, verschoont.
Es wird aber, dawiedort, nichts genützt haben. Scheiß Schwerkraft.
Wimpernschlag fehlt Flock zu Auftaktsieg im Skeleton
orfon
Nur im Vakuum fallen Flocken wimpernschlagflink erdkernwärts.
Dass Skelette über keine Wimpern mehr verfügen, darf als allgemein bekannt vorausgesetzt werden.
Das wird kein tauglicher Text mehr.
Oftmals wird die Niederlage bereits in ihrem Auftakt offenbar.
Insider: Scholz hat mit Putin telefoniert
orfon
Wir haben es längst geahnt: Da sind so kleine Mandln drin, im Telefonhörer, und die hören alles mit. Dass die das dann – an den Bestbieter? – ausplaudern: Wen wundert’s. (Punkt.)
Bitte, bezahlt sie besser! Wir möchten nicht Alles wissen müssen.
Sotheby’s versteigert Zehn Gebote auf Marmorplatte
orfon
Es müssen exakt zehn Gebote ein.
Dann wird zugeschlagen.
Britischer Zaubereiverband sucht ausgeschlossene Frau
orfon
Herbei, herbei!
Goethe: Faust, Der Tragödie Zweiter Teil
Eingeschlossene, Abgeschlossene gar, sind scheints einfacher in einen als angemessen normal zu bezeichnenden Zustand überzuführen: Allerhand und – Applaus!
In Wirklichkeit ist das alles eh alles andere als eine Hexerei, und das wissen sie, die britischen Zauberer, längst schon.
Wiener Linien starten zwischen Karlsplatz und Schottentor U2-Probebetrieb ohne Fahrgäste
derstandard.at
Schaffnerlos
Emblematisches Ambrosalbum
Ist ja logisch: Fahrerlose Züge bedürfen passagierlosen Verkehrs.
Wie bauen wir das weiter aus, probeweise? Und dann erst, wenn wir zu den Aufführungen kommen und in Serie gehen?
Sesselkleber, das ist eine weitum im Land geschätzte verbindliche, nachgerade reparatorische Tätigkeit.
Hutborgen, auch so eine alte solidarische Hilfreichung, insbesondere bei Jägerhüten, wahlweise mit oder ohne Beutebruch (lieber mit).
Hutträger borgen ihre Hüte bekanntlich ähnlich aufdringlich her, wie das Unterhosenträger mit ihren Unterhosen zu machen pflegen. Es ist Ausdruck intimer waidmannsheiliger Verbundenheit, seinen Hut herzuborgen. Wichtig dabei ist, dass das Kleidungsstück (z.B.: der Hut) zuvor gut eingetragen wurde.
Hirschverleih, einen Hirschverleih müsste man aufmachen.
Und das alles zu hundertzehn Prozent felerfrei, immerwährend.
Zuckerkonzern Agrana mit enormem Gewinnminus
orfon
Verlustplus, das klänge doch irgendwie lustiger, finden Sie nicht auch? Wäre wohl ein leicht bittersüßliches Verlustplus, das da zu vermelden ist. Chichorée, genau: Ziguri.
Zum Auszucken.
Der Tod berühmter Menschen mit 27 Jahren ist nicht wahrscheinlicher als mit einem anderen Alter. Aber wer mit 27 stirbt, hat größere Chancen, posthum berühmt zu werden.
Wissenschaftliche Erkenntnis (via derstandard.at)
Verpasst, eindrucksvoll verpasst.
Soll mir recht sein. Jetzt kann ich (endlich!) ungeniert berühmt werden, gefahrenminimiert, soistdas, genau.
He hallo Welt (hey hello world!), da-bin-ich! (Lähääängst.)
Will nicht – MUSS!
M
Heute ist der elfte Elfte, es beginnt die sogenannte ›Fünfte Jahreszeit‹, der Fasching. Dafür haben wir schwungvolle Musik im Programm: Man könnte also gute Laune zumindest simulieren.
Morgenanmoderation, Radio Österreich 1 (11. November 2024)
Könnte man, ohja, könnte man.
Muss aber nicht.
Katjes Alpaka Cola
+Zitrone+Kirsche
*VEGAN*
Kauundlutschproduktverpackung
Wie jetzt, vegaan? Mit Alpaka-was?, -geschmack?, aber wie?
Am Umschlag ist so ein kindchenschematisches, wie neugierig lächelndes, möglicherweise auch noch feuchtnasiges Wollwesen abgebildet, und wer wird da nicht gleich inwendig »ich will auch so eins haben« ausrufen.
Jetzt aber: Welcher Art genau ist dieses Alpakakauundlutschprodukt, vegaan zumal? Dafür darf man doch nicht einmal die (so wertvolle) Wolle zum Zwecke des Zerkaus und Verlutschs verwerten, auspressen etwa, nicht einmal mit homöopathischen Methoden, da müssen wir leider schon recht strengstens sein.
Ich weiß es nicht, es erschließt sich mir nicht, dieses Alpakazeug, und dazu noch Cola, das muss doch sehr ungesund sein, insbesondere für Kinder, machen wir einmal den Lebertest.
Wie schmeckt eigentlich eine Alpakasuppe, wie lang muss die köcheln, wie lang im Kelomat (da geht’s schneller), es wird dann aber schon ein Riesenkelomat sein müssen, so ein Alpakakelomat, in den Anden wird sich das kaum jemand leisten können.
Wie also können wir tun?
Das Geheimnis der Suppe liegt in ihrer durch maßvolle Reduktion erzielte Würze.
Nehammer traf Musk und lobt Meinungsfreiheit auf X
orfon
»Zudem lobte Nehammer die Social-Media-Plattform X, die seiner Meinung nach einen wertvollen Beitrag für Rede- und Meinungsfreiheit leiste«, wird weiter berichtet.
Unwürdige Arschkriecherei, das.
Zur selben Zeit hält das Rätselraten um die ›Krankheit X‹ im Kongo an.
(Für heute muss mein Kurztext ohne jeden weiteren ironischen Spin bleiben.)
Medien: Polizeichef versteckt in Spanien Millionen in Wänden
orfon
Mama kann ich ein Eis?
Quengelfrage
– Millionen was?
Wänden, das könnte eine Ortschaft sein in der Schweiz, vielleicht in der Nähe des Walensees. Was aber machte ein spanischer Polizist (womöglich in Uniform) dortselbst? – Richtig, etwas verstäcken.
Was man alles mit einem Eis kann, im Winter, aber auch sommers, man kann es gar nicht alles aufzählen. Und mit mehreren erst (Eisen).
In Spanien ist es fast immer zu heiß für Eis.
Landtagswahl: Hofer startete Tour durch das Burgenland
orfon
Hofburgenland.
Folgt dann am Doskoziel ein sichgewaschenhabender Stimmenverlust, wird alles rundum zum rumpelstilzen Hüpfburgenland. Ach wie gut, dass niemand weiß, wer rumpelt, wer stilzt, derweil.
Mit einem weiteren Stimmverlust jedoch ist stets zu rechnen im Burgenland. Wir werden noch zu hören bekommen.
Warum wird nie über die Generation X geredet?
derstandard.at, Mein Forum (eingerichtet von »User:in ›GenX‹«)
Alle Kreter lügen
Epimenides der Kreter
Ich werde da nie dabeigewesen sein.
Indes, aufwendige Recherche ergibt: Ichselbst gehöre ihrselbst an, bin ich doch von 1965 bis 1980 geboren worden, und nicht nur das.
Immerfort von sich zu reden, schickt sich nicht.
Wir sind, allesamt, durchunddurch paradoxe Existenzen: Darüber sollten wir reden, seit bis zu sechzig Jahren.
Der vertraut-vertrauliche Stupser zum Monats- und Jahresersten: Wer fürs (tatsächlich!) tägliche Erscheinen des mütterlogs eine freundschaftliche Spende leisten möchte, fühle sich hiermit herzlichßt dazu ermuntert. Da zudem heute ein (neues!) Jahr beginnt, sei zusätzlich die freiwillige Entrichtung einer – bei Telekommmunikationsunternehmen ist sie überaus beliebt – jährlichen Servicegebühr als Extrabonus angeregt. Meine Kontonummer findet sich indes immer noch im Impressum.
Produzenten: Eierversorgung zu Weihnachten gesichert
orfon
Jetzt sind wir gespannt, wie es um die Adventkränze in der Karwoche und über die Ostern hinaus steht. Wir dürfen von einer Beruhigung der Lage ausgehen: Die Nachfrage triggert das Angebot. Oder ist’s umgekehrt?
Alles muss raus.
Zwei Tote in OÖ: Polizeieinsatz im Burgenland
orfon
Ich würds ja auch so machen. Oder Vorarlberg. Kärnten Süd: Rosental, Jauntal. Nur weg halt, weit weit weg (innerhalb gewisser Grenzen).
Dunkle Materie sammelt sich um Schwarze Löcher und Neutronensterne
derstandard.at
Leute, jetzt wird’s dann wirklich Zeit, dass wir was unternehmen, weil so geht das bitte nicht weiter. Nicht mehr lange. Ist ja, zugegeben, weit weit weg das alles, aber es geht halt alles das auch sehr sehr schnell. Außerdem kann nicht mit gänzlicher Sicherheit garantiert werden, dass sich alle Neutronensterne auch wirklich immer brav neutral verhalten. Wobei dann auch noch, nachgeordnet, die Frage nach einer etwaigen Sanktionierung gestellt werden müsste.
Und irgendwo zwischen All dem wir.
Wirschtln. Alle Samt.
Königin Letizia verließ unter Tränen das Gelände
Korrespondentenmeldung, Radio Österreich 1
La Reina Letizia abandonó el lugar entre lágrimas
Spanisch
Dronning Letizia forlod stedet i tårer
Dänisch
Däninnen lügen manchmal. Meistens aber meinen sie es eh ehrlich, ærlig.
Honestas, todas, und soviel geht heutzutage schon automatisch.
»Damit der Kelomat nicht explodiert«: Richter fordern mehr Personal von nächster Regierung
derstandard.at
Ach kochen die in ihrem Kammerl? Was denn? Erdäpfel? A gscheide Suppm? Wurscht, mit dem Kelomat kann man alle Speisezubereitungsprozesse eminent beschleunigen. Aber nur in Österreich. Anderswo müssen sie dafür einen Druckkochtopf nehmen, und das gilt auch wieder nur für den deutschsprachigen Raum. Aber anderswo haben sie ja auch ganz andere Rechtssysteme. Und Gerichte.
Feuerbestattungen im Aufwind
orfon
Die Abbildung des Landesstudios Niederösterreich im (zumindest) weltweiten Internet verfügt zumindest die Allerheiligen über über eine eigene Rubrik »TOD«, und das gefällt uns schon einigermaßen.
Erwärmte Luft steigt auf. Niederösterreich kann ja wirklich Wärme brauchen. Dann halt wenigstens so. Gerne aber auch für die Menschen, zu Lebzeiten, und nicht nur die Unsrigen.
In dieser Version haben wir einige Fehler behoben und noch bessere eingebaut.
Upgradeinformation (Serviervorschlag)
Früher war mehr Lametta
zutreffender Weihnachtskommentar
Jedesmal ist es das Gleiche. Es ist jedesmal das Gleiche. Das jedesmal Gleiche ist es.
Aber halt nicht ganz, und die Erinnerung macht uns sowieso immer einen Strich durch die Rechnung. (Meist mehrere.)
Soviel zu Weihnachten diesmal. Wishing you a happy whatever doesn’t offend you.
Tiere konsumieren Alkohol öfter als gedacht
orfon
Nachher kann sich sowieso keiner mehr erinnern. Und dafürkönnen kann keiner etwas.
Versoffene Viecher, alle zusammen, Ochs und Esel. Und die ganze Vögelschar.
Häufiger aber dünner: Nebel hat sich verändert
orfon
Das klingt für den Nebel etwas – tut mir leid, es so unverblümt sagen zu müssen – beschissen. Umgekehrt, wie wäre es, hätte der Nebel Verstopfung, undurchdringliche Wattewände, aus Gips gar?
Es ist ein einziges Nebelleben.
Bild des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße soll fehlerhaft sein
derstandard.at
Dass Schwarze Löcher die nachgerade idealtypischen Weißen Flecke(n) allen menschlichen Wissens repräsentieren, darf/muss (muss/darf) als unbestritten gelten.
Wenn dieses eine berühmte Schwarze Löchlein nun also offenbar lediglich lückenhaft dargestellt ward, hat das irgendwie auch seine höhere Richtigkeit. Schwarzen Löchern soll man sich ohnehin, wie uns immer wieder eingebläut wird (»Don’t try this at home!«), eher nicht (kei-nes-fal-ls!) auf geradem Wege annähern, wenn überhaupt.
Wollen wir uns bei dieser Gelegenheit einmal wieder an Otto M. Zykans »Auszählreim« (1986 zur Neueröffnung der Grazer Oper) erinnern, dessen finales Zitat, wie schon ein anderes Mal (26. Mai 2006, der Tag nach seinem Tod zu Christi Himmelfahrt) hierblogs erwähnt, bekanntermaßen lautet: »Die Lücke, die ihr hinterlassen werdet, wird euch restlos ersetzen.«
Von mir aus kann es von hier aus weitergehen; ganz sicher also nicht lückenlos. Löchrige Löcher aber mögen mir forthin fernbleiben.
Westwärts schweift der Blick
Richard Wagner, Tristan und Isolde
Vormittags im Regionalzug, von Wien hinaus. Ein etwas devastiert wirkender buntgekleideter Mann um die fünfzig fragt den unvermutet erschienenen Schaffner in dringlichem, waggonfüllendem Ton: »Ent-schuldigung, haam Sie meine Mamma gsehn?«, »Ältere Frau«, fügt er zweckdienlich spezifizierend hinzu, und »ach« loriotisiert der Ohrenzeuge bei sich.
Hier im ersten Waggon sei sie nicht, der liebe Fahrgast möge einmal nach hinten gehen, er komme später nach, dann könnten sie gemeinsam suchen, tröstet ihn der Zugbegleiter. Wie ich ihn auf die Situation anrede, meint der Schaffner, dass er den Fahrgast wohl kenne und immer wieder auf seine aktuellen Gschichtln gespannt sei. Heute sei er eh ruhig gewesen. Generell halte er sich an die Maxime, dass, wenn ihm einer seiner Spezialgäste (er habe einige, man kennt sich) eine gute Story auftische, er sich die gerne anhöre. Einfach nur so ohne Geschichte und ohne Ticket einsteigen, das gehe selbst bei ihm aber gaar nicht.
Ob und wo die Mutter gefunden werden konnte (ob sie gar überhaupt noch lebt), ist nicht bekannt und unterliegt dem multiplen Persönlichkeitsschutz.
(Das ist doch eine schöne Geschichte zur winterlichen Sonnwend, nicht wahr?)
Thermovorhänge aus Filz auf Maß
Produktangebot, eigengut.de
Eigengut, bitte, gehts noch biederlicher? Ist aber voll im Trend unserer Zeit. Mit Altruismus ist ja eher kein Staat zu machen, gegenwärtig, und Gegenwart ist immer.
Hauptsache jedenfalls drin bei uns in den Herzen ist’s warm. – Still, schweig!, und dass mir ja kein Lichtflinzerl nach draußen dringt.
O du selige verfilzt stille Zeit.
Katholische Kirche lehnt Eintritt für Notre-Dame ab
orfon
Probleme mit allzuvielen Eintrittswilligen fängt sich die Katholische Kirche gleich einmal gar keine an. Zumindest in Frankreich. Nicht.
Vielleicht soll man die Leute ja dann zahlen lassen, wenn sie Austritt begehren.
Worauf das noch hinauslaufen wird. (Nein, kein Fragezeichen.)
Amateur entdeckt neue Primzahl mit 41 Millionen Stellen
derstandard.at
Es kann sich nur um einen Amateur handeln, denn ein wahrer Profi würde nie von einer ›neuen‹ Primzahl reden: Es gibt deren sämtliche, unendlich viele, seit vor aller Zeit.
Jetzt sind wir auf die Profis gespannt. 42 Millionen Stellen sollten es jedenfalls sein. Dann ist aber wirklich Schluss.
Die Mathematik ist alles, womit wir zu rechnen haben, und die Welt alles, was fällt, um die Erde etwa.
Infektionsrisiko für Eisbären steigt
orfon
Das melden sie am 24. Oktober, zwei Monate vor Weihnachten, wo der Herbst gerade einmal so recht in die Gänge kommt.
Das wird ein Winter. Wird das ein Winter.
Der Verdächtigte, so der Cobrakommandant, sei besonders gefährlich und bereits mehrmals in verschiedenen Ländern Europas beamtshandelt worden.
Bitte, wer von uns nicht!? Ich meine: beamtshandelt. Ich sage nur: Grenzübertritt. Zollkontrolle, grüner Durchgang, Halt, stehengeblieben, Meinen Sie mich?, Ja, Sie, Assooo.
Cobras werden, wenn Sie es noch nicht wissen, bekanntermaßen von Pungis, indischen Schalmeien, kommandiert, aber nur zum Schein, was aber eine andere Geschichte ist und wirklich nicht hierher, nach Europa, gehört.
(Amtsbehandelt? Beim/Am Zarzt? Am welchem?)
Warum haben Sie als Frau die FPÖ gewählt?
derstandard.at, Mein Forum
Hab ich nicht! Schon gar nicht als Frau! Oder muss man jetzt schon auf dem Wahlzettel so ein weiblich-männlich-divers-Kastl auch noch ankreuzern? Kommt das noch? Wo und wie kann man dagegenstimmen? Ahh, ich weiß schon — na wartet nur!
(Dieses Forum – ichbitt’: im Stan-dard! – muss regelrecht explodiert sein.)
((Scheherz.))
Tapire tragen 13 bis 14 Monate
zoologische Gewissheit
Bekanntermaßen ernähren sie sich in dieser Zeit ausschließlich von (rohem!) Topinambur, herentgegen seinerzeit der Tambourmajor Marie den Hals verdreht hat, was ihr letztlich nicht gut bekam, Woyzeck (Wozzeck) in der Folge auch nicht, dem Drama (der Oper) dafür umso mehr.
Wenden wir uns also wieder den Tapiren zu, Tapire sind possierliche Tiere: Wir wollen mit erquicklichen Nachrichten bespaßt werden, und am schönsten wäre das Leben, gestaltete es sich so erfolgreich und umundum erfreulich, wie man das gemeinhin auf/in Instagram so zu veröffentlichen pflegt.
Ich kann mit sowas nicht aufwarten. Irgendwie (und andererseits überhaupt) nicht tragisch.
Im übrigen fühle ich mich ausgezeichnet.
1312
Stadelgraffito, Steinhofgründe, Wien (auch gesehen zu Salerno, 2024)
Romanes eunt domus
Protestgraffito (unkorrigiert), Brian Cohen, Jerusalem
Durch die Zuordnung der Ziffern zu den entsprechenden Buchstaben lässt sich ein Code herausfinden, der angeblich beleidigend ist. Indes, 13-12, an »M-L« lässt sich nichts Schlimmes finden.
Neinnein, Sie wissen schon, ich bin natürlich ein Schelm, und »1-3-1-2« entspricht natürlich, in zweiter Ordnung, den Buchstaben »A-C-A-B«: der bekannte, böse & dumme widerdenstachellöckerische Schmähruf juvenil (oder junggeblieben) Machtloser.
Für die Intellektuellen unter den so mutigen Widerdenstachellöckern schlage ich vor, hinfort »ML« als Chiffre dritter Ordnung zu verwenden. Die gaanz Mutigen (oder die Intelligenzbestien) gehen gleich in die vierte Runde und sprayen, most sophisticatedly (mostly sophisticated?), »1050«.
Denen haben wirs aber gegeben!
Auch Sport nur am Wochenende hält gesund
orfon
Auch Sport hält nur am Wochenende gesund.
Sport hält am Wochenende auch nur gesund.
Nur am Wochenende hält Sport auch gesund.
Sport auch am Wochenende hält nur gesund.
Gesund hält Sport auch nur am Wochenende.
Am Wochenende gesund hält auch nur Sport.
Jetzt sind Sie am Wort.
Mit Lippen: T. Rex sah gar nicht so gefährlich aus
orfon
Bußßi Bußßi
Dagobert
Der Drache Dagobert war ursprünglich ja, wie es sich gehört, fürs Horrorfach vorgesehen. Als bei seinem ersten Auftritt die Kinder jedoch in Lachen verfielen, war sein Schicksal besiegelt und er verblieb auf immer im komischen Fach, so geht jedenfalls die Mär. Jetzt also auch T. Rex. Die gleichnamige Glamrockband war ja auch recht eigentlich zum Nichtfürchten, bis auf den Namen, damals halt noch, als man sich vor dem forschungsstandesgemäß (noch) lippenlosen Monster zu fürchen hatte, rückwirkend und lange vor Jurassic Park, aber das ist ja, wie Alles, auch Fiktion.
Janine S., einst Wiener Society-, Botox- und Silikongröße, soll ja auch schon länger in ihrer ganz eigenen Welt wesen; hat aber gar nicht so ungefährlich ausgeschaut.
Erleichterung im Ennstal: Losensteiner Hallenbad sperrt wieder auf
nachrichten.at
Der Zeitpunkt der Öffnung bleibt aber weiter offen.
Nachsatz (mit Punkt(.)), nachrichten.at
Wir warten gespannt. Manche ziehen schon einmal das Badezeug unter der Überbekleidung an, zur Sicherheit.
Wann das überregional beliebte Losensteiner Hallenbad (samt Sauna!) dann wieder zusperrt, bleibt offen, offener noch, als die Antwort auf die aktuelle Öffnungsfrage.
Es ist zum Kaumaushalten.
Vier Männer sollen in Tirol ihre Kollegin 15 Minuten mit gespreizten Beinen auf OP-Tisch fixiert haben. Der Richter entschied im Zweifel zugunsten der Angeklagten
APA
Die unzweifelhafte Eindeutigkeit der Deutschen Sprache ist immer wieder aufs neue berückend.
(Dass hier eine derart erniedrigende Handlung für ein syntaktisches Beispiel herangezogen wird, sei aber als zweifelhaftes Versagen jedweder redaktionellen Kontrolle aufs entschiedenste gebrandmarkt, was hiermit schlussendlich doch noch geschehen ist.)
Plankton katapultiert sich durchs Meer
orfon
Jetzt auch das noch. Die Welt steht auf kan Fall mehr lang. Wir werden, washed to the sea, alle mitsamt untergehen, katapultimativ.
Dieweil wartet ein Känguru (früher hat man Känguruh gesagt) an einer Bushaltestelle, seelenruhig, wie es heißt, wie auch sonst, man sagt ja nicht Kängunruh.
Radfahrer flüchtete nach Kollision mit Kind
orfon
Zum Glück ein Einheimischer. Aber, und das muss schon in aller Deutlichkeit gesagt werden, selbst Einheimischen ist das entführende Mitnehmen von Kindern aufs strengste untersagt, ohne Helm zumal, und den anderen sowieso.
DURANTE LE CELEBRAZIONI LITURGICHE SONO ASSOLUTAMENTE VIETATE LE VISITE GUIDATE
Domeingangstafelaufschrift
990 steht auf der Liederanzeigtafel für den freitäglichen Abendgottesdienst im Dom zu Trient. Während der Gottesdienste ist das Herumgehen im Kirchenraum nicht gestattet. Wir gehen also wieder hinaus. Vorne sitzen gerade einmal sechs, sieben Hansln (wie man bei uns – nichtdespektierlich! – sagt), eher Giovanne, kaum giovane, wie es halt so ist. Aber, he, im Dom, und vorn steht der Bischof? Mitsamt dem Sonderangebot auf der Liederanzeigtafel?
Roma, abbiamo un problema.
(990, ob die noch in Lire rechnen?)
Hirscher tüftelt akribisch in Sölden
orfon
Getüftelt wird immer akribisch. Oder wer tüftelte schludrig, in Sölden oder anderswo?
Spinnen wir unsere trivialetymologischen Mutmaßungen fort, für diesmal ausnahmsweise ohne Befragung etwelcher heutzutage jederzeit auf, wie man sagt, Tastendruck verfügbarer zumindest tausendprozentig zutreffender Antwortgebeinstanzen: Akribisch, das trägt das negierende Präfix a- voran. Demgemäß muss es auch das Positivum kribisch geben. Ein Kriber (Kriberer?), das muss ein Schluderer sein, ein ordentlicher, ausgepichter.
Für die, die es nicht kennen (abgesehen von vormals in Wien Germanistik studiert habenden Menschen alle außer Hannes Krisper, der es mir einst nahelegte; notorisch-verdächtig Klaus Nüchtern; ja, und vermutlich Armin Thurnher; sowie seine Mutter): Ihnen, also Allen ans Herz gelegt sei Anton Wildgansens grandioses, in Hexametern abgefasstes Antikriegsepos Kirbisch. Akirbisch, sowas ist seither (1927) undenkbar.
Nur wenige Minuten, nachdem die Nachricht vom Tod Paynes öffentlich geworden war, versammelten sich bestürzte Fans in der Nähe des Hotels.
APA
Wir dürfen zu einer ausnahmsweise verbalexpressiv trefflichen Wiedergabe der verständlicherweise nachvollziehbaren Stimmung der Anhängerinnen eines abrupt Verewigten gratulieren: Ein Mensch fällt – ob (allenfalls wodurch) die unidirektional-irreversible Bewegung intrinsisch aktiviert war oder nicht, tue vorderhand nichts zur Sache – aus dem dritten Stock eines Gebäudes, er stürzt – und sie können nicht anders, alswie bestürzt sein. Wenn auch mit Verzögerung. Korrekt bestürzt werden kann nur, wer schon vor dem Fall im nachmaligen Aufprallbereich diesen (den Sturz samt seinem Stürzenden) dort persönlich erwartet. (Im Nachhinein dabeigewesen sein kann Jede.) Ein derartiges, möglicherweise herausforderndes Verhalten (Hussereien wie »Springscho!«, »Traustdinie!« o. Ä.) bedürfte allerdings jedenfalls gesonderter behördlicher Hinterfragung.
Von den Mitgliedern seiner nomenestominösen One Direction genannten Popmusikkombo verlautete – mit mehr als eintägiger Schrecksekundenlatenz –, sie seien »am Boden zerstört«, was wohl auch eher für den (wie auch immer) Verunfallten als angemessen formuliert zu gelten hätte.
Harold Lloyd, der seine halsbrecherischen und schwindelerregenden Filmszenen bekanntermaßen gerne selber ausführte, ist mit seiner Berühmtheit gut zurandegekommen und ohne auffällige Skandale fast achtzig Jahre alt geworden. Er starb an Prostatakrebs, weil an irgendwas müssen wir alle sterben, schließlich. 31 indes ist kein Alter, für das Prostatakrebs als relevant angemessene Todesursache auch nur in Betracht kommt; da muss man sich schon was anderes einfallen lassen.
Schubert, ach!
Disclaimer: Never do this at home.
Nachgestellt eine persönliche Erklärung, gegeben zu Wien, den 4. Dezember 2024, 10 Uhr.
Ich räume ein: »Schubert, ach!« mag etwas unerwartet daherkommen. Je-doch: Auch er wurde 31. Völlig anders jedoch seine Starexistenz, von ganz anderem Schrot & Korn, wenn sich auch dazumal, am 19. November 1828 in der Wiener Kettenbrückengasse, vermutlich keine wie immer bestürzten Kreischteenager spontan eingefunden haben dürften.
Schubert selbst war ja nie in Palermo, nicht einmal in dem so genannten Stadtteil von Buenos Aires.
Wiederholt und ausgeweitet sei der Disclaimer: Never do this at home. Or anywhere else.
Lachüberwachung in Schweizer Büro
derstandard.at
Nein, nicht wie wir gleich denken müssen, sollen wir uns ›Schweiz‹ und ›Lachen‹ zu einem Sinnzusammenhang kombiniert vorstellen, ein letztlich undenkbares Unterfangen: Es handelt sich um eine mit Schweizer Ernsthaftigkeit erarbeitete Strategie auf Basis Künstlicher Intelligenz, mit dem Ziel, dass mehr gelacht wird, wo es nichts zu lachen gibt, und dann wird wohl auch besser gearbeitet und also mehr Profit erwirtschaftet. Um Wohlbefinden als Selbstzweck (im Sinne eines Bruttonationalglücks) kann es schweizweit nicht gehen, wo kämen wir da denn auch bitte hin, ach, Buthan ist weit weg.
Ihre oftmals turmartig hochragenden oberirdischen Teile dienen nur als Attrappen, eisberganalog: Sämtliche Schweizer Großraumbüros befinden sich in tiefen Kellergeschoßen. Und ›Geschoße‹ schreibt man dort, unmissverständlich, ›Geschosse‹, wie auch sonst. Per sofort wird sowas von gelacht. Sonst knallz. Lachkellergeschosse, riesengrosse.
Essenszusteller auf E-Rollern oft zu schnell unterwegs
orfon
Offenbleiben muss die Frage: Wenn »Fast Food« von Menschen, die des Englischen gleichwie des Deutschen nicht umfassend mächtig sind (deren gibt es etliche unter den elektrischen Essensherbeirollern hierzulande), oftmals (treffender als intendiert) mit »beinahe Essen« gedeutet wird, was könnte dann »Slow Food« sein, »schlau Essen«?
Gesünder soll es auch sein, das sowieso: knochenbruchlos; jedenfalls für Esser und Zusteller.
Wien ist Gurkenhauptstadt
orfon
Noch einmal, damit es wirklich Alle mitbekommen: Wien–ist–Gur-ken-haupt-sta-dt!
Alles andere ist und bleibt die Gurkenprovinz.
Früher konnten Gurken ja auch hantig sein, aber das haben sie mittlerweile im Griff, längst schon.
Kleiner Adventstupser zum Monatsersten: Wer fürs (tatsächlich!) tägliche Erscheinen des mütterlogs eine freundschaftliche Spende leisten möchte, fühle sich hiermit herzlich dazu ermuntert. Meine Kontonummer findet sich immer noch im Impressum.
Glasgows Siegerin im Baumumarmen will zur Weltmeisterschaft
derstandard.at
Fliegt heim, ihr Raben
Götterdämmerung
Wo steht sie nun eigentlich, die Weltesche?, weil unter der geht’s nicht, soll’s um die Weltmeisterschaft gehen. Aber Moment, wurde die nicht bereits gefällt, da war doch was, oder? (Muss eine Heidenarbeit gewesen sein, diese finale Baumumumarmung.)
Dabei sind die umfänglichsten Bäume gar nicht die ältesten, und vorgeblich tausendjährige Linden sind oftmals keine zweihundert, wenn überhaupt.
Manches geht sich um ein Handbreit aus, manches misslingt um Armlängen, wenn nicht um mehr (um Umarmlängen?). Sowas kann zu gröberen Unannehmlichkeiten führen, etwa beim Tunnelbau.
Nadal beendet Ausnahmekarriere
orfon
Die Einnahmekarriere dürfte erfolgreich fortgesetzt werden. Ausschlaggebend jedoch ist, wozu die Ausgabekarriere genutzt wird. Da erlauben wir uns, Moralist zu sein. Knallhart wie der Aufschlag eines Tenniscracks.
Österreich erstmals freundlichstes Land Europas
derstandard.at
Der Begriff Freundlichkeit muss völlig neu definiert werden.
Alle sieben Angeklagten in Grazer Prozess um Falschgeld verurteilt
derstandard.at
Da das Verfahren noch nicht rechtskräftig beendet wurde, ist vorerst unbekannt, ob die vorerst einmal Verurteilten darum bitten werden, ihre Haftstrafe in eine Strafzahlung umzuwandeln und dieselbe dann in bar erlegen zu dürfen.
Warum die Geburt für Menschen gefährlicher ist als für Makaken
derstandard.at
Nun, weder irgendein Makake noch Mensch (auf billigen Wortwitz wird verzichtet – wodurch er erst recht herbeigeredet wird) hat sich ausgesucht, als Angehöriger seiner Spezies geboren zu werden. Außer vielleicht ein paar sehr spirituelle Makaken, extra schlaue, zugegeben.
Wir sollten uns noch mehr zurückführen: Am Ende findet sich immer Gemeinsames, und sei’s der Anfang.
Gibt’s Zeugen?
(…) und hat dabei eine weitere Senkung des Leitzinses zwischen den Zeilen in den Raum gestellt.
Finanzmarktinformation (journalistisch aufbereitet)
Es ist Alles ein beständiges Vexierspiel, punktuell ist selbst auf die – zumindest fünf bis sieben (vermutlich wesentlich mehr) – Dimensionen längst schon kein zuverlässiger Verlass mehr.
Dieweil sinkt der Leitzins zwischen die Zeilen hinab, so, wie der Kaltluftseenebel im Spätestherbst die Täler bleigrau zudeckt.
Gülden sei unsre Zukunft!
Jeder vierte Liter Milch geht nach Deutschland
Handelsbilanzdetailinformation
Die anderen drei rinnen irgendwohin, und mancher Liter gefriert gar, in der Kombüse des Salons kundig kontrolliert, denn das allerbeste Speiseeis ist und bleibt das milchbasierte, jaja, völlig veraltet, unmodisch, unwoke und avegan – aber halt: guut.
Bekanntlich grenzt Österreich an den Schwedenplatz; heuer erstmals auch im Winter, und NöM-Milchpipeline ist keine nøtwendig dafür.