Die Gerüchteküche brodelt
pseudojournalistische Floskel
Wer nie sein Brod mit Thränen as
Schubertlied, auf Goethe
Topffavorit
küchenkategorische Wahlvokabel
Wenn Küchen brodeln, na dann muss doch was dran sein!
Im Oberösterreich kann man aber auch, einfach so, brodeln (sprich: broln, bro-ln), ganz allein, vorzugsweise, wenn man ein Kind ist, ein etwas selbstvergessenes Kind, und die andern wollen weiter.
Gezielt brodeln aber tut niemand. Wie gesagt: selbstvergessen.
Broln, das muss mehr mit dem Drehen von Brotteigkügelchen zu tun haben.
Anderswo, in der Gerüchteküche, kann es indes – ähnliches (nicht aber gleiches) hatten wir bereits – ordentlich brodeln. Man könnte dann etwa zurückdrehen – oder aber auf die stärkste Stufe schalten, Deckel ab!, Alles verdampft, der Topfboden wellt sich, sodass bald schon die ganze Küche nur so brodelt, und gespannt warten wir auf das Eintreffen der Feuerwehr.
(Gerüchteküche, das ist doch bitte nichts anderes als ein billiger assonatorischer Opportunismus.)