bald

Es ist sehr verschieden, in die Zukunft – und in die Vergangenheit zu lügen.
Jean Paul (1799)


Sonntag, 21. Juni 2026, 21:00 Uhr

Sonnensteher, 3. Viertel (ein Bild von Klaus Fritsch usurpierend)

Wien, Universitätssternwarte
Franz Kerschbaum: Protuberanzen über Wendezeiten
Bertl Mütter: aus|cul|ta|tio|nes super STARDUST

Michael Atteneder hat sich das ausgedacht und gemacht

Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
Jorge Luis Borges, Die letzte Reise des Odysseus

(Es könnte aber auch eine historische Sternwarte sein; die ihrerseits Ganz Großes Theater ist.)

SONNENSTAND geht ins dritte Viertel: Zum astronomischen Anfang einer jeden Jahreszeit erkundet Bertl Mütter einen (nicht nur) akustisch inspirierenden Raum mit seinem epischen Posaunenspiel. Davor – es soll mehr als ein Konzert sein – erzählen ihm befreundete Menschen Erhellendes zum jeweiligen Anlass bzw. Ort. Zuletzt, am 21. März, hat Margret Wohlfahrt über Idee und Praxis der Otto Wagner Kirche als Anstaltskirche geredet. Nun sind wir, in Sichtweite (nordöstlich etwa), in der von Fellner & Hellmer perfekt ausgerichteten Universitätssternwarte, eine (Grundriss!) Kathedrale der Astronomie, Arbeitsplatz des beredten Astronomen Franz Kerschbaum: Er weiß wesentliches über Wendezeiten.

Das Innere des Gebäudes bietet gleich zwei reizvolle Klangräume: Ein ausladendes Treppenhaus mit Säulengalerie (und Franzjosephbüste), sowie den Ring um die zentrale Kuppel, der das Herzstück, den Refraktorraum, birgt; diesen Donut wird Bertl Mütter als ›Tönteilchenentschleuniger‹ akustisch erschließen.

20. Mai 2026: Ich bin bereits verkuppelt … tun Sie es mir doch gleich! Beste Gelegenheit: DIe kommende Sommersonnwende

»Mein freifliegendes Spiel erwächst aus einem musikalischen Nukleus. Von ihm aus will ich zu meinen aus|cul|ta|tio|nes abheben, in die Tiefe, nach Innen, unbenennbar, weil wesentlich: Pointenlos pures Sein im Klang, Hingabe.«

Übrigens, damit wir es nicht vergessen: Wir sind bereits im Weltraum.

Planet earth is blue
And there’s nothing I can do
David Bowie

Eintritt freiwillig.
Spenden für den Musiker werden  g r o ß z ü g i g  angenommen.

Der Klingelbeutel vom Stephansdom kommt abermals zum Einsatz. (Das Bild hat Franz Kerschbaum in der Otto Wagner Kirche aufgenommen.)


Es lohnt sich zu bleiben, denn anschließend wird Hans Czerny auf der südöstlichen Terrasse SUNBEAM ausschenken.

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Dieses Bild hat Sotiris Bekas am 1. Mai 2026 in Fels am Wagram aufgenommen.


Der unausweichliche Kuërkod.

Donnerstag, 2. Juli 2025, 9:30 Uhr

Goldegg im Pongau, Goldegg-Weng/Böndlsee
»Erinnerung in Bewegung«

Gedenkwanderung rund um den Böndlsee zu den Schauplätzen des 2. Juli 1944
Führung: Esche Schörghofer
Musikalische Begleitung: Bertl Mütter, Posaune

Um 17:00 findet dann bei den Stolpersteinen und dann beim Deseteursdenkmal die Gedenkfeier statt, mit dabei sind Michael Kerbler, Robert Menasse, sowie die Musikerkollegen Carles Muñoz Camarero (vc) und Paul Schuberth (akk).

Im Rahmen der Goldegger Erinnerungstage 2026. Nach 2023 und 2025 darf ich zum dritten Mal mein Klingen zum Gelingen dieser zivilgesellschaftlich außerordentlich notwendigen Veranstaltung beitragen.

Sa., 25. (12:00), So., 26. Juli 2026 (11+13:00)

Krems, Ursulakapelle
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Bertl Mütter
, Posaune solo
Den Raum abhorchen: aus|cul|ta|tio|nes super ›Felix virgo Ursula‹

Lieber Bertl, das ist eine noch unverbindliche Anfrage, weil ich noch nicht weiß, ob wir die Sache überhaupt machen. Aber, was meinst du dazu: Ursulakapelle in Krems, kleiner gotischer Bau hinter dem Pfarrhof, kennst vielleicht ohnehin – es gibt dort immer wieder Konzerte. Publikum ca. 40 (maximal) Leute. Unverstärktes Solo. Drei Kurzkonzerte à ca. 30 Minuten.
Albert Hosp (per Email), 22.1.2026

Ich will. Und freu mich alswie. Was für eine schöne Aufgabe. Ich teile mir den Raum mit einer sehr geschätzten Kollegin, der Cellistin Asja Valčić, die ja in der glattundverkehrten Szene bestens bekannt ist; jede/r darf dreimal spielen in diesen Mittagsstunden. Tickets: (1)(2)(3)

Klaus Fritsch sieht Bertl Mütter in der Katharinenkapelle

Wohl kaum ein anderer Musiker geht so intensiv auf den Ort ein, an dem er spielt: Mit seiner Posaune lotet Bertl Mütter buchstäblich den Raum aus, erkundet dessen Beschaffenheit mit den Mitteln des Klangs. Sakrale Architektur ist naturgemäß ein ergiebiger Dialogpartner, ob bei seinen »aus|cul|ta|tio|nes« dem systematischen Abhorchen des Stephansdoms, in der Wiener Jesuitenkirche oder jetzt in der Ursulakapelle in pointenlos purem Klingen (Mütter).
Ankündigungsprosa

Merke: Komplett ist Ihr Erlebnis nur, wenn Sie uns beiden zugehört haben; wir werden das jedenfalls tun.

… und was machen Sie sonst noch so?

Ich kenne meinen Weg so wie der Bach den seinen.
Jules Renard

Es ist immer (wer oder) was im Anflug.

Dorothea Wimmer† hat das 1999 in Lienz aufgenommen.

Neben meinen hiersites dargelegten öffentlichen Aktivitäten1 gibt es, wie es sich für ein Künstlerleben gehört, auch sonst nichts alswie fruchtbare2 Momente, darf ich versichern.

(Gewisse Versprechen gibt man sich selber sogut alswie der Welt.)

Und sonst3 mache ich noch wie nebenher: Diese Website frischhalten (am einfachsten ersichtlich beim täglichen Mütterlog); weltwichtiche künstlerische4 Projekte5 und dafür Vor-, Zu- und Nachbereitungen jedweder Art; tatsächlich wichtige Fürsorge- und Liebesdienste, sowie Akte der Freundschaft, runde und eckige Geburts-, Jahres- und Todestage: Nennt mich6 einen Passagenpassagier.

Und – damit ich’s nicht vergess’7Posauneüben. Das höret bitte nimmer auf!8 Mir ist das Posaunespielen beständiger Quell der Freude, Rückhalt in allen Lebenslagen. Was für ein Glück!9