verwegen?

23. Juli 2007

ich habe es bereits mehrmals hier erörtert, das thema ist aber so unendgültig abhandelbar wie z.b. essen oder die liebe, weil, ob du willst oder nicht, es beschäftigt dich in regelmäßigen abständen aufs neue, und eine durchgeschlafene nacht in der sog. kühleren jahreszeit nutzt dir gar nichts, wenn du im hochsommer bei offenem fenster undaber feingitterfrei in feuchter umgebung (genau: in einem schilfnahen zimmerchen) dich zur nach einem heißen tag nichts weniger als verdienten, müde lechzend ersehnten ruhe zu begeben beabsichtigst, müd und matt zum niedersinken, matt.
die marter des nächtlichen gelsenbesuchs besteht nämlich nicht im abgezapftbekommen eines vernachlässigbaren quantums frischen blutes, nicht einmal im sprichwörtlichen dippel (oö: düwi), gegen den es vortrefflich kühlende und juckreizmindernde gels sonder zahl gibt.
um von meiner znepftheit nach einer teilweise unruhigen nacht (das habe ich jetzt sehr höflich gesagt) und der damit verbundenen auzipftheit wegzukommen, stelle ich meine fragen als wissenschaftlich interessierter laie zur evolutionsgeschichte, gleichwohl aber direkt an die stech- und sauginsekten persönlich: bitte, geht das nicht auch geräuschlos? müsst ihr (jawohl, plural) uns da vor dem aufderplatznehmen noch so viele schleifen (ich bin sicher, in formation, es ist ohne zweifel eine künstlerische leistung) um unsere ohren ziehen? braucht ihr den adrenalinkick, unter lebensgefahr zu speisen? kriegt ihr prämien von der lokalen hotelzimmerausmalmafia, in frischblut? und: wisst ihr eigentlich, wieviele geprellte arme ihr schon zu verantworten habt, allein diesen sommer?
oder dürfen wir es als ausdruck eines gattungsethos annehmen, dass ihr uns eine chance geben wollt im in jedem fall ungleichen ringen?
danke vielmals. ich verzichte gerne.