Third Leg Practicing

29. September 2025

Skiweltmeister Haaser stellt sich auf drei Beine
orfon

Sleipnir heißt in der nordischen Mythologie das achtbeinige Pferd des Göttervaters Odin/Wotan: Wenn das erste Viererset ermüdet ist, wechselt es aufs andere. Logische Sache irgendwie. Seinen Namen bekam es, da es zu Lande und zu Wasser sowie in der Luft gleichermaßen »dahingleitet«. Auf Schnee (die Assonanz »Sleipnir« zu »sleigh«, Schlitten, dürfte selbst etymologisch Unbedarften plausibel erscheinen) sicher auch, wenn es halt sein muss: Damals hat es im Norden ja noch zuverlässig reichlichen Schnee gegeben, von sowas wie einer künstlichen Beschneiung etwa konnte, auch theoretisch, nicht die Spur einer Rede sein.

Derweil ist der Schifahrer (ein Weltmeister gar) schon mit drei Beinen zufrieden.

Gelten drei Beine eigentlich als Doping, und welches von ihnen wäre das zu inkriminierende? – Ist doch das Problem einer jeden Dopingkontrolle der hiebundstichfeste Nachweis.

Jede Antwort generiert – das ist ein Naturgesetz – sogleich zumindest zwei weitere Fragen. Zu-min-dest.