Schule des Staunens 6.6

16. Februar 2015

(Materialien, eingewoben in meine Schule des Staunens am 9. bzw. 10. Februar 2015 im Wiener Konzerthaus)

Damit wir uns verstehen – wir verstehen uns; wir verstehen uns immer; immer, wenn wir sagen „wir verstehen uns“, verstehen wir uns, haben uns schon immer verstanden, verstanden?! – MNOZIL, das sind keine blöden Blechtrotteln. Sie sind ja auch meine Freunde und Kollegen. Wer etwa ein Streichquartett, also den dritten Satz des dritten, von Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch, sich so herrichtet, wie wir das eben gehört haben* (nach dem Pas de deux-Adagio aus dem dritten Akt von Aram Chatschaturjans Ballett Spartakus, bekannt aus Rundfunk und Fernsehen** und vom Trio Lepschi, dort mit singender Säge), den kann man nicht für ganz blöd halten. – „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen; und jeder geht zufrieden aus dem Haus.“*** – Denken die sich wohl, und bei mir kommt so etwas sehr gut an, darf ich Ihnen verraten. Dass sie das Stückl dabei etwas gekürzt haben und von d-moll/F-Dur nach c-moll/Es-Dur transponiert haben – geschenkt!

NACHTRAG
Das perfekte Ei dauert in Wien, so habe ich im Radio gehört, laut der unverzichtbaren Applikation „Die perfekte Eieruhr“ exakt 4 Minuten 33. Ob das der John Cage gewusst hat?

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* Es war wohl der bekennende Schostakowitschoholiker Gerhard Füssl.

** Die Onedin-Linie lief ab ca. 1972 im ORF, etwa 85 Folgen lang. Bis heute kann ich mir nicht vorstellen, warum man sich das ansehen soll; nur Das Haus am Eaton Place war noch fader (52 Episoden).

*** Johann Wolfgang Goethe: Faust I (Vorspiel auf dem Theater) [1808]