Mittwoch, 23. September 2026

23. September 2026

Sonnensteher, 4. Viertel (ein Bild von Klaus Fritsch usurpierend)

S O N N E N S T A N D  [I-4]
Wien,
Wotrubakirche am Georgenberg
Hermann Glettler (Bischof): »Innenbegehung einer Skulptur«
Bertl Mütter (Posaune): aus|cul|ta|tio|nes super FALLEN

Michael Atteneder hat sich das ausgedacht und gemacht

Die Wotrubakirche, offiziell Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit, ist eine römisch-katholische Kirche aus 152 Betonblöcken am Georgenberg im Südwesten Wiens. Sie wurde von August 1974 bis Oktober 1976 nach Entwürfen des Bildhauers Fritz Wotruba und Plänen des Architekten Fritz Gerhard Mayr erbaut.
wikipedia

Der Äquinoktiumsabend senkt sich über der Wotrubakirche | Foto: Franz Kerschbaum

Als Kind stellte ich mir eine Zeit lang vor, dass Häuser musizieren können.
Saša Stanišić

So viele Leute haben auf den Georgenberg gefunden! | Foto: Franz Kerschbaum

Volles Haus, und das, obwohl die Wotrubakirche nun wirklich nicht gleich ums Eck ist (außer, man wohnt gleich ums Eck). Nach Begrüßung, Festellung der Beschlussfähigkeit und Ehrung sich um den SONNENSTAND verdient gemacht habender Persönlichkeiten – aufgrund ihrer besonderen Treue (4/4) hervorzuheben waren Franz Kerschbaum und Markus Köhle; Gabe: Sonnenblume (was sonst?) – hat Hermann Glettler zur »Innenbegehung einer Skulptur« angeregt.

Ebenbauer, Glettler, Seitlinger (und andere) lauschen (Ich eh auch, geht ja nicht anders!) | Foto: Franz Kerschbaum

Dann habe ich mich spielend der oftmals als Bauklötze bezeichneten Quader angenommen, die in einem merkwürdigen Gleichgewicht von Schweben und Fallen zu verharren scheinen, eigentlich ein bedrohlicher Zustand, der letztlich doch eine erstaunliche Geborgenheit vermittelt. Wie (und ob) sich diese Spannung musikalisch sich abgebildet hat, darüber kann das – hab ich’s schon gesagt? – sehr zahlreich erschienene Publikum Auskunft geben.

Gelöste Stimmung vor der Zugabe | Foto: Helmut Spudich