»Gelebt hat er (Borys Ljatoschynskyj, Anm.) ja von 1895 bis 1968, allein diese Daten lassen schon erahnen, in welchem Zeitraum er gearbeitet hat.«
Moderationsgesprächsperle, Radio Österreich 1
Jetzt echt? Lassen Sie mich nachdenken. Barock? Dreißigjähriger Krieg? Nein? Hmm, Rokoko? Französische Revolution? Auch nicht? … Ars Nova? … Ich gebe auf.
Indes, so einfach ist es wirklich nicht, allein schon bei Ljatoschynskyjs Geburtsjahr gibt es zwei widerstreitende Versionen, 1894 (Julius Cæsar) und 1895 (Gregor Papa). Überhaupt, bei unseren zentralen Lebensdaten (und frühen, späterhin innerfamiliär als Schwänke verbreiteten Heldentaten) sind wir allesamt darauf angewiesen, was uns andere (Gewährsleute, die wir uns nicht aussuchen konnten) erzählen und, teilweise, amtlich beurkunden. Insbesondere, aber, und das ist das Denbodenunterdenfüßenaufbrechenlassende, nicht nur.
Bitte, was wissen wir zweifellos? Was können wir wissen?
So geht es los. Wer nichts weiß, muss alles glauben.