Da ich unlängst schrieb:
Salzburg. Die beiden jungen Asiatinnen am Nebentisch fotografieren ihr Essen kalt.
… erreichten mich zahlreiche Reaktionen, sodass ich, erfreut über so viel mitdenkende Anteilnahme, meinem Jucken, mehr zu erzählen und zu bedenken zu geben – die aphoristische Kürze ist so ganz meine Sache nicht – nachgeben und nachgehen konnte: Hier meine, wie sich zeigen musste, ununterdrückbare Brandrede:
Was nicht dokumentiert ist, hat es nie gegeben: Salzburg. Die beiden jungen Asiatinnen am Nebentisch fotografieren ihr Essen kalt. Nie werden sie erfahren, wie pfannenheißer Kaiserschmarrn schmeckt. Auch in Hallstatt nicht.
Unsereins, wenn er nach Japan (oder China; liegt bei J.) reist, erntet unmerkliches Unverständnis – in Asien isst man subtil –, wenn er seinen Reis in Sojasauce ertränkt: Uns schmeckts halt so (glauben wir). Wehe aber, irgendeiner tunkt bei uns sein Schnitzl ein; derart freveln aber eh nur de Preissn.
(Well, für eine Brandrede war das jetzt eh recht kurz.)