Klagenfurt, Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK)
Bertl MÜTTER Solo zu Gast im Museum Moderner Kunst Kärnten
Der große österreichische Posaunenindividualist tritt in einen intimen Dialog mit den Räumen und Objekten des MMKK und horcht ihnen unerhört-berückende Klänge ab.
Ankündigungsprosa /1

BM, sich zum Hören exponierend | Foto: Klaus Fritsch
Bertl Mütters Spiel eröffnet Räume. Will heißen: Er ist ein begnadeter Raum-Erkunder. Faszinierend, mitzuerleben, wie er mit seiner Posaune einer Umgebung das ihr innewohnende Klingen hörbar macht. Bei der privaten Erstbegegnung im MMKK war sogleich klar, dass die Bilder von Rudolfine P. Rossmann und Michael Kravagna in ihm eine beträchtliche Resonanz generieren. … Wir hören uns!
Ankündigungsprosa /2
Nach der Gedenkfeier für Arnulf Rohsmann, den Ex-Leiter des Hauses, darf ich nun das MMKK (quasi anlasslos) bespielen, darf in exzeptionell fein klingenden Räumen zu Bildern (Ausstellungstitel; »MICHAEL KRAVAGNA : RUDOLFINE P. ROSSMANN«) spielen, die in die Tiefe sehen – und vermittlest meiner trombonautischen Fertigkeiten dann dieselben hörbar machen.
Danke den charmanten Damen vom MMKK für die freundliche Einladung!
Intimes, inniges Spiel mit einem Publikum, das mir gewährte, völlig unvirtuos zu spielen. Pure Töne, hineinhorchen.
Ich habe nicht einmal mitbekommen, dass etliche Leute gefilmt haben. Selbst bei jenen Menschen also, die zu meiner Musik finden – und das ist manchmal schon rein leitsystemmäßig gar nicht so einfach, kommt nachgerade einer Kulturleistung gleich –, scheint ein diesbezügliches Problembewusstsein nicht mehr vorhanden zu sein. Da muss ich mir wirklich was charmantes überlegen. (Wann findet eigentlich das Parallelleben statt, indem man sich das dokumentierte Hauptleben anschaut?)