die krähe

15. Dezember 2010

aus der stadt gezogen
wilhelm müller

rabenvögel, romviecher, sind kulturfolger, undzwar nicht erst seit ihrer verwendung in der winterreise, bei poe oder wilhelm busch. warum diese eine aber, nachdem sie ihm mit ihren mitkrähen bäll‘ und schloßen auf seinen hut von jedem haus geworfen hat, aufs land folgt? zurück zur natur? kulturflucht?
empathie im tierreich ist nicht allzuweit verbreitet: von den caniden am ehesten beim wolf, unter wasser fühlen delphine mit und, luftig, eben die krähen. zumindest in dem sinn, als das tier zu verstehen gibt, wenn es sich ungerecht behandelt fühlt. ansonsten gilt, nicht nur für schlürfmuscheln: des is do da austa so wuaschd!