stüül, fascheicht

3. August 2011

Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Ins Rosental. Die Zufahrt zum Draukraftwerk wird vom Militär bewacht. Später, beim Ressnigteich, schraubt ein Heereshelikopter gut eine Stunde lang hub, beständig kreisend, die Stille der Sommerfrische zernichtend wie ein Luftrasendmähermann, alle gleichmachend, allen gerecht. Lediglich die Vorstellung, dass es sich um keine Übung* handeln könnte, sondern dass sie ihn, der nach seiner von ihm nicht zur Kenntnis genommenen Urteilsverkündung getürmt war, endlich eingekreist haben dürften, entschädigt für die entgangene Stille am See.

* Die – in diesem Teil des Österreichs alles andere denn aus der Luft gegriffene – Übungsannahme wäre gewesen: Slowenien habe nur auf diesen einzigsten Augenblick Kärntner Führungsschwäche gewartet, um es im Überraschungsangriff zu überrennen, wobei zuallererst und mit einem Schlag zwei wichtige strategische Ziele auszuschalten seien: Stromversorgung, Verletzung der Kärntner Baderuhe. Dagegen aber sei Unser Heer vor. Und sie sind es, bodens, wasserns und lüftens, auf gesichertstem Posten.

Hervorragend.