abspülen

19. August 2022

And a happy little yellow
ikonische Selbermachermunterung

Wipe them up, and shove them off the face of the earth … mash the dirty red scum! Kick ’em in the teeth where it hurts! Kill! Kill! Kill! Filthy bastards! Commies! I hate ’em, I hate ’em! Aaaah! Aaaah!
legendäre Abmoderatorentgleisung (GB)

Pat Metheny, der Bob Ross unter den Gitarristen. Und wenn wir auch schon dabei sind: Bitte schmeißt endlich The Köln Concert in den Kübel, LP, CD, alles zusammen, inklusive zeitgemäßem 180g-Vinyl samt Downloadcode. Das klingt doch in Wirklichkeit (wenn du die Ohren aufsperrst und dir nicht entlang einer vorgefassten Hörbegeisterungserwartung deine eigene So-ist-es-weil-ich-es-so-will-Bestätigung konstruierst) so mitreißend und authentisch wie ein evangelikal-freikirchliches Gemeindemitglied, das auto-enthusiasmiert »JESUS LIEBT DICH« drohbotschaftert.

Das Wort Kitsch verharmlost hier, es handelt sich um Abwaschwasser für die Ohren. Was wir aber längstschon bräuchten, wären, zusätzlich, digitale Streaminggullys, Terabyte von Streaminggullys, für echte Datenlöcher, wo all diese Harmlosigkeitsexzesse hineinverschwinden, seligmachend versandend.

Kunst darf nämlich bitte nicht so schön, nicht derart schön gefönt sein. Kann es gar nicht, sonst ist es ja keine Kunst, aber wenn es schiach ist, meinen viele, dann ist es erst recht keine Kunst.

Letzterer Grund, es sei keine Kunst, ist der einzig produktive, der einzig erträgliche.