Abschließender Höhepunkt sei der Große Pfingststau gewesen, wird am ersten Donnerstag nach Fronleichnam, also mit einem angemessenen Sicherheitsabstand, der wohl einer ersten, vorläufigen Analyse diente, gemeldet. Unbedarft zuhörend und, da vor Jahrzehnten auch in theologischen Dingen geimpft, mit einem gewissen metaphysischen Denk- bzw. Herbeiwähnungshorizont versehen, frage ich mich, was das denn auch sein könnte, ein (Der) Große Pfingststau.
Auf der Tauernautobahn fahren bzw. stauen Fahrzeuge mit Menschen aus Aller Herren Länder, wie es heißt. Das stimmt natürlich nur bedingt, und viele hier sprechen für gewöhnlich deutsch oder eine dem Deutschen eng verwandte Sprache.
Vielleicht können wir uns einen (Den) Großen Pfingststau als ein wunderausbleibliches Nichtverstehenkönnen dessen, was der andere, der aber eh in der selben Sprache wie man selber spricht, mir sagen will. Und umgekehrt.
Zur Not tun es auch stirnantippende Klopfzeichen, ausladende Armgesten, das Betätigen der Hupe u. dergl. mehr. So kommen wir weiter. Im Stau. Im Tunnel, Nadelöhr katexochen, und das ist nun auch wieder so ein theologisch punzierter Terminus. Kamele gelten allgemein als geduldig (geduldiger als der Gemeine Autofahrer), und ein Tor der (irdischen) Stadt Jerusalem soll so verwinkelt und eng gewesen sein, dass du nur auf einem Emu hineingekommen wärst, aber keinesfalls mit einem Kamel.
Pfingsten aber war sowieso alles versperrt. Was haben die gestaunt, als plötzlich Bewegung in die Sache kam.